Blog-Artikel von Andreas Tai

28.06.17 13:45

FILMFEST MÜNCHEN: AMERICAN VALHALLA von Andreas Neumann und Joshua Homme

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Josh Homme ist ein Rocker. Er macht das gleich mal klar, als er nach der Vorführung von AMERICAN VALHALLA, lässig, mit einer Bierflasche in der Hand die Bühne betritt. "Let's gonna fucking sit at the front of the stage". Und so sitzen er, Co-Regisseur Andreas Neumann und der Moderator am Rande der Bühne im Carl-Orff-Saal am Gasteig. Schon bald steckt sich Homme eine Zigarette an. Das Rauchen an Veranstaltungsorten ist zum symbolischen Akt geworden. Wer dies in Deutschland noch macht (und das sagt einiges über unsere Zeit), hat entweder Heiligenstatus erlangt (wie ehemals Helmut Schmidt) oder er "just gives a FucK" (wie Josh Homme).

Zugegeben, ich bin ignorant. Ich wusste bis zum Film nicht einmal, dass Homme Sänger der Queens of the Stone Age ist, geschweige denn, dass er die Kultband Kyuss und die Eagles of Death Metal (mit-)begründet hat. Daher sei ihm alles großzügig verziehen (auch, dass er sich im Film wirklich "sehr" cool gibt). Er ist halt eine feste Größe im Rock 'n' Roll.

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Für Fans von Josh Homme und Iggy Popp hat AMERICAN VALHALLA einiges zu bieten. Es kommt sehr gut rüber, wie das POST POP DEPRESSION Album mit Iggy Pop 2015 entstanden ist und wie sich die beiden Rock-Ikonen kennengelernt haben. Überraschenderweise hatte sich Iggy Pop an Josh Homme gewandt, nicht umgekehrt. Nach einigen Brief(!)wechseln, haben Iggy und Josh dann zusammen mit Queens of the Stone Age Gitarrist Dean Fertita und Artic Monkey Drummer Matt Helders im "Wüstenstudio" Rancho De La Luna das Album eingespielt. Der Film hört hier aber nicht auf. Er zeigt auch, wie sie später (verstärkt durch Queens of Stones Age Gitarrist Troy Van Leeuwen) auf Tour gehen. Die Konzertaufnahmen gehören ohne Zweifel zu den stärksten Szenen im Film. Wenn man Iggy Pop live auf der Bühne sieht, dann gibt es keine Zweifel, dass er einer der letzten richtigen Rockstars ist. Auch die Interviewszenen mit ihm sind sehenswert. Sie zeigen einen sensiblen, komischen wie ernsthaften Ausnahmekünstler.

Was bleibt zu sagen? Musikliebhaber dieser Welt: Schaut Euch AMERICAN VALHALLA an. Der Film ist eine gelungene Hommage an den Rock 'n' Roll und Iggy Pop.

27.06.17 14:22

FILMBEST MÜNCHEN: COLUMBUS von Kogonada

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Selten haben Architektur und menschliche Schicksale so beeindruckend zusammen gefunden wie in COLUMBUS von Kogonada.

Jin (John Cho) kommt nach Columbus. Die Stadt hat nur 40.000 Einwohner, aber eine überproportional große Anzahl an bedeutenden Gebäuden von zeitgenössischen Architekten. Jin kommt nicht wegen der Architektur. Sein Vater, ein koreanischer Architekturprofessor, ist zusammengebrochen und hat seitdem sein Bewusstsein nicht wiedererlangt.

Er trifft Casey (Haley Lu Richardson), eine june Bibliotheksangestellte, die sich von den Gebäuden ihrer Stadt stark angezogen fühlt. In den Momenten ihres Zusammenseins finden sie durch die Gebäude in ihre eigene Geschichte.

Columbus ist ästhetisch herausragend. Aber nicht nur das: Kogonada widmet sich seinen Figuren mit großer Einfühlsamkeit. Behutsam, wie ein gute Freund, nähert sich die Kamera Jin und Casey, als ob sie von ihrer Verletzlichkeit wüsste.

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Zu einem außergewöhnlichen Erlebnis wird COLUMBUS insbesondere auch durch John Cho (bekannt durch seine Rolle als Lieutenant Sulu in STAR TREK BEYOND) und Haley Lu Richardson. Ihr Spiel erfüllt den Raum im kleinen Kino der Hochschule für Film und Fernsehen, dass man alles um sich herum vergisst.

Es gibt diesen Moment, wenn man das Kino verlässt, durch eine Zeitschleuse geht und wieder in der eigenen Wirklichkeit ankommt. Bei vielen Filmen ist es wie ein Fingerschnippen. Doch dieses Mal dauert es länger. Etwas bleibt da, in Columbus.

