Filmfest München 2022

03.07.22 11:21

FILMFEST MÜNCHEN 2022: Preise und Abschlussgala

Diana Iljine und Michael Stadler auf der Bühne, auf der großen Leinwand ein Premierenfoto mit diana Iljine im Vordergrund und dem Team vom Eröffnungsfilm Corsage im Hintergrund

Festivalleiterin Diana Iljine präsentiert Diana Iljine, rechts Michael Stadtler

Gestern ging das Filmfest München 2022 mit einer Preisgala so zu Ende, wie es sich seit dem Start vor einer Woche wieder in die Herzen der Münchner und der angereisten Filmcommunity projeziert hatte: publikumsnah, unkompliziert und mit einer liebevollen Hingabe an das Kino.

Bevor der Abschlussfilm EL BUEN PATRÓN von Fernando León de Aranoa gezeigt wurde, führte gewohnt lässig Michael Stadler durch die Preisverleihung.

Die Preise im Überblick:

ARRI Award für den besten internationalen Film:

BROKER von Hirokazu Kore-eda

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© FILMFEST MÜNCHEN 2022

CineVision Award für den besten internationalen Nachwuchsfilm

AFTERSUN von Charlotte Wells

Mann und Mädchen liegen am Pool auf dem Rücken und schauen in den Himmel

© FILMFEST MÜNCHEN 2022

CineRebels Award

COOK FUCK KILL von Mira Fornay

Woman around 70 and a man around 30

© FILMFEST MÜNCHEN 2022

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Cinerebels Jury Mitglieder Franziska Stünkel, RP Kahl und Jovana Reisinger. Ganz rechts Moderator Michael Stadler.

FIPRESCI-Preis

ELFRIEDE JELINEK - DIE SPRACHE VON DER LEINE LASSEN von Claudia Müller

Jelinek mit Trainingsjacke

© FILMFEST MÜNCHEN 2022

Übergabe des Preis auf der Bühne

Erfreut und etwas überrascht nimmt Claudia Müller den Preis von der Jury des Internationalen Verband der Filmkritik entgegen. v.l.n.r: Regiseurin Claudia Müller, Jury Mitglieder Engin Ertan, Barbara Gasser und Enoe Lopes Pontes. Ganz rechts Moderator Michael Stadler.

Bayern 2- und SZ-Publikumspreis

WANN KOMMST DU MEINE WUNDEN KÜSSEN von Hanna Doose

Frau sitzt auf Hügel und raucht Foto Markus Zucker © FILMFEST MÜNCHEN 2022

Hanna Dose auf der Bühne Sehr ergriffen zeigte sich die Regisseurin Hanna Doose über den Publikumspreis für ihren Film

KINDERFILMFEST-Publikumspreis

DER RÄUBER HOTZENPLOTZ von Michael Krummenacher

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© FILMFEST MÜNCHEN 2022

01.07.22 19:16

Filmfest München 2022: FESTIVAL TV - Das Filmmagazin der HFF

Seit dem Start des Filmfest München haben Studierende der Hochschule für Film und Fernsehen München (HFF) Beiträge rund um das Festivalgeschehen produziert. Zum Ende des Festivals wurde ein 90-minütiger Zusammenschnitt der Beiträge auf der großen Leinwand vorgeführt.

Die Ergebnisse sind vom Trailer über verschiedene Interviews (u.a. mit CineMerit Preisträgerin Alba Rohrwacher) bis zu dem Porträt der "VIP" Filmfest-Fahrerin Melanie Heinl allesamt sehenswert, erfrischend und unterhaltsam.

