25.04.08 20:00

Internationales Frauenfilmfestival Dortmund Köln 23. - 27. April 2008

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Heute hat man die letzte Gelegenheit auf das Frauenfilmfestival in Dortmund/Köln zu gehen. Bereits seit Mittwoch konnte man sich in 95 Filme einen Überblick über das Filmschaffen von Frauen weltweit verschaffen. Ein Schwerpunkt liegt (ähnlich wie beim Panorama der Berlinale) auf dem Thema Queer und Transgender. Parallel haben Studenten der FH Köln auf einem "Festival-Blog" ; ) das Festival mit Rezensionen, Filmausschnitte, Backstage-Stories begleitet.

24.04.08 12:00

EMAF - 23. - 27. April 2008 Osnabrück

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Das European Media Art Festival (EMAF) widmet sich dieses Jahr dem Thema IDENTITY. Es geht um die Veränderungsprozesse von Identität, Privatleben und Gesellschaft durch die Globalisierung und durch Pervasive Computing (der digitalen Durchdringung unseres Alltags).
Zu sehen sind im Filmprogramm u.a. James Bennings RR und Guy Maddins My Winnipeg. Neben der spannenden Multimedia-Austellung "Young identities-Global Youth" gibt es auch einen "Idendity-Kongress" auf dem u.a. der Mediewissenschaftler Norbert Bolz und der Politologe Ralf Bendrath sprechen werden.

Mehr Infos auf der sehr ansprechenden Festivalseite .

19.04.08 18:08

"Sportsfreund Lötzsch" von Sandra Prechtel und Sascha Hilpert

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Aufzeichnungen eines Ausdelegierten

Das „achtung berlin“-Festival zeigt wie die vergangene Berlinale, dass die Realität oft spannender ist als die Fiktion und dass Dokumentarfilme Geschichten erzählen, die man einem Spielfilm kaum glauben würde. „Sportsfreund Lötzsch“ von Sandra Prechtel und Sascha Hilpert zeigt das Menschenverachtende des real-existierenden Sozialismus. Der Radsportler Wolfgang Lötzsch wird wegen seiner ideologischen Unzuverlässigkeit trotz seiner überragenden Leistungen aus dem DDR-Leistungssportsystem „ausdelegiert“ und von der Stasi überwacht. Lötzsch kämpft als Einzelner gegen das System, so sagt er es selbst im Film. Prechtel und Hilbert lassen in ihrem Film nicht nur Freunde und Radfahrerkollegen zu Wort kommen, sondern auch den Major der Staatssicherheit Heinrich Engelhardt, der die Überwachungsoperation „Speiche“ koordiniert hat. „Sportsfreund Lötzsch“ fokussiert auf einen Mann, der nur Sportler sein wollte und zum Rebell gemacht wurde. Der Erkenntnisgewinn durch den Film über das Zusammenwirken von Politik und Stasi im unermüdlichen Kampf gegen die Freiheit des Einzelnen ist enorm.

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15.04.08 17:05

achtung berlin - Filmfestival im Babylon Mitte

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Mehr als 70 Filme laufen vom 16. bis 22. April auf dem Filmfestival „achtung berlin – new berlin film award“ im Babylon Mitte. Im Filmwettbewerb „Made in Berlin-Brandenburg“ treten 36 Filme an, die von einer Berlin-Brandenburger Produktionsfirma realisiert wurden oder sich mit Berlin beschäftigen. Den „new berlin film award“ erhalten die Gewinner in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm. Ausgezeichnet wird außerdem die beste Kamera und der beste Schnitt. Weitere Festivalsektionen sind Berlin-Brandenburg spezial und HeimatDokumente. Die Retrospektive trägt den Titel „B wie Berlin“, zu sehen sind Kurzfilme aus 60 Jahren Berlinwerbung. Für Kinder und Jugendliche gibt es am Sonnabend- und Sonntagnachmittag ein Kurzfilmprogramm.

03.04.08 17:11

11mm Fussballfilmfest in Berlin 4.-7. April

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Morgen startet das Fussballfilmfest, das schon seit einigen Jahren in Berlin zu den festen Institutionen des Filmfestivalreigens der Stadt gehört. Neu ist der Ort: Das Kino Babylon Mitte, das sich immer mehr zu einem Herzstück der Kino- aber auch Kulturlandschaft in der Stadt entwickelt, nachdem es einige Jahre recht still ohne erkennbare Richtung oder Programm dahinsiechte.