Filmfest München: Galavorstellung Sofia Coppola

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Wenn man sie da vorne sieht, könnte man fast denken, hier steht eine Prinzessin. München bereitet Sofia Coppola einen Empfang, als sei sie die königliche Abgesandte aus einem fernen Märchenland. Vielleicht ist es Coppola auch ein wenig unangenehm. Ihre Worte sagen: "Danke für die Blumen!" Ihre Körpersprache sagt: "Hey, ich bin doch nur eine Künstlerin, die ihr Ding macht."

Dabei ist es schon eine kleine Sensation, dass die Regisseurin nach München gekommen ist. Ihre Filme werden weltweit verehrt. Wie zum Beleg stellt Film-Professorin Michaela Krützen in ihrer Laudatio eine Umfrage unter Studenten in den Mittelpunkt. Welchem Regisseur, welcher Regisseurin sollte die nächste Ausgabe einer Filmzeitschrift gewidmet sein? Sofia Coppola gewann.

Die Laudatio war Teil einer rundum gelungenen Gala. Michael Stadler moderierte mit bekanntem Charm und Witz, Diana Iljine war sympathisch spontan und zu Beginn spielte ein Jazz-Quartett drei Songs aus Coppolas Filmen. Als Coppola später sagte: "I didn't know that Germans can be so funny" durfte man das ruhig als Kompliment verstehen.

Über Coppolas neuesten Film DIE VERFÜHRTEN wurde in der Presse bereits viel im Rahmen von Cannes berichtet. Der Film gewann den Regiepreis. Der sehr nüchterne Stil mag vielleicht nicht jedem gefallen. Für alle, die am Gesamtwerk von Coppola interessiert sind, ist die Neu-Verfilmung des Südstaaten-Dramas natürlich trotzdem ein Muss.

26.06.17 9:48

FILMFEST MÜNCHEN: FLESH AND BLOOD von Marc Webber

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Manche Filmemacher sind wie Wissenschaftler. Sie pirschen sich an die Wirklichkeit heran. Sie experimentieren mit Möglichkeiten von Wahrhaftigkeit. So auch Marc Webber, Regisseur und Hauptdarsteller von FLESH AND BLOOD. Seine Form zu filmen ist schonungslos. Webber liefert sich aus, rückt seine Person, die Menschen, die er liebt und ihn umgeben, in den Mittelpunkt des Filmgeschehens.

Der Film beginnt mit der Gefängnisentlassung von Marc, gespielt von Marc (Webber). Er wird von seiner Mutter Cheri abgeholt. Er zieht wieder zu ihr und seinem 13-jährigen Halb-Bruder Guillermo. Beide sind keine Fiktion. Sie sind Mutter und Bruder von Marc Webber. Marcs langsames Tasten zurück ins raue Leben bietet Anlass für einen genauen Blick auf die Verarmung in Philadelphia. Was ist dabei Wahrheit, was Fiktion? Es lässt sich nur schwer erkennen. Marc Webber lässt beides fließend ineinander übergehen.

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Er zeigt, wie seine Mutter eine Rede für die Kandidatur zur Vize-Präsidentschaft probt. Tatsächlich ist Cheri Honkala 2012 für die Grünen als US-Vize-Präsidentin angetreten. Im Film wie im wahren Leben engagiert sie sich für die Rechte der Obdachlosen.

Als Marc seinem Bruder Guillermo eine Videokamera schenkt, nutzt dieser sie für einen Film im Film. Er lässt Marc, Cheri und seinen drogenabhängigen Vater von ihrem Schicksal erzählen. Aus den Geschichten verbinden sich einzelne Puzzelteile zur Vergangenheit.

Webbers Experiment geht auf ganzer Linie auf. Viele Bilder sind in ihrer Unmittelbarkeit ergreifend. FLESH AND BLODD zeigt das Amerika, in dem Webber aufgewachsen ist: ein Milieu der Vergessenen ohne Perspektive.


24.06.17 16:14

FILMFEST MÜNCHEN: UN BEAU SOLEIL INTÉRIEUR von Claire Denis

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Über die Liebe reden und reden und reden. Und reden und reden und reden. Und reden und reden und reden. Das kann letztlich niemand so gut und schön wie der französischer Autorenfilm. Was will ich in der Liebe? Welcher Partner ist der richtige? Wie ernst ist es meiner Affäre? Was änderst sich, wenn wir miteinander schlafen? Ist dann der Zauber weg? Fragen, die sich einer frustrierte Generation 40+ besonders vehement stellen. Sie hat ja jede Konstellation schon einmal durchlebt, ohne dabei glücklicher zu werden. Juliete Binoche spielt diese Verzweiflung mit Bravour. Das beständige Hinterfragen von Verlangen, Liebe und Sehnsucht treibt sie und ihre Liebhaber an den Rande des Wahnsinns.