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30.06.22 12:46

Filmfest München 2022: ELFRIEDE JELINEK - DIE SPRACHE VON DER LEINE LASSEN von Claudia Müller

Filmstill ELFRIDE JELINEK
© FILMFEST MÜNCHEN

Die Dokumentation von Claudia Müller ELFRIEDE JELINEK - DIE SPRACHE VON DER LEINE LASSEN ist eine gekonnte Montage von Interviews, Fernsehberichterstattung und Naturaufnahmen aus der Steiermark mit Texten von Jelinek, die aus dem Off u.a. von Sophie Rois, Sandra Hüller und Martin Wuttke gelesen werden. In 96 Minuten, eine für ein Künstlerporträt erstaunliche aber wohltuend kurze Filmlänge, destilliert Müller wichtige Facetten der österreichischen Schriftstellerin heraus und stellt Verbindungen zu Kindheit und Jugend her. Die Prägung durch die katholische Mutter und die Verantwortung gegenüber ihrem jüdischen Vater und den ermordeten Verwandten ziehen sich als Ausgangspunkte von Jelineks Arbeit auch durch Müllers Film.

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29.06.22 16:14

FILMFEST München 2022: THE PRINCESS von Ed Perkins

Prinzessin Diana mit großem Hut in der Menge wahrscheinlich bei einem Pferderennen
© FILMFEST MÜNCHEN

Ed Perkins Beitrag zum Filmfest München ist nicht die erste Dokumentation über Prinzessin Diana, aber die erste für die große Leinwand. Obwohl THE PRINCESS von den Fernsehsendern HBO, Sky, NDR, rbb und BR produziert wurde, startet der Film diesen Sommer zunächst in den Kinos. Das kann man nur als großes Glück bezeichnen. THE PRINCESS ist emotional sehr bewegende Filmkunst, die sich erst in der schützenden Dunkelheit des Kinosaals voll entfalten kann.

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28.06.22 13:53

Filmfest München 2022: THE ORDINARIES von Sophie Linnenbaum

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Die Produzentinnen Britta Strampe und Laura Klippel zusammen mit dem Künstlerischen Leiter des Filmfest Christoph Gröner, der das Saal-Mikrofon für Regisseurin Sophie Linnenbaum hält. Bei der Abschlussgala konnte dann Gröner selbst nicht mit dabei sein.

Am gestrigen Abend begeisterte THE ORDINARIES von Sophie Linnenbaum bei seiner Premiere im Filmtheater Sendlinger Tor ein überwiegend junges Publikum. Doch wie am Abend zuvor bei der Premiere von MUTTER, hatte es auch dieses Mal die Regisseurin erwischt. Aufgrund eines positiven Tests konnte Linnenbaum der Premiere ihres eigenen Films nicht beiwohnen. Wie bei der Premiere von MUTTER behalf man sich auch gestern mit einer Telefon-Schalte.

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27.06.22 19:47

Filmfest München 2022: DIE FILMGESCHICHTE FÄNGT GERADE ERST AN - Ein Gespräch zwischen Alexander Kluge und Claudius Seidl

Alexander Kluge und Claudius Seidle auf der Bühne im Hintergrund ein projeziertes Bild

Bevor das Gespräch beginnt, sitzt Alexander Kluge etwas in sich zusammengesunken auf seinem Stuhl im Theatersaal des Amerikahauses. Ein Zeichen des Alters? Kluge ist im Februar diesen Jahres 90 Jahre alt geworden. Doch als Kluge nach einer langen Vorrede von seinem Counterpart Claudius Seidl das erste Mal nur mit dem Wort "Leibniz" in das Gespräch einsteigt, hören wir die neugierige und mit der Wärme der Ideengeschichte geladene Energie, die seit Jahrzehnten unverwechselbar ist.

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Filmfest München 2022: Arte Empfang

Liegestühle in der Sonne mit der Aufschrift arte, dahinter ein Zelt auf der Wiese

Bei bestem Wetter konnte im Institut Francais München heute wieder der traditionelle Arte Filmfest-Empfang stattfinden. Eine gute Möglichkeit sich zu vernetzen, sich vom ersten Filmfestwochenende zu erholen und sich für die neue Woche zu stärken.

