
Wenn es einen Preis für den poetischsten Film des Wettbewerbs gäbe, dann müsste ihn eindeutig (Stand: heute) „Bal - Honig“ des türkischen Filmemachers Semih Kaplanoglu bekommen. Der Film entführt uns in eine andere Welt, irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit, in der das Rauschen der Blätter, das Knacken eines Astes oder die Spiegelung des Mondes in einem Wassereimer Ereignisse sind, die uns genauso in den Bann ziehen, wie die heißeste Actionszene in einem Thriller. Ein kleiner Junge namens Yusuf ist hier die Hauptfigur – und aus seiner Perspektive verfolgen wir staunend, wie schrecklich und wunderbar zugleich die Welt sein kann, wenn man sechs Jahre alt ist, Angst davor hat, vor der Klasse laut vorzulesen, in einem Holzhaus mitten in einem Wald mit riesigen Bäumen lebt, und wenn man einen Vater hat, der auf diese riesigen Bäume klettert, um dort den wertvollen schwarzen Honig zu finden.
Zu The Thin Red Line gab der Kurator der der Geburtstags-Retrospektive David Thomson nicht nur eine brillante Einführung (man kann dem Mann stundenlang zuhören wenn, er über Film spricht. Mein Gott, er war mit Terrence Malick essen!) sondern verkündete auch Niederschmetterndes: Offensichtlich wäre Malicks neuer Film The Tree of Life mit Sean Penn und Brad Pitt auf der Berlinale gelaufen, wenn sich die Postproduktion nicht verzögert hätte. Wenn man bedenkt, dass Malick seit in den letzten 41 Jahren nur fünf Filme gemacht hat und The Tree of Life eben Nummer 6 ist, ist das wirklich unfassbares Pech. This really pisses me off! Und wir regen uns über das Wetter auf.

Allzu schöne Menschen…
Der Fahrer mit breitem Kinn sieht gut aus und schweigt. Die Kleine ist wild und hübsch mit franzosenmäßiger Zahnlücke, der Bruder ein schöner Lockenkopf mit sensiblen Augen und der vierte Mitfahrer so ein selbstbewusster Skatertyp mit langen Haaren. Alle sehen also super aus, ziehen ihre T-Shirts ständig aus, aalen sich am Strand und es passiert, was passieren muss. Schweiger und Lockenkopf sowie Skater und Schwesterchen machen es. Es ist schließlich Sommer. Ach ja eine Pistole ist ganz Godard mäßig früh im Bild, um Spannung zu schaffen und es gibt Rückblenden in die Kindheit, um die Verschwiegenheit des Fahrers, die eigenartige sexuelle Spannung zwischen Bruder und Schwester zu erklären (nur der Skatertyp bleibt seltsamerweise ausgespart, ist eh nur Mittel zu Zweck). Diese vier sind unterwegs gen Süden, machen zwischendurch Station beim Bruder Fahrers, der eigentlich zu seiner Mutter will, um sie wegen des Selbstmords des Vaters (mit eben der Pistole) zu konfrontieren.

Waste Land von Lucy Walker hat den Panorama-Publikumspreis gewonnen. Der Film begleitet den brasillianischen Künstler Vik Muniz, bei einem seiner aufwendigsten Projekte: Einer Installation im "Jardim Gramacho". "Jardim Gramacho" liegt in einem armen Außenbezirk von Rio de Janeiro und ist eine der größten Mülldeponien der Welt: Die Menschen dort leben vom Müll, den sie sammeln undauf die unterschiedlichste Art wiederverwenden. Muniz hat die sogenannten Pflücker in sein Kunstprojekt einbezogen.
Lucy Walker hat schon 2007 mit Blindsight den Panorama-Publikumspreis gewonnen.



Es ist wieder so weit...die Verleihung der Goldbärchen findet heute Abend im Berlinale Palast statt. Zeit für Wetten auf Gewinner und Verlierer der Jubiläums-Berlinale sowie eine erste Rückschau. Please comment.