Die Regisseurin Claire Denis hat erst mit 40, angefangen eigene Filme zu drehen. Vorher war sie u.a. bei Wim Wenders und Jim Jarmusch Regieassistentin (z.B. für HIMMEL ÜBER BERLIN und DOWN BY LAW). Mit ihrem Erstlingswerk CHOCLOAT (nicht zu verwechseln mit CHOCOLAT von Lasse Hallström) gelang ihr 1988 gleich der Durchbruch. UN BEAU SOLEIL INTÉRIEUR ist nun ihr 13. Spielfilm. Formal und ästhetisch ist der Film zwar ansprechend, aber auch nicht außergewöhnlich. Er ist eine sehr gut Momentaufnahme unserer Zeit und veranschaulicht die Unmöglichkeit, dem Labyrinth von Fragen, in das wir mit der Überantwortung unseres eigenen (Liebes-)Glücks gestoßen wurden, zu entkommen.

23.06.17 13:44

Filmfest München 2017

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Geprüft habe ich es nicht. Aber ich bin mir sicher. Jede Berichterstattung habe ich mit einem Vergleich zwischen dem Münchner Filmfest und der Berlinale begonnen. Dieses Mal soll ein Foto reichen. Es sagt mehr als Worte.

Neben dem Sommer hat #ffmuch aber (wieder einmal) ein sehr gutes Programm. Gestern wurde es mit UN BEAU SOLEIL INTÉRIEUR von Claire Denis eröffnet und auch der neueste Film von Sofia Coppola, DIE VERFÜHRTEN ist mit dabei. Das Filmfest widmet der (darf man das noch sagen?) Jung-Regisseurin eine Retrospektive. Der besondere Clou: Festivalleiterin Diana Iljine hat auch Sofia Coppola selbst nach München geholt. Am Montag wird für Copolla der rote Teppich ausgerollt. Vorher steht sie für FILMAKERS LIVE in der Black Box Rede und Antwort (leider ist der Event schon lange ausverkauft). Fast als Kontrapunkt ist die zweite Retrospektive dem deutschen (das darf man bestimmt auch nicht sagen) Alt-Regisseur Reinhard Hauff gewidmet. Er hat u.a. STAMMHEIM und LINIE 1 aber auch DER MANN AUF DER MAUER mit Marius Müller-Westernhagen gedreht.

Traditionell finden sich weitere Entdeckungen aus Cannes im Programm. Neben UN BEAU SOLEIL INTÉRIEUR und DIE VERFÜHRTEN auch Michael Hanekes HAPPY END, FORTUNATA mit Jasmine Trinca (ausgezeichnet als beste Schauspielerin in der Sektion UN CERTAIN REGARD), CLOSENESS (Preis Filmkritik UN CERTAIN REGARD) und der Cannes Eröffnungsfilm LES FANTÔMES D’ISMAËL mit Charlotte Gainsbourg und Marion Cotillard. Wenn das Wetter mitspielt, dann gibt es was auf die Ohren (ich meine nicht die Bud Spencer Doku SIE NANNTEN IHN SPENCER, die auch gezeigt wird). Unter dem Motto LOUD AND FAMOUS laufen u.a. die Konzertfilme NEIL YOUNG: HEART OF GOLD, ZIGGY STARDUST AND THE SPIDERS FROM MARS und FALCO: DONAUINSEL LIVE. Das Münchner Filmfest im Sommer ist damit herrlich erfrischend wie ein Sprung in den Swimming Pool. Also: "Hinein ins Vergnügen"!

05.03.17 21:44

Kinostart 02. März 2017: LOGAN von James Mangold

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Wolverine ist zurück und das düsterer als je zuvor. Steffen Wagner hat den Film bereits auf der Berlinale 2017 gesehen und besprochen.

18.02.17 18:53

Berlinale 2017: Die Bären

Goldener Bär für den Besten Film

TESTRÖL ES LELEKRÖL (On Body and Soul) von Ildikó Enyedi


Silberner Bär Großer Preis der Jury

FÉLICITÉ von Alain Gomis

Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet


POKOT (Spoor) von Agnieszka Holland

Silberner Bär für die Beste Regie

Aki Kaurismäki für die Regie von THE OTHER SIDE OF HOPE


Silberner Bär für die Beste Darstellerin

Kim Minhee für ihre Rolle in BAMUI HAEBYUN-EOSEO HONJA (On the Beach at Night Alone)


Silberner Bär für den Besten Darsteller

Georg Friedrich für seine Rolle in Helle Nächte


Silberner Bär für das Beste Drehbuch

Sebastián Lelio und Gonzalo Maza für das Drehbuch von UNA MUJER FANTÁSTICA


Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung aus den Kategorien Kamera, Schnitt, Musik, Kostüm oder Set-Design

Dana Bunescu für den Schnitt in ANA,MON AMOUR

Glashütte Original Dokumentarfilmpreis

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ISTIYAD ASBAH (Ghost Hunting) von Raed Andoni

...und passend zum Golden Bear das letzte Berlinale Beer. Good Bye and see you at Berlinale 2018.