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26.06.22 23:12

Filmfest München 2022: MUTTER von Carolin Schmitz

Produzent hält Mikrofon an Telefon, daneben stehen Anke Engelke und eine der Frauen, die in dem Film von ihren erfahrungen berichten

Das Filmteam von MUTTER zeigt, dass es gerade in der heutigen Zeit darauf ankommt, das Beste aus dem zu machen, was man vorfindet. Nachdem die Regisseurin Carolin Schmitz es zwei Jahre lang geschafft hatte, dem Virus zu entgehen, wurde sie ausgerechnet vor der Premiere ihres Films positiv getestet. Doch Produzent Ingmar Trost fand trotzdem einen Weg. Er holte sie per Telefon zur Q&A ins Filmtheater am Sendlinger Tor, was zur allgemeinen Erheiterung ausgesprochen gut funktionierte.

Filmfest München 2022: PARIS IS IN HARLEM von Christina Kallas

Regisseurin und Moderator auf der Bühne, im Hintergrund auf der Leinwand Logo des Filmfest Münchens

Die Regisseurin Christina Kallas wurde nach der Vorführung von PARIS IST IN HARLEM zu Recht sehr gelobt. Ihr Film ist eine "reigenhafte" Verflechtung von New Yorker Schicksalen mit gekonntem Einsatz des Splitscreen-Verfahrens und leicht verschobenen, ineinandergreifenden Zeitebenen.

Wie sie in der Q&A hervorhob, wendet sie Jazz als das Grundmotiv von PARIS IST IN HARLEM auf den Schnitt des Films selbst an. So entsteht ein freies und rhythmisches Aufeinandertreffen von Schicksalswegen, die so oder auch anders geschehen könnten.

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Filmfest München 2022: Veranstaltung TEILHABE ERMÖGLICHEN

Teilnehmer der Podiumsdiskussion stehen nach der Veranstaltung zusammen und diskutieren

Wie divers, gendergerecht und inklusiv ist die Filmbranche? Bettina Reitz (Hochschulpräsidentin HFF München, Frank Fischer (Referatsleiter BMWK), Claudia Roth (Kulturstaatsministerin), Tom Tykwer (Regisseur), Jorgo Narjes (Produzent, X Filme Creative Pool) und Rosh Khodabakhsh (Produzentin) gaben zu, dass noch nicht genug geschehe, lobten aber ihre eigenen Initiativen: Bettina Reitz verkündete, dass es bald eine Stelle für deutsche Filmhochschulen geben wird, die sich ausschließlich um Diversität kümmere (finanziert durch Netflix) und Claudia Roth bekräftigte, dass das Thema bei ihr ganz oben auf der Agenda stehe und sie z.B. bei der Besetzung von Filmfestival-Jurys Diversität einfordere.

Drei Teilnehmer des Podiums im Gespräch
v.l.n.r.: Tom Tykwer, Jorgo Narjes und Rosh Khodabaksh

Besonders vielversprechend war die von Jorgo Narjes und Rosh Khodabaksh vorgestellte Initiative NewMotion. Das mehrtägige Job-Einstiegsprogram will gezielt Diversität in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft fördern und richtet sich fokussiert an Menschen mit Einwanderungsgeschichte und BIPoc (Black, Indigenous, People of Color). NewMotion funktioniert nach dem Vorbild des in den USA und Großbritannien weit verbreiteten Job Shadowing, bei dem eine Teilnehmerin eine Person für wenige Tage bei der Arbeit begleitet.

In der Diskussion wurde deutlich, dass auch der Fachkräftemangel ein Treiber ist. Tom Tykwer beklagte, dass manche Filme nicht gemacht werden können, weil das Personal fehlt. Frank Fischer beteuerte, dass man dieses Problem aktiv angehe und man es auch bei der Neugestaltung des Einwanderungsrechts berücksichtige.