Wie die benachbarte Volksbühne, die nicht nur Theaterstücke zeigt, verbinden die Kinobetreiber des Babylon Filme und Konzerte, zeigen Retrospektiven begleitet von Vorträgen und Diskussionsrunden, haben besonderes Augenmerk auf die Entwicklungen des jungen deutschen Films gelegt und laden auch ein zu Partys und Lesungen.

Nun also das Fußballfilmfest: 30 Filme, vor allem Dokumentar, aber auch Spielfilme rund um das runde Leder - dazu viele Gäste aus Sport und Film. Aber auch Kunstkinofreunde finden etwas: den auf der Dokumenta gezeigten Film DEEP PLAY des Künstler Harun Farocki. Für seine Installation hat Farocki alle Filmaufnahmen des WM Finales 2006 zusammengetragen. Auf zwölf Monitoren in der Rotunde sind Original-Bilder, Aufnahmen von Überwachungskameras und Grafiken einer mathematischen Analyse gleichzeitig zu sehen. Aber es gibt noch viel mehr:

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02.04.08 9:44

Nippon Connection - Japanese Film Festival 2. bis 6. April 2008

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Freunde des japanischen Films sollten sich schnell nach Frankfurt aufmachen, denn hier sind ab heute bis zum kommenden Sonntag über 130 Filme aus dem Land der aufgehenden Sonne zu "besichtigen". Das Japanese Film Festival gibt es bereits seit acht Jahren und hat mit 13 Filmen angefangen. Die Steigerung um 1000% ist ein Beleg für die große Beachtung, die die verschiedenen Genres des japanischen Films in Deutschland genießen.

Im Programm der Sektion Nipon Cinema sind viele aktuelle Filme aus den Jahren 2006 und 2007. Manche sind bereits auf der diesjährigen Berlinale gezeigt worden, wie z. B. der Preisträger für den besten Erstlingsfilm "Asyl – Park and Love Hotel" von Kumasaka Izuru, aber im Programm sind immerhin auch 13 Deutschlandpremieren, die um den Nippon Cinema Award konkurrieren. Weitere Sektionen sind NIPPON DIGITAL mit einer Auswahl an Animations-, Kurz- und Dokumentarfilmen sowie NIPPON RETRO mit dem vielversprechenden Titel "Wizards of japanese independent Animation, 1960s - Today".

Alles in allem ein vielversprechendes Programm, dass einen kurzen Trip in die Bankenstadt lohnenswert macht.

29.03.08 17:47

Lola-Nominierungen für drei Berlinalefilme

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Drei Berlinalebeiträge aus den Jahren 2007 und 2008 wurden in dieser Woche für den Deutschen Filmpreis "Lola" nominiert. "Prinzessinnenbad" von Bettina Blümner, der 2007 in der Perspektive Deutsches Kino lief, hat in der Kategorie Bester Dokumentarfilm eine Chance auf die "Lola". Viermal nominierte die Deutsche Filmakademie "Yella" von Christian Petzold aus dem Wettbewerb 2007: In den Kategorien Bester Film und Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Nina Hoss) und Beste Kamera (Hans Fromm). "Kirschblüten" von Doris Dörrie, gezeigt im Wettbewerb 2008, wurde in sechs Kategorien berücksichtigt, darunter Bester Film und Beste Regie. Außerdem erhielten die beiden Hauptdarsteller Hannelore Elsner und Elmar Wepper Nominierungen. Doris Dörrie kann sich außerdem Hoffnung auf den Filmpreis für ihr Drehbuch machen und Sabine Greunig tritt in der Kategorie Bestes Kostümbild an.

19.03.08 15:42

"Die Österreichische Methode" von Erica von Moeller und anderen

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(Foto: Spirit Filmverleih)

Der Episodenfilm „Die Österreichische Methode“ lief bereits bei den Hofer Filmtagen 2006 und auf verschiedenen anderen Festivals. Jetzt kommt er auch in die Kinos (Starttermin: 20. April 2008). Im Mittelpunkt jeder der fünf Episoden stehen junge Frauen in extremen Beziehungssituationen. Der Film ist ein gemeinsames Projekt von fünf Absolventen der Kölner Filmhochschule Florian Mischa Böder, Peter Bösenberg, Gerrit Lukas, Erica von Moeller und Alexander Tavoli.