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Die ersten Preise der Berlinale 2017 sind vergeben

Schon am Samstag Mittag haben die Unabhängigen Jurys ihre Preise in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Eindeutig heraus stach TESTRÖL ES LELEKRÖL (On Body and Soul) von Ildikó Enyedi. Der Film wurde von der Ökumenischen Jury als bester Film des Wettbewerbs ausgezeichnet und bekam ebenfalls den Preis der Filmkritiker (FIPRESCI) und den Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost.

Auch die renommierten Panorama Publikumspreise sind nun vergeben.

Als Spielfilm gewann INSYRIATED von Philippe van Leeuw, in der Sektion Dokumentarfilm der viel beachtete und Oscar nominierte Film I AM NOT YOUR NEGRO von Raoul Peck.

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Wir bloggen jetzt seit über 12 Jahren zur Berlinale. Um nicht zu erstarren, ist es wichtig immer wieder neue Dinge auszuprobieren. Wir haben dieses Jahr einen kleinen Testlauf mit einer Datenseite gemacht. Fragestellung: wie können wir die Daten zu Berlinale Filmen visualisieren. Angefangen haben wir mit einer Auswertung verschiedener Berlinale Kritiken. So kann man in einer Übersicht sehr schnell sehen, welche Wettbewerbsfilme gut und welche weniger gut bewertet wurden

Spätestens nächstes Jahr zur Berlinale 2018 werden wir die Seite mit neuen Ideen fortführen und offiziell starten.

FÜNF STERNE von Annekatrin Hendel (Berlinale 2017)

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Bei Ines wurde Krebs diagnostiziert und die Ärzte geben ihre nicht mehr viel Zeit. Ihre Freundin, die Dokumentarfilmerin Annekatrin Hendel beschliesst, zusammen mit Ines mehrere Wochen in einem Fünf Sterne Hotel an der Ostsee zu verbringen. Sie hat ein Stipendium vom Hotel. Sie nutzt es für einen Dokumentarfilm über Ines und filmt ihre Hotelzimmergespräche mit der Freundin.

Das Ergebnis ist der Film FÜNF STERNE. Auf der Berlinale 2017 hatte er in der Sektion Panorama Dokumente seine Premiere. Die Filmemacherin betont vor der Vorführung und in anschließenden Q&A, wie persönlich dieser Film sei. Sie nutzt den Film für sich, um sich mit ihrer Freundin auseinanderzusetzen. Es ging weniger darum, ein filmisches Kunstwerk abzuliefern.

So lässt der Film mich auch etwas ambivalent zurück. Auf der einen Seite ist der persönliche Zugang sehr berührend. Henkel lässt Ines erzählen, wie Facebook ihr Leben radikal verändert hat, ihre Ehe in die Brüche ging und sie der Faszination einer Online-Liebe erliegt. Die Filmaufnahmen bringen uns Ines ohne Zweifel näher. Wir sind dabei, wie sie nach einem U-Turn in ihrem Leben noch auf die Kurve zurückschaut. Auf der anderen Seite fragt man sich, ob ein Dokumentarfilm auf der Berlinale nicht mehr Distanz mitbringen müsste, damit er sich klar von einem Privatvideo absetzt.

Wie so oft kommt es darauf an, welche Maßstäbe man an einen Film anlegt. Mit Sicherheit wird FÜNF STERNE dem eigenen Anspruch voll und ganz gerecht.

TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY 3D von James Cameron

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Nach Titanic hat James Cameron nun auch TERMINATOR 2 restauriert und als 3D aufbereitet. Auf der Berlinale hatte die 3D-Version Premiere. Dafür gab es wohl keinen besseren Ort als den Zoo- Palast. Wenn dieses unglaublich schöne Kino mit erwartungsfrohen Film- und Terminator Fans gefüllt ist, dann macht die Berlinale ihren Namen als Publikumsfestival alle Ehre.

Im Gespräch nach der Vorführung bringt es James Cameron dann auf den Punkt: vielleicht noch wichtiger als die neue räumliche Dimension ist es, T2 wieder auf der großen Leinwand zeigen zu können.

Wenn dann der Vorspann mit seiner martialischen Musik beginnt, dann erfühlt es einem noch immer mit leichten Schaudern. Und tatsächlich: Der Terminator kann sich auch nach 25 Jahren noch sehen lassen! Viele Effekte verblüffen weiterhin und nicht zuletzt die Selbstironie des Films macht ihn äußerst unterhaltsam.

