08.03.17 17:53

Zum Kinostart von WILDE MAUS: Das Interview mit Josef Hader

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Die Figuren, die Josef Hader spielt, sind oft Eigenbrötler und Grantler. Das gilt auch für Georg, den plötzlich arbeitslosen Musikkritiker und die Hauptfigur in Haders Regiedebüt WILDE MAUS (zur Rezension von Tiziana Zugaro). Der Film feierte im Wettbewerb der Berlinale 2017 seine Premiere und legte am Wochenende darauf in Österreich den erfolgreichsten Kinostart eines österreichischen Films seit 15 Jahren hin. In Deutschland kommt WILDE MAUS am 9. März ins Kino. Im Berlinale-Interview sprach Hader, der als Gesprächspartner kein bisschen grantelt, mit festivalblog.com über seine Arbeit vor und hinter der Kamera und das große Vertrauen, das ihm die Produktionsfirma Wega entgegenbrachte.

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05.03.17 21:44

Kinostart 02. März 2017: LOGAN von James Mangold

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Wolverine ist zurück und das düsterer als je zuvor. Steffen Wagner hat den Film bereits auf der Berlinale 2017 gesehen und besprochen.

18.02.17 18:53

Berlinale 2017: Die Bären

Goldener Bär für den Besten Film

TESTRÖL ES LELEKRÖL (On Body and Soul) von Ildikó Enyedi


Silberner Bär Großer Preis der Jury

FÉLICITÉ von Alain Gomis

Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet


POKOT (Spoor) von Agnieszka Holland

Silberner Bär für die Beste Regie

Aki Kaurismäki für die Regie von THE OTHER SIDE OF HOPE


Silberner Bär für die Beste Darstellerin

Kim Minhee für ihre Rolle in BAMUI HAEBYUN-EOSEO HONJA (On the Beach at Night Alone)


Silberner Bär für den Besten Darsteller

Georg Friedrich für seine Rolle in Helle Nächte


Silberner Bär für das Beste Drehbuch

Sebastián Lelio und Gonzalo Maza für das Drehbuch von UNA MUJER FANTÁSTICA


Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung aus den Kategorien Kamera, Schnitt, Musik, Kostüm oder Set-Design

Dana Bunescu für den Schnitt in ANA,MON AMOUR

Glashütte Original Dokumentarfilmpreis

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ISTIYAD ASBAH (Ghost Hunting) von Raed Andoni

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Die ersten Preise der Berlinale 2017 sind vergeben

Schon am Samstag Mittag haben die Unabhängigen Jurys ihre Preise in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Eindeutig heraus stach TESTRÖL ES LELEKRÖL (On Body and Soul) von Ildikó Enyedi. Der Film wurde von der Ökumenischen Jury als bester Film des Wettbewerbs ausgezeichnet und bekam ebenfalls den Preis der Filmkritiker (FIPRESCI) und den Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost.

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Welches Bärlein hättens denn gerne...?

Bärentipps? Bärentipps!

Geraune, Geflüster, wahlweise ratloses Schulterzucken...es ist nicht leicht, einen Tipp für die Verleihung der Berlinale-Bären abzugeben...in diesem Jahr, wie ich finde, ist es ganz besonders schwierig, Aber, nun gut, mutig voran:

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festivalblog::data

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Wir bloggen jetzt seit über 12 Jahren zur Berlinale. Um nicht zu erstarren, ist es wichtig immer wieder neue Dinge auszuprobieren. Wir haben dieses Jahr einen kleinen Testlauf mit einer Datenseite gemacht. Fragestellung: wie können wir die Daten zu Berlinale Filmen visualisieren. Angefangen haben wir mit einer Auswertung verschiedener Berlinale Kritiken. So kann man in einer Übersicht sehr schnell sehen, welche Wettbewerbsfilme gut und welche weniger gut bewertet wurden

Spätestens nächstes Jahr zur Berlinale 2018 werden wir die Seite mit neuen Ideen fortführen und offiziell starten.

FÜNF STERNE von Annekatrin Hendel (Berlinale 2017)

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Bei Ines wurde Krebs diagnostiziert und die Ärzte geben ihre nicht mehr viel Zeit. Ihre Freundin, die Dokumentarfilmerin Annekatrin Hendel beschliesst, zusammen mit Ines mehrere Wochen in einem Fünf Sterne Hotel an der Ostsee zu verbringen. Sie hat ein Stipendium vom Hotel. Sie nutzt es für einen Dokumentarfilm über Ines und filmt ihre Hotelzimmergespräche mit der Freundin.

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EL BAR (The Bar) von Álex de la Iglesia (Berlinale 2017)

Dreckiger kleiner Genrebastard, lass Dich drücken

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Sie sind eine bedrohte Art im Berlinale Wettbewerb, aber es gibt sie: kleine, unterhaltsame Genrefilme. Álex de la Iglesia liefert mit EL BAR einen erfreulich dreckigen Genrebastard ab, eine Schwarze Komödie gekreuzt mit einem Psychothriller und einem Schuss Zombiefilm abgeschmeckt. Sowas läuft dann im Wettbewerb außer Konkurrenz. Das ist aber ganz egal, besonders dann, wenn der Film im Programm direkt nach der schmierigen Gefühlssimulation RETURN TO MONTAUK von Schlöndorff läuft. Wie ein spanischer Brandy spült EL BAR dann den schlechten Geschmack aus dem Mund, den degoutante Altmännersentimentalitäten hinterlassen haben.