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25.02.08 19:29

5 Oscars für Berlinale Filme

Man muss Dieter Kosslick eines lassen: einen guten Draht nach Hollywood hat er. Gleich fünf Oscars gingen an Filme, die dieses oder letztes Jahr im Wettbewerb der Berlinale liefen. Daniel Day-Lewis, der vor zwei Wochen noch eine Massenhysterie am Potsdamer Platz ausgelöst hat, bekam den Oscar „Bester Hauptdarsteller“ für seine Rolle als Daniel Planview in "There will be blood". Das neue Werk von Paul Thomas Anderson wurde auf der letzten Berlinale von den Kritikern als Aspirant für den Goldenen Bären gehandelt, bekam aber "nur" den Silbernen Bären für die Beste Regie. Zum Trost gab es gestern noch einen Extra Oscar für die beste Kameraarbeit. Marion Cotillard, die letztes Jahr trotz ihrer herausragenden Leistung in dem Eröffnungsfilm der Berlinale 2007 "La vie en Rose" keinen Bären mitnehmen durfte, bekam gestern den Oscar „Beste Hauptdarstellerin“ für ihre Rolle der Edith Piaf (Ätsch!!!). Wer Marion Cotillard als Edith Piaf und gestern als Marion Cotillard gesehen hat, der muss einsehen, dass "La vie en rose" auch für das "Makeup" mit einem Oscar ausgezeichnet werden musste. Ebenfalls im letzten Jahr auf der Berlinale lief der österreichische Film "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky. Er gewann gestern den Oscar für den besten ausländischen Film.

16.02.08 20:25

Bärenvergabe

Goldener Bär

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(Quelle: Berlinale)

"Tropa de Elite" von José Padilha

Weitere Bären:

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Tropa de Elite von José Padilha

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Brasiliens alltäglicher Bürgerkrieg

„Tropa de Elite“ zeigt die reguläre Polizei als einen schlecht bezahlten und korrupten Haufen - was sich mit der Wirklichkeit in Brasilien wohl weitgehend deckt. Die Mitglieder der Elitetruppe „BOPE“, eine Einheit irgendwo zischen SEK und GSG9, verdienen etwas besser als die normale Polizei und haben, zumindest was Korruption angeht, einen besseren Ruf. Sie sind die hochgerüsteten Stadtsoldaten in einem Land, dessen politische Klasse die armen Teile der Bevölkerung aufgegeben hat und nur noch als Bedrohung wahrnimmt. Und so zeigt der Film die BOPE im Straßenkampf mit den Drogenhändlern in den Favelas und auch die illegalen Methoden von Folter bis zu willkürlichen Erschießungen. Ein Offiziert ist immer kurz vor dem Nevenzusammenbruch, zwei junge Polizisten, wollen dagegen unbedingt in die BOPE aufgenommen werden.

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Das Schaulaufen....

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(Quelle: Berlinale)

...auf dem roten Teppich hat begonnen. In einer halben Stunde werden dann die Bären vergeben. Wir werden berichten.

Preise der "Unabhängigen" Jurys

Jedes Jahr, am Samstag kurz vor Ende der Berlinale, werden im familären Kreis die Preise der unabhängigen Jurys vergeben. In vielen Jahren waren sie auch wegweisend für die Vergabe der Bären am Abend des gleichen Tages. Dieses Jahr gingen die Preise u.a . an:

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Panorama Publikumspreis

Jenseits von Filmkritik und Jury Diskussionen hat jedes Jahr im Panorama das Publikum das Wort. Es ist schon bemerkenswert, wie vor jeder Vorstellung im Panorama u.a. von Sektionsleiter Wieland Speck die Zuschauer animiert werden, die Stimmkarten auszufüllen. Die prämierten Filme sind immer sehenswert und oft zeigte das Publikum mehr Kompetenz als prominent besetzte Jurys. Letztes Jahr hat Lucy Walkes "Blindsight" gewonnen. Dieses Jahr war die israelisch-deutsch-französische Co-produktion "Lemon Tree" am beliebtesten.

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Bärenrätsel

Da der Film Knut und seine Freunde nicht für den Berlinale Wettbewerb aktzeptiert wurde, ist ein Bär bereits aus dem Rennen. An wen werden aber die restlichen Bären vergeben? Was sind eure Tips?