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Ausgebacken
Ditte stammt aus einer alten dänischen Familie die über Generationen ein Bäckereiimperium aufgebaut hat. Sie ist der Liebling ihres Vaters, dem Chef der Betriebes, selbst Galeristin und bekommt ein Jobangebot für New York. Am gleichen Tag stellt sie fest, sie ist schwanger von ihrem Freund, einem Künstler. Das ist die Ausgangsposition. Dann erfahren wir noch, dass ihr Vater gerade eine Krebstherapie überstanden hat, aber nun als geheilt gilt. Ditte entscheidet das Kind abzutreiben, N.Y. mit ihrem Freund soll die Zukunft sein. Es gibt noch eine Schwester und zwei deutlich jüngere Halbgeschwister, weil ihr Vater nochmals heiratet. Eine Patchworkfamilie, die offenbar leidlich funktioniert, so richtig erfährt man das nicht. Alles normal, bis Vattern doch wieder Metastasen hat und diesmal nur auf sein Ende warten kann.
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Was passiert, wenn der Mann, den du liebst, plötzlich zum fundamentalistischen Moslem mutiert? Wenn die Nähe und Gemeinsamkeit, die bislang die Beziehung zu einer glücklichen machte, in Frage gestellt wird von anderen Wertvorstellungen, einer anderen Art zu denken und die Welt zu beurteilen? Jasmila Žbanić, vor drei Jahren Gewinnerin des Goldenen Bären für „Grbavica – Esmas Geheimnis“, verortet diese Geschichte in Bosnien und erzählt sie aus der Perspektive der Frau. Entstanden ist ein Film, der klar Stellung bezieht und starke Momente hat, alles in allem aber erstaunlich brav daherkommt.

Ohne jeden Erfindergeist
Eine wie in Reihe gefertigte amerikanische Komödie mit einem Star in der Hauptrolle, glatt, mit vorhersehbaren Entwicklungen und nahe liegenden Konflikten und Charakteren, die alle wie aus einem Handbuch des Drehbuchschreibens entnommen scheinen: die esoterisch, etwas dämliche Exfrau mit nettem neuen Mann, der zum Gefährten des Helden wird, die superhübsche Tochter, die in einer Frauen WG lebt, in der Papa, gescheiterter und verfemter Unternehmer, einzieht und mit der lesbischen Mitbewohnerin erst Probleme hat, die dann natürlich zur Kumpel-Freundin wird.
Axle scheitert dramaturgiegerecht zunächst beim Job im Supermarkt, weil er dazu gemacht ist, den amerikanischen Traum zu leben und ganz allein und selbständig Großes zu vollbringen - nur diesmal wird er dabei seine Familie und vor allem seine Tochter nicht vergessen. Kennt man das nicht so oder ähnlich...?

Amar und Luna sind ein schönes, sehr verliebtes junges Paar, das in Sarajewo lebt. Sie arbeitet als Flugbegleiterin, er als Fluglotse. Sie scheinen ihr Leben und ihre Liebe intensiv zu genießen und wünschen sich ein gemeinsames Kind. Erst als Amar von seinem Job suspendiert wird, weil er während der Arbeit Alkohol getrunken hat, beginnt die heile Fassade zu bröckeln.

Puzzle legen und Malen nach Zahlen besetzen seit meiner Kindheit einen festen Platz auf der Top-Five-Liste der langweiligsten Freizeitbeschäftigungen, und ich erinnere mich noch gut an meine Versuche, durch den Einsatz einer kleinen Schere die nervtötende Prozedur abzukürzen. Es war daher kein Wunder, dass mich bereits beim Durchlesen der Inhaltsbeschreibung zu Natalia Smirnoffs Film ein leises Unbehagen beschlich.

