PAUL BOWLES: THE CAGE DOORE IS WIDE OPEN von Daniel Young

Gähn! 18 Jahre hat Daniel Young für diesen Film gebraucht. Der Weg bis zur Volljährigkeit hat PAUL BOWLES: THE CAGE DOOR IS ALWAYS OPEN nichts genutzt. Konventionell und brav chronologisch arbeitet der Film sich Punkt für Punkt entlang des des Lebens von Pauls Bowles. Er lässt Zeitzeugen, Freunde und Begleiter auftreten und Sätze sagen, die sie so schon in zig Dokumentationen über die 30er Jahre in NY, die 40er in Paris, die Beats, die Hippies, William Burroughs, die Homosexuellen Bewegung, die amerikanische Literatur der 50er und 60er, Jane Bowels und all die Kifferpoeten Biopics und Tanger Stadtportraits gesagt haben dürften. Alles zig Mal gesehen und gehört und gelesen, wer sich für amerikanische (Exilanten)Literatur Mitte des letzten Jahrhunderts interessiert. Und im Vergleich schon zig mal kreativer, versierter und kritischer gesehen und gelesen, wer Bowles war und warum.
Was das Panorama bei der Auswahl dieses Films geritten hat, ist ein Rätsel. Vielleicht trübt der Wunsch, möglichst viele Filme, die irgendwie mit Homosexualität zu tun haben in der Sektion zu zeigen, auch manchmal den kritischen Blick.
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