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„Sharon“ von Dror Moreh

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Ethnografisches Portrait eines Stammesführers


Eine israelische Dokumentation über Sharon? Muss das sein? Das Besondere an dem Film von Dror Moreh ist, dass er Sharon sechs Jahre lang begleiten konnte. Aus hunderten Stunden Material machte er einen Dokumentarfilm, der erklären soll, warum Arik Sharon 2003 den Abzug aus dem Gazastreifen anordnete. Ausgerechnet Sharon, der größte Vorreiter und Unterstützer der Siedlerbewegung seit ihren Anfängen 1967. Ausgerechnet Sharon, als Verteidigungsminister für den blutigen Libanonfeldzug und die Morde von Sabra und Shatila mitverantwortlich.

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Kino und Kirche

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Filme können offenbar noch immer politische Debatten auslösen über die Offenheit einer Gesellschaft und Freiheit der Kunst. So auch zwei Filme auf der Berlinale, die in ihrem Heimatland Italien Unruhe stiften oder das politische System portraitieren und den nach wie vor erstaunlichen Einfluss der Kirchen auf Politik und Gesellschaft zeigen.
Wir haben ja in Deutschland auch unsere Bischöfe Dyba und Meissner - die ergrauten Herren äußern sich ebenfalls gern über Dinge, von denen sie wenig Ahnung haben dürften: Kunst, Vaterschaft, Familie, Sex, Homosexualität. Warum soll eigentlich jemand über die Regeln eines Spiels bestimmen können, das er selbst nicht spielt?

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"Be Kind Rewind" von Michel Gondry

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Mach deinen eigenen Film

Zwei Nerds arbeiten in einem Videoladen. Gähn. Das hat man nun wirklich schon zu oft gesehen, als dass daraus etwas Spannendes werden könnte. Aber halt, stopp: Diesmal hat sich das französische Wunderkind Michel Gondry („The Science of Sleep“) des Themas angenommen. Und genau deshalb ist dabei auch ein großartiger, vor Fantasie strotzender, herrlich abgedrehter Film entstanden. „Be Kind Rewind“ ist zugleich Jungskomödie, Liebeserklärung an die Kinomanie, anrührendes Neighbourhood-Märchen und eine Hommage an all die durchgeknallten Kreativen, die mit ihren irren Ideen den Bilder in unseren Köpfen das Fliege beibringen.

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Il y a longtemps que...von Phillippe Claudel

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Das Geräusch des Schlüsselbundes

Wie auch ein leiser Film ohne große Effekte nachhaltig beeindrucken kann, das zeigt Phillippe Claudel mit "Il y a longtemps que...". Erzählt wird die Geschichte von Juliette, die fünfzehn Jahre im Gefängnis verbracht hat. Während dieser Zeit hatte sie keinen Kontakt zu ihrer Familie, die nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte. Dennoch wird sie sofort nach ihrer Entlassung von ihrer jüngeren Schwester Leà abgeholt und in deren Familie aufgenommen. Obwohl sich beide Frauen eigentlich fremd sind, versucht Leà mit aller Kraft, eine neue Beziehung zu ihrer Schwester aufzubauen. Zwar bemüht sich auch Juliette allmählich um eine Annäherung, für sie ist aber der Gedanke unerträglich, das während ihrer gesamten Zeit im Gefängsnis alle anderen draussen ein normales Leben geführt haben, in dem sie in keiner Weise vorkam. Trotz dieses Geflechts aus Verletzungen und verdrängten Schuldgefühlen kommt es zu einer langsamen Annäherung der Schwestern.

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"Derek" von Isaac Julien

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Ich habe noch nie einen Film von Derek Jarman gesehen, aber Mitte der Neunziger tauchte der Name Derek Jarman immer wieder auf, sei es in Gesprächen mit Freunden, in Artikeln oder in Interviews mit Künstlern. Besonders faszinierte mich die Idee seines Films "Blue". Als Ausdruck für die Situation des damals durch seine HIV-Erkrankung fast erblindeten Jarman sieht man die ganze Zeit nur eine blaue Leinwand. Aus dem Off erklärt Jarman seine "Sicht" der Dinge. Seit Jarmans Tod 1994 ist das Werk des wegweisenden Künstlers langsam in Vergessenheit geraten. Ehemalige Mitstreiter von Derek Jarman, allen voran die Schauspielerin Tilda Swinton und der Regisseur Issac Julien, versuchen nun mit "Derek" dieser kulturellen Amnesie entgegenzuwirken.