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An einem unerwartet warmen Februarmorgen mit Tauwasser und vorsichtigen Sonnenstrahlen durch Berlin zum Kino zu laufen, erfüllt mit allerersten Frühlingsahnungen und Aufbruchstimmung. Vielleicht ist das ein Grund, aus dem mich dann Berlin Ecke Schönhauser so berührt; die Hoffnungen und Sehnsüchte, die die Hauptfiguren dieses Filmes treibt, ihr Trotz und Schwung und die Zuversicht, mit der der Held am Ende auf die Zukunft blickt. Berlin Ecke Schönhauser ist ein Film über das Beginnen und die Hoffnung, aus einer Zeit, in der Regisseur, Drehbuchautor und sicherlich auch der Großteil der Schauspieler sich trotz aller Probleme viel versprachen von der noch jungen DDR. Drehbuchtautor Wolfgang Kohlhaase sagt dazu, er habe die DDR damals für einen sauren, den Westen aber für einen faulen Apfel gehalten.

Ich bin's nicht, Adolf Hitler ist's gewesen
Endlich mal kein wohlwollender oder gleichgültiger Applaus nach der Vorführung, sondern schon während und dann nach dem Film Buhrufe und empörtes Gekeife. Da ist endlich mal abseits von Gefallsucht, Mainstream und gewohnter Autorenfilm Sprödigkeit ein Werk auf Widerstand und Wut getroffen. Ich fand ihn gelungen.
Kurz gesagt nimmt der Film sich alle künstlerischen Freiheiten die Geschichte von Ferdinand Marian zu erzählen, Hauptdarsteller in Jud Süß, dem wohl gelungensten, weil subtilsten Propagandafilm des Dritten Reichs. Roehlers Film, mit Tobias Moretti und Moritz Bleibtreu in den Hauptrollen, erzählt über die Verführbarkeit jedes Einzelnen, wenn man ihn mit Ruhm, Ansehen und Geld lockt - unabhängig von Regime und Zeit. Auch ein Film über die Filmindustrie der Nazis, die es mit Amerika aufnehmen wollte und dabei trotzdem ideologietreue Filme fabrizierte.

Mein Taxifahrer ist genervt. Nicht nur von der hupenden und hetzenden Meute hinter ihm. Ihn nervt vor allem, dass er als ausgebildeter Ingenieur Taxifahren muss. Er hat dies schon zu Studienzeiten gemacht, doch inzwischen ist das etwas anderes. Seine Erwartungen und auch die Erwartungen der Gesellschaft an sein Leben haben sich geändert. Oft ist es nicht die Situation an sich, die sie unerträglich macht, sondern die Fallhöhe, aus der man in sie gelangt. Das verbindet meinen Taxifahrer mit Greta aus Tatjana Turanskyjs Debütfilm Eine flexible Frau.

Der Feind in meinem Bett
Vier junge Menschen Anfang 20 driften durch ihr Leben, mit oder ohne Job, Freundin, Plan oder Antrieb. Dazu gibt es einen Serienmörder, über den zwischen Soap Operas im Fernsehen berichtet wird. Nebenan wohnt ein Hellseher, den man für eine Puffmutter hält und ansonsten wird viel über nichts geredet und dazu getrunken. Was Studenten und junge Menschen eben so tun und denken. In Tokyo oder sonstwo. Dann kommt ein blondierter Stricher in die WG und erst weiß keiner, wer ihn mitgebracht hat, dann ist aller Freund und Kummerkasten, Nacktmodell und kleiner Bruder.
Regisseur Yukisada interessierten - wie er vor der Vorführung sagte - die Reaktion junger Leute hier in Europa auf seinen Film. Kennen sie das? Sicher tun sie. So what? Den Dreh ins Abstruse, wenn der WG-Hauptmieter und einzige mit Job und Karriere der Killer im silbernen Space Anzug ist und all wussten es schon lang, aber dachten sich: egal, jeder macht halt SEIN Ding. Das nimmt einen alles nicht mit. Oder bin ich auch schon abgestumpft?