Vier Teilnehmerinnen des Podiums, drei applaudieren, eine (Claudia Roth) wirft den Publikum Kusshände zu
v.l.n.r.: Bettina Reitz, Frank Fischer, Claudia Roth und Tom Tykwer

Insgesamt waren sich alle auf dem Podium sehr einig und beklatschten gegenseitig ihre Absichtsbekundungen und Initiativen. Auch wenn jeder Schritt in Richtung mehr Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion und Diversität lobenswert ist, hätte man sich auf der Bühne eine Vertretung der marginalisierten Gruppen gewünscht, die man ja "teilhaben" lassen will. So gab es vor lauter Harmonie keinerlei Kontroverse. Auch eine Öffnung des Gesprächs für Publikumsfragen hätte der Veranstaltung gut getan. Ob man aufgrund der Erfahrungen bei der ebenfalls vom Filmfest München organsierten März-Tagung TEILHABE IM FILM in Tutzing vor der Beteiligung des Publikums zurückgeschreckt ist, da diese anscheinend zu einer hitzigen Debatte geführt hat, lässt sich nicht abschließend sagen. Vielleicht lag es auch einfach nur an der Kürze des Gesprächs.

25.06.22 14:20

Filmfest München 2022: SIRENS on Rita Baghdadi

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© FILMFEST MÜNCHEN

Trash-Metal, Beirut, Gender, Diversity, Love: allein die Ausgangszutaten zu SIRENS sind unwiderstehlich. Die marokkanisch-amerikanische Regisseurin Rita Baghdadi bereitet in ihrem Dokumentarfilm alles behutsam so zu, dass jede der Zutaten für sich und als Gesamtkomposition zu ihrer Geltung kommen. Empathisch beobachtet sie eine wichtige Phase der weiblichen Metalband SLAVE TO SIRENS: Bandproben, einen Auftritt auf dem legendären Glastonbury Festival, der anders verläuft als erwartet, Liebes- und Findungskonflikte, die den Zusammenhalt der Band auf die Probe stellen und das alles vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Libanon. Sirens ist nicht nur ein Film für Metalheads, sondern auch für alle, die nach neuen und zeitgemäßen Erzählformen des Musikfilms suchen.

Filmfest München 2022: CORSAGE von Maria Kreuzer

Kreuzer, Glehr und Buttinger bei der Q&A nach dem Film

Am 24.06. hat CORSAGE von Maria Kreuzer das Filmfest eröffnet. Gestern hatte der Film über die Kaiserin Elisabeth aka Sissi seine Publikumspremiere im Haidhauser Kino RIO. Wie zuvor in Cannes, wurde der Film begeistert aufgenommen.

Nach der Vorstellung stellte sich die Regisseurin zusammen mit Produzent Alexander Glehr und Kostümbildnerin Monika Buttinger den zahlreichen Fragen des Publikums. Kreuzer gab zu, dass ihr eine Premiere mit "richtigem" Publikum, das nur wegen des Filmes gekommen ist, noch wichtiger sei als eine Eröffnungsgala, wo Frau und Mann ja auch aus ganz anderen Gründen kommen.

Heiter und auch überrascht, stellten Buttinger und Kreuzer fest, dass eine Fragestellerin aus dem Publikum als erstes erkannt hatte, dass im Gegensatz zur Hauptfigur alle anderen Figuren im Film immer die gleichen Kostüme getragen haben. Wichtig war Kreuzer außerdem, dass Elisabeths Verhalten zu ihren Kindern und gegenüber den Hofbediensteten nicht aus dem Blickwinkel von heute, sondern vor dem Hintergrund der damals üblichen Etikette gesehen werden müssten. Daher verstehe sie nicht, wenn man Elisabeth als eine schlechte Mutter bezeichne. Für die damaligen Verhältnisse hätte sie ein eher nahes Verhältnis zu ihren Kindern gehabt.

24.06.22 15:15

Eröffnung 39. FILMFEST MÜNCHEN

Gestern wurde in der neuen Konzert- und Kulturhalle Gasteig HP8 das diesjährige FILMFEST MÜNCHEN eröffnet.