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"Diorthosi" ("Correction") von Thanos Anastopoulos

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Der Film beginnt mit der Entlassung von Yorgos aus dem Gefängnis. Wie ein Fremdkörper bewegt er sich durch die chaotischen Straßen Athens. Er ist verschlossen, redet kaum, nur wenn er muss. Das Geheimnis seiner Tat, die ihn ins Gefängnis gebracht hat, trägt er in sich. Nicht durch Worte sondern durch das Zusammensetzen der verschiedenen Szenen des Films, kommt der Zuschauer diesem Geheimnis am Ende auf die Spur.

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"A Jihad for Love" von Parvez Sharma

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Der unter schwierigen Bedingungen gedrehte Dokumentarfilm von Parvez Sharma betrachtet die Lage von Schwulen und Lesben in völlig unterschiedlichen muslimischen Gemeinden in Ländern wie Südafrika, Iran oder der Türkei. Dabei zeichnet er ein bewegendes Bild von Menschen, die einzig aufgrund ihrer Liebesbeziehungen oder ihrer Sexualität ausgegrenzt und verfolgt werden. Erfreulicherweise tappt der Film in keine der Klischeefallen, die zahlreich am Wegesrand lauern.

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"Drifter" von Sebastian Heidinger

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Aufzeichnungen über Unsichtbare

Die meisten Filme handeln vom Leben. Sie kreieren fiktive Figuren und Situationen, die vielleicht ungewöhnlicher sind als das, was wir aus unserem Alltag kennen - aber in der Regel kann das Publikum das „gespielte Leben“ im Film nachvollziehen. Darin liegt ein wesentlicher Reiz des Kinos. Daneben gibt es eine kleinere Anzahl von Filmen, die sich mit Extremen beschäftigen: Dann geht es oft ums Überleben. Das Überleben ist das große Thema, aus dem zum Beispiel Action- und Kriegsfilme ihre Spannung ziehen. Die Emotionen, die in diesen Filme eine Rolle spielen, sind so grundlegend, dass es dem Publikum trotz der oft realitätsfernen Geschichten leicht fällt, sich mit den Protagonisten zu identifizieren. In dem Dokumentarfilm „Drifter“ zeigt Sebastian Heidinger etwas völlig Anderes: Den Alltag von Aileen (16), Angel (23) und Daniel (25), die in der Drogenszene des Berliner „Bahnhof Zoo“ im existenziellen Niemandsland zwischen Leben und Überleben treiben.

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15.02.08 20:30

"Die Dinge zwischen uns" von Iris Janssen

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Aufgepasst und mitgedacht!

Geneigte Leserin, geneigter Leser! Zu Beginn eine kleine Denksportaufgabe: Was ist das Wichtigste für einen guten Film? Denken Sie nach. In der Zwischenzeit erzähle ich Ihnen eine kleine Geschichte:

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"The Other Boylen Girl" von Justin Chadwick

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"This is England / What we're supposed to die for / This is England / And we're never gonna cry no more" - The Clash

Kurz gesagt geht es 110 Minuten ums Vögeln. Aber gezeigt wirds nicht, alles keusch wie es sich für einen Hollywood Film gehört.
Das Gepimper findet in schönen Kostümen und Schlössern statt, mal bei Kerzenlicht und knackendem Kaminfeuer, mal rücklings über den Schreibtisch ihrer Durchlaucht. Ziel des ganze Geraschel von Gewändern und Hermelinkragen ist einen Thronfolger zu zeugen. Das gelingt trotz mehrerer Frauen, die Heinrich besteigt, nicht. Und damit der die Tussis wieder loswerden kann, bricht er mit der Kirche, verjagt die eine Frau, lässt die nächste umbringen und die dritte darf am Leben bleiben. Letzere wird irgendwann die kleine rothaarige Elisabeth nach London schicken, damit sie 45 Jahre Königin von England sein kann, über die ja auch schon Kostümschinken gemacht wurden.

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"Ich liebe dich, ich töte dich" von Uwe Brandner

Subversion und Waldidylle

Es ist schön in dem bayerischen Dorf inmitten einer malerischen Waldlandschaft, sogar sehr schön. Schafe werden durchs Dorf getrieben. Die Buben sind kurzbehost, brav gescheitelt und gehen wie die Mädchen artig zur Schule. Der Pfarrer schlendert im vollen Ornat die Dorfstraße hinunter. Da kommt der junge Jäger mit seiner Flinte in Jeans und Lederjacke, lässig hat er einen toten Schäferhund geschultert. Den hängt er vor dem Bürgermeisterhaus auf, das gibt eine saftige Belohnung. Alles ist gut auf dem Land in Bayern sogar noch Anfang der Siebziger, oder?