Das ZDF sendet in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag in heute nacht um 00.20 Uhr einen Beitrag über festivalblog. Wer nicht solange aufbleiben kann: der Beitrag bleibt noch eine Woche in der ZDF Mediathek online abrufbar.

Schuld und Sühne
Berlin Kreuzberg ist der Ort, aber der Film hätte bis auf die Großstadtfluchtmöglichkeiten auch in einem bayerischen Dorf spielen können, wo jeder jeden kennt und die Kirche und der Katholizismus noch eine wichtigere Rolle spielen. Schuldgefühle, die Religion den Menschen auflegt, wenn sie Regeln brechen und tun, was sie fühlen oder einen Fehler gemacht haben, quält diese Figuren. Aber eigentlich quälen sie sich selbst. Es geht um drei junge Menschen, die in Konflikt mit vermeintlichen Zwängen ihrer Religion, dem Islam, geraten und - aus sich selbst heraus, nicht durch Druck der Gemeinschaft - meinen mit Gott in Konflikt geraten zu sein.
Die junge Maryam, Tochter eines liberalen Imans, hat eine Abtreibung hinter sich und in einer Mischung aus Schuld und Nebenwirkung der Medikamente beginnt sie Zeichen der drohenden, persönlichen Apokalypse zu sehen. Der Polizist Ismail hat aus Versehen einen Jungen erschossen und fühlt sich zwischen Schuld gegenüber der bosnischen Mutter und seiner eigenen Familie hin und hergerissen. Samir, der bis dato selbstverständlich und gelassen seinen Glauben lebte, entdeckt, dass er offenbar homosexuell ist. Das ängstigt ihn und er glaubt wie alle anderen drei Protagonisten: Wenn es Gott gibt, kann er das nicht gewollt haben.

Wieviel Grausamkeit kann ein Mensch ertragen bevor er zurückschlägt? Wann zerreißt die innere Spannung? Das sind uralte Fragen, auch im Kino, aber selten habe ich sie so konzentriert und konsequent auf der Leinwand gesehen wie in „Shekarchi“ – The Hunter des iranischen Regisseurs Rafi Pitts. Der Film spielt in Teheran kurz vor den Wahlen im Jahr 2009. Ali, die Hauptfigur (gespielt von Pitts selbst), lebt bereits vor der Katastrophe, die als Initialzündung für den Film funktioniert, unter ständiger Anspannung. Mit wenigen Szenen gelingt es Pitts, diese Spannung aufzubauen, ohne die der weitere Verlauf der Geschichte nicht nachvollziehbar wäre. Das Faszinierende dabei: Er psychologisiert nicht, er erklärt nicht, er zeigt nur: und trotzdem, oder gerade deshalb, ist man als Zuschauer von Anfang bis Ende von dieser Figur und ihrer Geschichte gebannt.

Täglich nur auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein und sich dabei trotzdem als richtig guter Mensch fühlen, dass ist das Lebensdilemma der New Yorkerin Kate. Nicole Holofcener stellt in ihrem außer Konkurrenz laufenden Wettbewerbsbeitrag eine nach außen hin durchaus sympathische New Yorker Vintage-Möbelhändlerin in den Mittelpunkt, die es mit dem Aufkaufen von Möbeln gerade Verstorbener und dem Weiterverkauf dieser Stücke zu horrenden Preisen zu Wohlstand gebracht hat.