Im Mittelpunkt des Openings stand das Filmteam des Eröffnungsfilms CORSAGE um Regisseurin Marie Kreutzer und Hauptdarstellerin Vicky Krieps. Die Luxemburger Schauspielerin hatte für die Eröffnung kurzfristig ihre Dreharbeiten in den USA unterbrochen. Die Begründung lieferte sie am gestrigen Abend: "Ich verdanke dem FILMFEST MÜNCHEN sehr viel. Hier habe ich 2014 mit DAS ZIMMERMÄDCHEN LYNN den Förderpreis gewonnen, hier hat alles angefangen für mich."

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Filmteam von CORSAGE mit Festivaldirektorin Diana Iljine © FILMFEST MÜNCHEN / Kurt Krieger


CORSAGE zeigt die Emanzipation der von Krieps verkörperten Kaiserin Elisabeth, die im Film ihren 40. Geburtstag feiert und beginnt, ihre inneren und äußeren Fesseln zu sprengen.

Festivaldirektorin Diana Iljine hielt in ihrer Eröffnungsrede ein Plädoyer für die Kultur, ganz besonders die Film- und Kinokultur, die nicht zuletzt nach zwei Krisenjahren auch auf die Unterstützung aus der Politik angewiesen ist.

Aus der Politik kam viel Lob zurück, u.a. von der Münchner Bürgermeisterin Katrin Habenschaden: "Das Programm ist heuer besonders facettenreich und greift aktuelle gesellschaftliche Debatten auf. Es freut mich besonders, dass viele Frauen und deren Positionen Raum finden, und zwar vor und hinter der Kamera."

23.06.22 22:15

Start: Filmfest München 2022

Filmstill Freibad, zwei Frauen liegen auf einem Handtuch, eine hat eine Kopftuch auf, die andere eine Badekappe
Copyright FILMFEST MÜNCHEN

Bei bestem Wetter startet heute endlich wieder im gewohnten Format das 39. FILMFEST MÜNCHEN. Das größte Sommer-Filmfestival Deutschlands hat insbesondere einige interessante deutsche Premieren zu bieten. Dazu gehört z.B. FREIBAD von Doris Dörrie mit Andrea Sawatzki und Nilam Farooq, aber auch JAGDSAISON, der neue Film von Aron Lehmann mit Rosalie Thomass und Marie Burchard.

Besondere Schmankerl sind wieder einmal deutsche TV Produktionen, die auf der großen Leinwand eine viel stärkere Wirkung entfalten können als auf einen Smartphone oder einen noch so großen Flatscreen. Zu sehen ist z.B. die deutsche Anthologieserie STRAFE – FERDINAND VON SCHIRACH. Nach Kurzgeschichten von Bestsellerautor und Strafverteidiger Ferdinand von Schirach erzählt die Serie in zwei Blöcken mit jeweils drei Folgen von Bestrafung, Schuld und (Selbst-)Justiz. Die Regie wechselt von Folge zu Folge und ist z.B. mit Oliver Hirschbiegel und Helene Hegemann ebenso hochkarätig besetzt wie der Cast (u.a. Josef Bierbichler und Olli Dittrich).

Außerdem sind in den Sektionen Neues Deutsches Kino und Neues Deutsches Fernsehen vertreten: Matthias Brandt und Thomas Schubert (KING OF STONKS), Sophie Passmann in der Millenials-Comedy DAMAGED GOODS, Bibiana Beglau und Alexander Fehling (WANN KOMMST DU MEINE WUNDEN KÜSSEN), Birgit Minichmayr (DAS NETZ – EIN WINTERMÄRCHEN), Clemens Schick als dämonischer Kommunenboss (SERVUS PAPA, SEE YOU IN HELL) und Anke Engelke in MUTTER.

Die Chance auf direkte Begegnungen mit bekannten Schauspieler*innen und nationalen und internationalen Filmschaffenden hat das Publikum auch dieses Jahr bei den "Filmmakers Live!"-Gesprächen und Panels im Amerikahaus. Die mehrmals täglich stattfindenden Gesprächsformate sind kostenlos für alle Interessierten zugänglich. Hier diskutiert u.a. Kulturstaatsministerin Claudia Roth mit Tom Tykwer über Teilhabe in der deutschen Filmindustrie.