Die neue Räumlichkeit fügt TERMINATOR 2 eine weitere Qualität hinzu. Die Wiederaufbereitung ist ohne Zweifel sehr gelungen. Sie funktioniert auch deshalb, weil Cameron schon damals mit räumlicher Tiefe gedreht hat.

Im Laufe der 138 (!) Minuten gewöhnt sich das Auge schnell an den 3D-Effekt und die Begeisterung ist natürlich am Anfang am größten. Dieses ist aber es leicht zu verschmerzen und die Freude, diesen Kult-Klassiker wieder im Kino sehen zu können, überwiegt.

17.02.17 16:56

BAMUI HAEBYUN-EOSEO HONJA (On the Beach at Night Alone) von Hong Sangsoo

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Langsame Filme haben es bei Berlinale-Kritikern nicht leicht. Die Besprechungen von HELLE NÄCHTE, dem schönen Wettbewerbsbeitrag von Thomas Arslan, waren dementsprechend zwiespältig. Morgens um 9:00h muss für übermüdete Journalisten einfach mehr passieren. Allerdings ist dies auch bei BAMUI HAEBYUN-EOSEO HONJA nicht der Fall (Pressevorführung ebenfalls um 9:00). Wie Arslan nimmt sich Regisseur Hong Sangsoo viel Zeit zum Erzählen.

Gefühlte 90% des Filmes besteht I MBB BVB. aus Gesprächen. Fast immer beteiligt ist die Hauptfigur Younghee. Sie sinniert mit ihrer Freundin über ihr Leben, trifft zufällig ehemalige Kollegen oder diskutiert angetrunken mit flüchtigen Bekannten beim Abendessen. .

Nur in kleinen Etappen und wohldosiert gibt Hong Sangsoo etwas über das Leben von Younghee preis. Dadurch entsteht eine dramaturgische Spannung, die, wenn man sich darauf einlässt, mitreisst. Die Handlung als ein sich stetiges Ändern einer Erzählsituation ist von untergeordneter Bedeutung. Im Gegenteil: Was geht in Younghee vor? Welche Geschichte hat sie bis hierhin gebracht? Meisterhaft malt Hong Sangsoo mit filmischen Mitteln ein Lebensgefühl als Gemälde. Die übrig gebliebenen Stellen werden durch die Projektion unserer eigenen Geschichte vollendet.

16.02.17 19:51

WERNER NEKES – DAS LEBEN ZWISCHEN DEN BILDERN von Ulrike Pfeiffer (Berlinale 2017)

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Werner Nekes ist am 22.01.2017, zwei Wochen vor Eröffnung der Berlinale, verstorben. Die Vorführung von WERNER NEKES – DAS LEBEN ZWISCHEN DEN BILDERN ist daher mehr als eine Premiere. Sie ist eine Veranstaltung im Andenken an den Experimentalfilmer. Berlinale Festivalleiter Dieter Kosslick kommt vorbei und spricht ein paar einführende Worte. Der Filmkritiker Daniel Kothenschulte hält eine Laudatio.

In ihrem Dokumentarfilm nähert sich die Regisseurin Ulrike Pfeiffer behutsam dem Werk von Werner Nekes. Sie zeigt Ausschnitte aus seinen Experimentalfilmen und Teile aus Nekes umfangreicher Sammlung zu den Frühformen des bewegten Bildes. Teile aus dieser Sammlung werden von Nekes kommentiert. Er macht dies eloquent und treffsicher, jedes Wort sitzt. Seine Neugier auf die Prinzipien des filmischen Sehens ist ansteckend.

Zusammengehalten wird der Film von Gesprächen mit seinem ehemaligen Kameramann Bernd Upnmoor und mit Alexander Kluge, der sich wie gewohnt als Meister der assoziativen kulturgeschichtlichen Konversation erweist.

Für diejenigen, die sich bisher wenig mit Nekes Werken auseinandergesetzt haben, bringt der Film auch Überraschendes. So ging Christoph Schlingensief bei dem Filmkünstler praktisch in die Lehre und Helge Schneider war nicht nur mit Nekes befreundet, sondern spielte auch in Nekes Spielfilm JOHNNY FLASH die Hauptrolle. Ein Foto zeigt Nekes zusammen mit Joseph Beuys. Im Publikumsgespräch stellt sich heraus, dass Nekes einen 11-minütigen Kurzfilm mit und über Beuys gedreht hat. Der Titel ist der gleiche wie der diesjährige Wettbewerbsbeitrag auf der Berlinale: BEUYS.