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LOGAN von James Mangold (Berlinale 2017)

Kleine Mutantin des Gemetzels

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Hugh Jackman war vor 17 Jahren zum ersten Mal der Mutant Wolverine (aka. James Howlett aka. Logan) auf der Leinwand in X-Men. Es folgten zwei weitere X-Men-Filme, eigene Wolverine Spin-Offs, Prequels zu X-Men, der übliche Verwertungswahnsinn im Marvel-Universe eben. LOGAN bringt das für Wolverine zu einem Ende. Zu einem Ende, dass man sich düsterer, brutaler und hoffnungsloser kaum vorstellen kann. Ging es in früheren Filmen darum, ob und wie eine Akzeptanz der Mutanten durch die Menschen möglich ist, kann davon im Jahr 2029 in der Welt von LOGAN keine Rede mehr sein. In den USA gibt es keine Mutanten mehr. Logan selbst ist ein versoffener Limousinen-Chauffeur. Und wo ist eigentlich Professor Xavier (Patrick Stewart)? (Im weiteren Verlauf folgen SPOILER)

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TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY 3D von James Cameron

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Nach Titanic hat James Cameron nun auch TERMINATOR 2 restauriert und als 3D aufbereitet. Auf der Berlinale hatte die 3D-Version Premiere. Dafür gab es wohl keinen besseren Ort als den Zoo- Palast. Wenn dieses unglaublich schöne Kino mit erwartungsfrohen Film- und Terminator Fans gefüllt ist, dann macht die Berlinale ihren Namen als Publikumsfestival alle Ehre.

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17.02.17 22:03

DREAM BOAT von Tristan Ferland Milewski (Berlinale 2017)

Let's take the boys to sea!

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Eine Kreuzfahrt ist das ultimative Klischee von Spießertum. Ältere, gut betuchte Paare, die sich am Buffet vollessen und ab und zu mal an Land gehen um eine Kirche oder einen Tempel zu besuchen. Höhepunkt: Das Essen mit dem Kapitän.

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ANA, MON AMOUR von Călin Peter Netzer (Berlinale 2017)

Beziehung auf der Analyse-Couch

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Eine große Liebe. Eine psychische Krankheit, die diese Liebe von Anfang an definiert. Eine Weiterentwicklung. Ein Scheitern. Der rumänische Regisseur Călin Peter Netzer seziert in ANA, MON AMOUR diese Liebe mit einem sehr klaren, sehr nahen und wohltuend nicht-wertenden Blick auf die beiden Hauptfiguren. Er zeigt – in drei verschiedenen, filmisch miteinander verwobenen Zeitebenen – wie das Paar gegen diverse Widrigkeiten kämpft, wie sich die Rollen innerhalb der Beziehung über die Jahre ändern, und wie ihnen diese Liebe dann letztlich doch abhanden kommt. ANA, MON AMOUR ist ein eindringliches, sehr gelungenes Psychogramm einer Liebe unter schwierigen Vorzeichen. Und Netzer ein talentierter Analytiker.

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MON ROT FAI (Railway Sleepers) von Sompot Chidgasornpongse (Berlinale 2017)

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Ein Zug wie ein Film.... oder ein Film wie ein Zug? Jedenfalls ein sehr langsamer Zug. Einen größeren Teil einer Filmkritik nimmt ja öfters die Inhaltangabe ein. Nicht hier, das längste in meiner Zusammenfassung ist der Name des Regisseurs: „Thailänder fahren Zug, Sompot Chidgasornpongse filmt.“

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BAMUI HAEBYUN-EOSEO HONJA (On the Beach at Night Alone) von Hong Sangsoo

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Langsame Filme haben es bei Berlinale-Kritikern nicht leicht. Die Besprechungen von HELLE NÄCHTE, dem schönen Wettbewerbsbeitrag von Thomas Arslan, waren dementsprechend zwiespältig. Morgens um 9:00h muss für übermüdete Journalisten einfach mehr passieren. Allerdings ist dies auch bei BAMUI HAEBYUN-EOSEO HONJA nicht der Fall (Pressevorführung ebenfalls um 9:00). Wie Arslan nimmt sich Regisseur Hong Sangsoo viel Zeit zum Erzählen.

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HAO JI LE (einen schönen Tag noch) von Liu Jian (Berlinale 2017)

Kein Platz für Träumer

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Eine Tasche voller Geld und eine Handvoll Menschen, die hinter diesem Geld her sind. Die Stimmung: düster, mit Einsprengseln von schwarzem Humor. Das Setting: eine kleine Stadt im Süden Chinas, Gegenwart. Die Umsetzung: hochstilisiert-reduzierte Animation. Liu Jian hat mit seinem zweiten animierten Langfilm HAO JI Le einen klassischen Film Noir vorgelegt – und zugleich einen schonungslosen Kommentar auf die Gier nach Geld in ihrer besonderen Ausprägung im heutigen China. Gangsterboss, Gelegenheitsdieb, Garküchenbesitzerin oder Profikiller: all diese Figuren sind von einer existentiellen Leere getrieben, die sich anscheinend nur durch sehr, sehr viele Banknoten mit Maos Konterfei darauf füllen lässt.

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16.02.17 19:51

WERNER NEKES – DAS LEBEN ZWISCHEN DEN BILDERN von Ulrike Pfeiffer (Berlinale 2017)

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Werner Nekes ist am 22.01.2017, zwei Wochen vor Eröffnung der Berlinale, verstorben. Die Vorführung von WERNER NEKES – DAS LEBEN ZWISCHEN DEN BILDERN ist daher mehr als eine Premiere. Sie ist eine Veranstaltung im Andenken an den Experimentalfilmer. Berlinale Festivalleiter Dieter Kosslick kommt vorbei und spricht ein paar einführende Worte. Der Filmkritiker Daniel Kothenschulte hält eine Laudatio.

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