Filmstill Minions

Als Festival im Festival gibt es das KINDERFILMFEST MÜNCHEN. Ein Highlight, dass auch "größere" Fans haben wird ist MINIONS – AUF DER SUCHE NACH DEM MINI-BOSS. Der neueste Film des Animationsfranchise über den Super-Bösewicht Gru und die gelben Minions feiert in München seine Deutschlandpremiere – mit dabei sind Oliver Rohrbeck, die bekannte Sychronstimme Grus, und Showmaster Thomas Gottschalk, der im Film den Bösewicht Wilder Knöchelknacker spricht.

22.06.22 22:35

Neue Leitung PERSPEKTIVE DEUTSCHES KINO

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© fotostudioneukoelln.de

Jenni Zylka wird ab August 2022 die neue Leiterin der Berlinale Sektion PERSPEKTIVE DEUTSCHES KINO. Seit 1999 moderiert Jenni Zylka Pressekonferenzen und Filmgespräche während der Berlinale und gehört seit 2006 dem Auswahlkomitee der Sektion PANORAMA an.
Sie übernimmt die Position von Linda Söffker, die die Sektionleitung 2010 von Alfred Holighaus übernommen hatte.

09.06.22 12:48

Filmfest München 2022: PK // Programm online

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Sichtlich begeistert und motiviert präsentierte das Team des Filmfest München heute das diesjährige Programm. Das 39. Ausgabe kehrt mit 120 Filmpremieren und vielen internationalen Gästen in die Kinos der Stadt zurück. Alba Rohrwacher erhält den CineMerit Award, Doris Dörrie wird mit einer Hommage geehrt. Als neue Sektion wird CineRebels als internationaler Wettbewerb eingeführt. Das komplette Programm ist jetzt online, das gedruckte Programm gibt es am dem 16. Juni und der Ticketverkauf startet ebenfalls ab Mitte Juni.

Porträt Foto Dijana Iljine
Diana Iljine auf der Pressekonferenz des Filmfest München am 9.6.2022

Wie in den vorhergangenen Ausgaben sind wieder einige Filme aus dem diesjährigen Filmfestival in Cannes mit dabei. Neben dem Eröffnungsfilm CORSAGE finden die "Cannes Fime" LEILA’S BROTHERS von Saeed Roustaee, PACIFICTION von Albert Serra und ACHT BERGE von Felix van Groeningen ihren Weg nach München. Auch BROKER von Hirokazu Kore-eda ist zu sehen. Der neueste Film des japanischen Regisseurs bekamm in Cannes dieses Jahr den Preis für die beste schauspielerische Leistung.

28.05.22 7:59

FILMFEST MÜNCHEN 2022: Sektion NEUES DEUTSCHES KINO

Die von Christoph Gröner verantwortete Sektion NEUES DEUTSCHES KINO zeigt beim Filmfest München dieses Jahr 15 Filme.

Filmstill Solastalgia
Filmstill Solastalgia (© FILMFEST MÜNCHEN)

Eröffnet wird die Sektion am 24. Juni mit zwei Abschlussfilme von Absolvent*innen der Hochschule für Fernsehen und Film München: GOTT IST EIN KÄFER von Felix Herrmann und SOLASTALGIA von Marina Hufnagel. Bei Herrmann geht es um tiefe Glaubensfragen und Religion, bei Hufnagel um die Ohnmacht einer jungen Generation im Angesicht der Klimakatastrophe.

Sowohl von der Form als auch vom Thema ist die Bandbreite groß. In REX GILDO - DER LETZTE TANZ zeigt Rosa von Praunheim mit einer Mischung aus Dokumentar- und Spielfilmelementen Licht und Schatten eines Lebens zwischen öffentlichem Auftritt und privaten Sehnsüchten. Dabei geht es sowohl um den gesellschaftlichen Kontext der Schwulenbewegung als auch um den normativen Druck der Schlagerbranche.