Regisseurin Ulrike Pfeiffer und ihr Kameramann Bernd Meiners finden einen guten Rhythmus. Sie lassen Nekes ausreichend Raum, seinen Bewegtbild-Ansatz zu erklären oder direkt zu demonstrieren. So wird WERNER NEKES – DAS LEBEN ZWISCHEN DEN BILDERN zu einer eindrucksvollen wie auch anschaulichen Hommage.

15.02.17 18:07

REVOLUTION OF SOUND. TANGERINE DREAM von Margarete Kreuzer (Berlinale 2017)

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Wer in den 70er oder 80er Jahren aufgewachsen ist, der ist an Tangerine Dream (abgekürzt oft mit T.D.) nicht vorbei gekommen. Sie waren damals eine der wenigen deutschen Bands von internationalem Rang. Einerseits waren sie ihrer Zeit voraus, andererseits aber auch schon zu Lebzeiten berühmt. Man übertreibt nicht, wenn man T.D. als Pioniere der elektronischen Musik beschreibt.

REVOLUTION OF SOUND. TANGERINE DREAM ist da wie ein Geschenk und das nicht nur für Fans.

Der Werdegang von Künstlern, deren Schaffen sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, sagt beiläufig auch immer etwas über den gesellschaftlichen Wandel. Tangerine Dream begann Ende der Sechziger mit psychedelischen Rock (damals spielte Mastermind Edgar Froese noch an der E-Gitarre) und spielt heute in einer Formation angekommen, die Froese noch vor seinem Tod 2015 konzipierte und die Wechselwirkung von Musik und Quantenphysik erforschen soll.

Für ihre Betrachtung der fast 60-jährigen Bandgeschichte konnte die Regisseurin Margarete Kreuzer aus dem vollen Schöpfen. Neben 300 Stunden Material aus Froeses Privatarchiv standen ihr auch die Archive der Fernsehsender rbb, WDR und Radio Bremen zur Verfügung. Zudem konnte Kreuzer eine illustre Schar an Weggenossen für Interviews gewinnen. Von ehemaligen Bandmitgliedern wie Peter Baumann über die Musiker Jean-Michel Jarre  und Brian May bis zu den Film-Regisseuren Volker Schlöndorf und Michael Mann. Kreutzer hat alles sehr geschickt zu einem Gesamtporträt verbunden. Sie spannt mit leichter Hand einen Spannungsbogen von den Siebziger Jahren, als der Vatikan Tangerine Dream untersagte, in katholischen Kirchen zu spielen bis zur Komposition des Soundtracks zum populären Computerspiel GTA 5 (erschienen 2013).

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit der musikalischen Entwicklung von T.D. sollte man zwar nicht erwarten. Auf Meilensteine und Bruchstellen wird aber im Film soweit eingegangen, wie es für das Verständnis des Kunstprojekts T.D. notwendig ist.

Nicht zuletzt wegen der vielen tollen Aufnahmen macht REVOLUTION OF SOUND. TANGERINE DREAM großen Spaß. So sehen wir die drei Bandmitglieder zu Beginn ihrer Karriere vor Regler-Türmen und alles erinnert mehr an das Cockpit eines Raumschiffs als an den Bühnenaufbau einer Musikband. Toll ist auch eine absurde Szene aus der SCI-FI Komödie „Warum die UFOs unseren Salat klauen“ wo Edgar Fröse an der Seite von Curd Jürgens spielt.

Getragen wird der Film von Auszügen aus Froeses biographischen Notizen, die aus dem Off von keinem geringeren als Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten) vorgetragen werden. Zum Schluss des Films sagt Froese:

"Wenn sich am Ende deines Lebens der Kreis schließt, dann solltest du wieder beim Nullpunkt angekommen sein, aber auf einer höheren Oktave."

Über 90 Minuten lässt uns Magarete Kreutzer daran teilhaben, wie Fröse über 6 Jahrzehnte diesem Ideal entgegenlebt.

GABI von Michael Fetter Nathansky (Berlinale 2017)

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"Hey! Bleib doch mal stehen! Ich sprech mit Dir!" Die Kamera folgt einem breitem Rücken, auf dem ein großer Sack Zement liegt. Die Stimme scheint von jemandem zu kommen, der hinter dem Rücken läuft. Es muss eine Frau sein, klar, denn die Tonlage der Stimme ist recht hoch, und die Frau will ihren Mann oder Freund zur Rede stellen. Dann aber dreht sich "der Rücken um" und es ist nicht ganz so, wie man es sich gedacht hat.

Gisa Flake spielt Gabi. Flake hat ein außergewöhnliches Charaktergesicht und eine außergewöhnliche Statur. Beides passt hervorragend zu Gabi. Gabi arbeitet auf dem Bau als Fliesenlegerin. Hinter ihr lief keine Frau, sondern ihr Geselle Marco (Florian Kroop). Marco ist eher schmächtig und hat starke Ähnlichkeit mit Jan Böhmermann. Gabi dient ihm als "Anspielpartnerin". Er will üben, wie er mit seiner Freundin Schluss machen könnte. Gabi macht stoisch mit.