...und der Väter Väter Väter Väter (Monty Python, Life of Brian)
So ehrlich muss Dokumentarfilm sein. So tief und erhellend und mutig kann er sein. Der junge, hochsympathische Regisseur und „Darsteller“ Jan Raiber beschloss, seinen ersten Film über die Suche nach seinem leiblichen Vater zu machen. Er offenbart die Idee zunächst seinen Geschwistern. Sein Bruder ist schockiert, weil er dachte, sein Vater sei auch Jans Vater "krass, krass" kann er immer nur sagen; die Schwester wusste um die Halbbruderschaft, hat aber immer geschwiegen. Mama und Papa ahnen was, als Jan von seinem Filmprojekt erzähllt, und unterstützen ihn bald in aller Ehrlichkeit, Befangenheit, Scham, begleitet von eigenen Ängsten und verdrängten Konflikten.
Alle meine Väter ist ein Film über das Paradox, dass es am allerschwierigsten ist, mit den Leuten über etwas sehr persönliches zu sprechen, die einem am nächsten stehen: der eigenen Familie.

Die Säge an den Stamm gesetzt
Wagner in voller Lautstärke zum Aufwachen ist nicht jedermanns Sache. Der 77 Jährige Frédérick liebt es. Und er liebt den Baum, den er 1947 vor dem Haus gepflanzt hat. Sonst ist er was die Amerikaner einen „grumpy old fart“ nennen - wie es scheint.
Er hat ein aufgrund eines Schwurs ein lebenslanges Verhältnis zu Bäumen, und die Familie ist mit dem Holz zu Wohlstand gekommen. Alle Generationen nebst Angetrauten und Geschiedenen hat sich eingefunden, weil der älteste Sohn zu Grabe getragen wurde. Doch Frédérick war nicht dabei. Dem Fernbleiben folgt familientypisches Schweigen von einigen und Schimpfen von anderen. Der jüngere Sohn Guilliaume hat ein Alkoholproblem und auch eines mit seinem Vater, das an diesem Abend wieder ausbricht. Die Enkelin und Tochter des Toten mag ihren Opa, aber ist erschüttert, dass sie nicht traurig über den Tod ihres Vaters ist. Sie hatte zu ihm so wenig ein Verhältnis wie ihr Vater zu Frédérick. Das nur einer der Belege in diesem Film, wie Fähigkeiten und Unfähigkeiten an die nächste Generation weitergereicht werden. Und dann ist da noch Marianne, die Großmutter, die beschwichtigt und wartet - und mit Frédérick seit 50 Jahren ein Geheimnis hütet.
Mehr: " L'arbre et la forêt (The Family Tree) von Olivier Ducastel, Jacques Martineau " »

Fußmatten und Klingelschilder auf denen die Besucher mit "Willkommen" begrüßt werden, sollten immer auch Anlass zur Skepsis geben, denn häufig ist der Besucher gerade in diesen Häusern nur begrenzt gerne gesehen. So verhält es sich auch bei den Rileys im neuen Film von Jake Scott. Trotz eines großflächigen entsprechend beschrifteten Klingelschildes leben die beiden Hausbewohner abgeschottet in ihrer eigenen Welt.



Rettenberger läuft, im Kreis, im Gefängnishof. Mit dieser Sequenz beginnt die Geschichte, aber für den ehemaligen Bankräuber ändert sich nicht viel, nachdem er das Gefängnis verlassen hat. Er bleibt ein Hamster in seinem Laufrad. In monotoner Folge trainiert er, gewinnt einen Marathon und raubt Banken aus. Weder für das Laufen noch für das Bankausrauben hat sich Rettenberger entschieden. Sie sind sein Instinkt.

Japan, Anfang der 40er Jahre. Eine junge Frau schreit: „Das ist nicht mein Mann! Das Ding da ist nicht mein Mann!“ „Das Ding“ ist ein junger Soldat, der als hoch dekorierter Veteran aus dem zweiten japanisch-chinesischen Krieg in sein kleines Dorf zurückkehrt – ohne Arme, ohne Beine, taub, sprachlos und mit von Brandwunden entstelltem Gesicht. Von der Ehefrau wird nun ganz selbstverständlich erwartet, dass sie sich aufopferungsvoll um den Kriegshelden kümmert und so die „Heimatfront“ stärkt. Nach dem ersten Schock stellt sich die Frau dieser Aufgabe dann auch.