In ELFRIDE JELINIK - DIE SPRACHE VON DER LEINE LASSEN nähert sich Regisseurin Claudia Müller der Literaturnobelpreisträgerin Elfride Jelinek. Der Dokumentarfilm stellt den künstlerischen Umgang der österreichischen Schriftstellerin mit Sprache in den Mittelpunkt. Die Montage aus Archivmaterial und zum Teil neu aufgenommenen Off-Texten und O-Tönen wird aus der Perspektive von Elfriede Jelinek erzählt.

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Filmstill ELFRIDE JELINIK - DIE SPRACHE VON DER LEINE LASSEN (© FILMFEST MÜNCHEN)

Ein spannendes wie auch amüsantes Projekt ist MUTTER von Carolin Schmitz. Anke Engelke interpretiert acht authentische Gesprächsprotokolle und verbindet sie zu einem Puzzle übers Muttersein.

Traurige Aktualität hat dagegen der Film PERFORMER von Oliver Grüttner. Der Film wirft einen verstörend scharfen Blick auf die Vorbereitung eines Schulattentats und in die Abgründe toxischer Maskulinität.

27.05.22 10:14

Filmfest München 2022: Neue Spielorte

Durch die Sanierung des Gasteigs, das bisherige Festivalzentrum des Filmfest München, kommen 2022 neue attraktive Spielorte zum Zug. Die Eröffnung des Filmfest findet auf dem neuen Kunstareal in der neuen Isarphilharmonie im Gasteig HP8 statt.

Das neue Festivalzentrum des FILMFEST MÜNCHEN wird das Amerikahaus. Es ist dabei Spielstätte und ebenso Heimat für Filmmakers Live-Gespräche und Panels.

26.05.22 9:54

Filmfest München 2022

logo vom filmfest münchen in der ausgabe 2022

Nach zwei Jahren, in denen das Filmfest München nicht wie gewohnt stattfinden konnte, kehrt es dieses Jahr mit 120 Filmen in die Kinos zurück.

Eröffnet wird die 39. Ausgabe mit CORSAGE. Marie Kreutzer (Regie und Buch) zeichnet ein völlig neues Bild jener Kaiserin Elisabeth, die als „Sisi“ von Anfang an zur Ikone gemacht wurde und die in CORSAGE nun nicht nur ganz neu gesehen, sondern befreit wird. Der Film feierte am 21.05.2022 bei den Filmfestspielen in Cannes in der Sektion Un Certain Regard seine Premiere.

Das Festival findet vom 23. Juni bis 2. Juli 2022 statt. Das Gesamtprogramm wird am 9. Juni bekanntgegeben.

25.05.22 10:06

DOK.fest München 2022: FIRE OF LOVE von Sara Dosa

Still from a TV production showing Maurice and Katia Krafft

Es ist ein Geschenk, wenn von etwas so sehr fasziniert ist, dass es das ganze Leben ausfüllen kann. Das Geschenk anzunehmen und mehr daraus zu machen als ein "Hobby", ist dann eine Gabe.

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24.05.22 13:54

DOK.fest München 2022: Bilanz

DOK.fest Leitung Daniel Sponsel und Adele Kohout
©Kathi Seemann

Wie das DOK.fest München am 23.5. bekannt gab, sahen 47.000 Gäste die Filme oder besuchten die Veranstaltungen des DOK.fest, davon waren 25.300 Zuschauer*innen und Gäste vor Ort. 21.500-mal wurden Filme online abgerufen. Während der zweieinhalb Festivalwochen liefen 124 Filme aus 55 Ländern

Die Festivalleiterinnen Daniel Sponsel und Adele Kohout sind zufrieden: "Wir sind zurück im Kino und haben ein Angebot für alle geschaffen, die sich für den relevanten und künstlerischen Dokumentarfilm interessieren und die Veranstaltungen in München nicht besuchen konnten. Die Besucher*innenzahl ist niedriger als in den vergangenen Jahren, was die aktuelle Grundstimmung gegenüber allen Kulturangeboten spiegelt. Die Gründe dafür sind vielfältig und nach zwei Pandemie-Jahren bleibt zu hoffen, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt, die den Anfang einer Rückkehr der Kultur markiert."