Regisseur Michael Fetter Nathansky hat ein gutes Gespür für Beziehungskonstellationen. Er zeigt, wie Gabi von ihrer Schwester ausgenutzt wird, wie sie ihren Vater pflegt und ihren Freund erträgt. Was auch kommt, Gabi lässt es über sich ergehen. Doch im Laufe des Films legt Gabi ihre passive Art ab und dreht den Spieß um. Sie fängt an, auf sehr amüsante Art und Weise mit den manipulativen Mechanismen unserer Alltagskommunikation zu spielen.

Fetter Nathansky nutzt GABI für ein Experiment, in 30 Minuten eine Filmidee umzusetzen. Als solches ist GABI, insbesondere Dank einer hervorragenden Gisa Flake, sehr gelungen.

14.02.17 13:47

2+2=22 [THE ALPHABET] von Heinz Emigholz (Berlinale 2017)

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14-mal war Heinz Emigholz mit seinen Filmen bereits auf der Berlinale. Das erste Mal 1982 mit NORMALSATZ, 2014 das bisher letzte Mal mit THE AIRSTRIP. Nach THE AIRSTRIP kündigte Emigholz an, dass er zukünftig neue Wege gehen werde. Ein Wechsel ins fiktionale Fach sei nicht ausgeschlossen. Nun ist er zurück und das gleich mit vier Langfilmen in der Berlinale Sektion Forum.

2+2=22 [THE ALPHABET] ist der erste Film in der Reihe. Fiktional ist der Film noch nicht, er ist aber ohne Zweifel anders als Emigholz Architekturfilme. Er setzt jetzt nicht nur auf das bewusste Hinschauen, sondern auch auf das bewusste Zuhören. In langen Einstellungen filmt er die Proben der Elektronikband Kreidler. Unter- und gebrochen werden diese Aufnahmen durch Straßenbeobachtungen in Tiflis und abgefilmten handschriftlichen Eintragungen aus Emigholz' Notizbüchern. Die Notizen sind nach Buchstaben geordnet. Ihre alphabetische Sequenz ist die Struktur von 2+2=22 .

Um die Filme von Emigholz erfassen zu können, braucht man eine Art konzentrierte Gelassenheit. Gerade bei 2+2=22 [THE ALPHABET] dauert es, bis man sich die Klammer zwischen den drei gestalterischen Aspekten "ersehen" und "erhört" hat. Das macht den Film zu einem spannenden und lohnenswerten Auftakt der Emigholz-Reihe. Die Komposition wird einem hier nicht gänzlich abgenommen.

Besonders faszinierend ist es, Kreidler beim Proben zuzuschauen. Ihre ernste und konzentrierte Arbeit an Klangstrukturen löst Pop-Musik vom Klischee des Jammens und rückt sie näher an das intellektuelle Schaffen eines Gebäudearchitekten.

11.02.17 15:01

TIGER GIRL von Jakob Lass (Berlinale 2017)

Fight Club im Tengelmann

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Maggie und Tiger im Supermarkt: Tiger stopft sich alles vorne in ihre Jacke, Maggie schaut entgeistert zu. Mal ist Tiger ganz nah bei Maggie, dann ist sie wieder wie vom Erdboden verschluckt. Es ist eine der ersten Begegnungen zwischen den beiden jungen Frauen. Tiger (Ella Rumpf) - cool, selbstbewusst, schlagkräftig - und Maggie (Maria Dragus) - brav, unsicher und schüchtern. Die Wandlung von Maggie beginnt. Die Nähe von „Tiger“ zu „Tyler“ kann kein Zufall sein. Am Ende ist Maggie vieles, aber eines bestimmt nicht mehr: brav.

Selten hat ein deutscher Film so viel Spaß gemacht. Er hat Drive und Rhythmus, etwas, was vielen deutschen "Schema F - Filmen" komplett abgeht. Schnitte, Kamera, Darsteller - es passt einfach alles zusammen. Gefilmt wurde an "Realschauplätzen" mit Menschen von den "Realschauplätzen". Der Lehrer in der Security-Ausbildung ist auch Ausbilder, die Lehrgangsteilnehmer sind auch seine Schüler. Basis für für den Film war kein konventionelles Drehbuch, sondern ein "Skeleton" von 32 Szenen mit jeweils 2 Sätzen nur knapp beschrieben. Der Rest wurde am Set improvisiert. Dadurch wirken die Dialoge ungekünstelt und "nah an der Straße".