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Caos Calmo (Stilles Chaos) von Antonello Grimaldi

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Die wartende Sphinx auf der Parkbank

Nach den Pleiten der letzten Jahre, endlich ein italienischer Film, der bewegt. Und da er erst eine halbe Stunde vor Mitternacht begann und mich die ganze Zeit wachhalten konnte, gilt das Kompliment doppelt.
Nanni Moretti spielt einen Mann, der plötzlich (im Film nach etwa drei Minuten!) seine Frau verliert. Unfähig zu trauern, geht er nicht mehr zur Arbeit als Chef in einen römischen Großkonzern, sondern verbringt nun die Tage auf einer Bank vor der Schule seiner kleinen Tochter. Er bringt sie hin, wartet bis die Schule aus ist, fährt mit ihr Heim, liest ihr vor. Während er wartet entwickelt sich in dem kleinen Park, in einem Café nebenan ein neuer Alltag, bestimmt von Begegnungen mit der Nachbarschaft beim Warten und Besuchen seiner Freunde und Familie in diesem, ja, Außenbüro. Das ist charmant, witzig und melancholisch in einer sehr gelungenen Mischung.

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"Restless" von Amos Kollek

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Ein jeder löffle seine Suppe allein

Gleich am Anfang bekommt Moshe richtig eins in die Fresse. Ganz nah dran ist die Kamera, als der ältere Mann von zwei arabisch sprechenden Jungs brutal zusammengeschlagen wird. Es geht irgendwie um ein Geschäft, das schief gelaufen ist, soviel bekommt man mit. Moshe wehrt sich nicht; er schleppt sich nur irgendwann in seine düstere Kellerwohnung im Village in New York und wischt sich das Blut aus dem Gesicht. Müde sieht er aus, dieser Moshe, und ein bisschen wie ein verwahrlosten Poet. Wo Amos Kollek bislang den Fokus auf zerbrechliche und meist sehr einsame Frauengestalten gelenkt hat, nimmt er sich in seinem neuen Film „Restless“ eine zerrüttete Vater-Sohn-Beziehung vor. Und voilà: Auch das kann er sehr eingängig erzählen.

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"Megane" (Glasses) von Naoko Ogigami

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Hurra! Wir sind im Urlaub!!!! Mitten im Berliner Winter im Cinestar 8. Das blaue Meer strahlt uns entgegen, wir spüren den Strand unter unseren Füssen und zu den entspannten Menschen möchten wir uns sofort dazugesellen. 90 Minuten leben wir ein Leben, das aus nicht vielmehr besteht als aus Morgengymnastik, viel gesundem japanischem Essen und Gespräche ohne viel Sinn.

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"Jesus liebt Dich" von Lilian Franck, Matthias Luthardt, Michaela Kirst, Robert Cibis

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Jesus was a Crowd Surfer

Berliner Olympiastadion, Menschenmassen, rhythmisches Klatschen, Sprechchöre... Kennt man, reicht trotzdem wieder nicht für drei Punkte. „Jesus-Jesus-Jesus!“. Halt. Die Hertha-Anhänger mögen ja verzweifelt sein, aber sie können nicht im Ernst glauben, dass Jesus sich für das gewöhnungsbedürftige Hauptstadt-Gekicke interessiert. Die, die wie Fußballfans aussehen, sind gar keine. Es sind evangelikale Christen, die aus aller Welt gekommen sind, um zur Weltmeisterschaft 2006 die Fans zu missionieren.

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14.02.08 21:14

"Sweet Food City" von Gao Wendong

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Draußen ist feindlich

Trotz ihres klangvollen Namens ist die Hochhaussiedlung "Sweet Food City" ungefähr der letzte Ort, an dem man gerne wohnen möchte. Zwischen Häusertrümmern, abbröckelnden Fassaden und Müllhalden gibt es hier vor allem eines im Überfluss: Jede Menge Dreck. Kaum vorstellbar, dass hier trotzdem Menschen leben. Von diesen Bewohnern erzählt der chinesische Regisseur Gao Wendong in seinem Film.

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