Ist der Film brutal? Nun ja, es gibt schon einige handfeste Schlägereien, aber mehr im Martial Arts Stil. Es fließt kaum Blut. Aus Tiger Girl könnte man auch einen Comic machen mit „Bang“, „Zong“ und "Aaarrgh" Sprechblasen.

Nach LOVE STEAKS hat Jakob Lass wieder einen Volltreffer gelandet. Berlin und die Berlinale lieben TIGER GIRL bereits jetzt.

09.02.17 21:00

Geschafft: die Berlinale ist eröffnet! (Berlinale 2017)

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Die Hauptfrage auf dem roten Teppich und in der Eröffnungsgala: Wie politisch kann oder muss die Berlinale sein? Ist die Berlinale "Unterhaltung mit Haltung" wie ein ZDF Moderator den Festivaldirektor Dieter Kosslick fragte? Kosslick bezog Stellung und kritisierte die Haltung vieler Staaten zu Aleppo und der Flüchtlingsfrage. Ohne Zweifel ist die Berlinale auch durch ihn zu einem dezidiert politischen A-Filmfestival geworden.

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Letzte Vorbereitungen bevor es zur Berlinale Gala geht

Als Gala-Host witzelte Anke Engelke dann wie gewohnt durch den Abend. Allerdings fehlte die Leichtigkeit vergangener Jahre. Es ist schwierig, Comedy und deprimierende politischen Entwicklungen miteinander zu verbinden, besonders in einem offiziellen Rahmen wie der Berlinale.

Aber wir können sicher sein, dass die Berlinale uns nicht nur mit den Problemen der Welt konfrontieren wird. Sie ist auch immer eine Gelegenheit, für zehn Tage in die Dunkelheit des Kinosaals abzutauchen und alles um sich herum zu vergessen.

07.02.17 21:22

Yessss....Wir sind wieder dabei...Berlinale 2017!!!

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2017 ist ein anderes Jahr, als wir 2005 das erste Mal zur Berlinale gebloggt haben. Sagt man überhaupt noch "bloggen"? "Schreibt" man überhaupt noch über Filme? Machen Film-Festivals noch Sinn? Wird es die Berlinale in 10 Jahren noch geben?

Vieles ist ungewiss und gerade das macht die Berlinale 2017 vielleicht so spannend wie selten zuvor! Wir freuen uns auf die Filme, die Stimmung, Berlin und Euch!

17.04.16 22:32

11. filmPolska in Berlin (20. - 27.4.2016)

Große A-Filmfestivals wie die Berlinale sind für den Festivalbesucher eine völlige Überforderung der Sinne. Man sucht sich aus Hunderten Filmen sein persönliches Programm zusammen und hat am Ende Mühe das Gesehene einigermaßen einzuordnen. Die Trefferquote ist Glückssache, denn in der Regel sind die Aufführungen Premieren und man weiß vorher nur wenig über die Filme.

Da ist es fast schon wohltuend, dass auf dem dem Festival filmPOLSKA nur ein Land im Fokus steht. Die gezeigten Filme sind in der Regel bereits in Polen oder auf anderen Festivals gelaufen.

Das Festival bietet die großartige Chance, einen Einblick in die gegenwärtige Filmkultur des Nachbarlandes zu bekommen. Mit dabei sind u.a. das schräge Meerjungen-Musical SIRENENGESANG (Córki dancingu) von Agnieszka Smonczyńska und der Gewinner des diesjährigen Drehbuch Berlinale-Bären UNITED STATES OF LOVE (Zjednoczone stany miłosci). Beide Filme laufen in der Sektion NEUES POLNISCHES KINO, der vielleicht spannendsten Sektion des Festivals.

Mit einer Retrospektive wird dieses Jahr der Regisseur Jerzy Skolimowski geehrt. 1967 hat er mit Jean-Pierre Léaud den LE DÉPART gedreht und dafür auf der Berlinale den Goldenen Bären bekommen. Über 40 Jahre später war er mit ESSENTIAL KILLING auf den Filmfestspielen in Venedig. Der Film wurde dort mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet und Vincent Gallo bekam den Preis für den besten Darsteller. Jerzy Skolimowski, der übrigens auch kleine Schauspielrollen in David Cronenbergs EASTERN PROMISES und MARVEL'S THE AVENGERS übernommen hat, wird anwesend sein.

Die Festivalfilme laufen in einer feinen Auswahl an Programmkinos u.a. dem Arsenal, dem FSK Kino am Oranienplatz und dem Babylon. Hauptverantwortlich für das Festival ist das Polnische Institut Berlin. Deren Chefin Katarzyna Wielga-Skolimowska ist auch Leiterin von Filmpolska. Verantwortlich für die Kuratierung der Filme ist Kornel Miglus.

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