21.05.22 18:06

DOK.fest München 2022: Gewinner Publikumspreis

Influencer Leonie in the car together with her father. He makes an exciting phase while Leonie seems not very excited.

Der Gewinner des kinokino Publikumspreis beim DOK.fest München 2022 steht fest: GIRL GANG von Susanne Regina Meures. Der Dokumentarfilm zeigt den Aufstieg von Leonie alias Leoobalys zur Teenager-Influencerin und die Schattenseiten eines modernen Märchens.

Der Gewinnerfilm wird am 21.5.2022 um 20h noch einmal im Audimax der HFF aufgeführt und kann noch bis zum 22.05. über die Festivalseite gestreamt werden.

15.05.22 11:45

DOK.fest München 2022: Preise

VIKTOR Main Competition DOK.international

Im internationalen Wettbewerb hat der Film TRENCHES von Loup Bureau gewonnen. Der Film dokumentiert, wie im Donbass junge ukrainische Soldaten versuchen, einen halbwegs normalen Alltag aufrecht zu erhalten.

VIKTOR DOK.deutsch

Im deutschen Wettbewerb konnte sich der österreichische Beitrag ZUSAMMENLEBEN durchsetzen. In vielen Nahaufnahmen filmt Thomas Fürhapter beeindruckend wie sich Imigrant*innen in Integrationskursen, die von der Stadt Wien in verschiedenen Landessprachen angeboten werden, mit der Kultur ihrer neuen Heimat auseinanderzusetzen.

VIKTOR DOK.horizonte

Der Preis DOK.horizonte wird von der Petra Kelly-Stiftung vergeben und zeichnet Filme aus, die ihr Augenmerk auf Länder mit instabilen Strukturen richten. In diesem Jahr wurde NO SIMPLE WAY HOME von Akuol de Mabior ausgezeichnet. Die Regisseurin Akuol de Mabior begibt sich auf die Suche nach ihrer Heimat in den Südsudan. Es ist das Land ihrer Eltern, in dem sie selbst noch nicht gelebt hat.

Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

Den Preis des Goethe-Instituts geht dieses Jahr an LIEBE, D-MARK UND TOD von Cem Kaya. Kaya widmet sich in seinen mitreißendem Musik- und Gesellschaftsfilm der Entwicklung der deutsch-türkischen Musikszene über ein Zeitraum von 50 Jahren.

DOK.fest München 2022 - Impressionen: NACH DER ARBEIT von Alexander Riedel

director alexander riedel with two of his main characters

Im Neuhauser Kino Neues Maxim stellte am Samstag den 14.5. Regisseur Alexander Riedel (2 v.l.) gemeinsam mit zwei seiner Protagonistinnen, der Schauspielerin Jutta Kammann und der ehemaligen Lehrerin Marion, seinen neuen Film vor. Eine nette Anekdote hatte der Festivalmoderator Ludwig Sporrer zum Thema "nach der Arbeit" zu berichten. Sein Vater hatte als Polsterer lange nach seiner Pensionierung die Kinostühle im Vorführungskino Neues Maxim bezogen.

14.05.22 17:33

DOK.fest München 2022: DRAGON WOMAN von Frédérique de Montblanc

Finance manager Laetitia and colleagues

Frauen sind in den Führungsetagen von großen Firmen eine Seltenheit. Umso interessanter ist es, wenn Frédérique de Montblanc Frauen ins Zentrum ihres Dokumentarfilms stellt, die es geschafft haben.

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13.05.22 11:32

DOK.fest München 2022: WE MET IN VIRTUAL REALITY von Joe Hunting

Virtual avatars of hunting and the users he followd on VRChat

Alle sprechen über das Metaversum, ein Oberbegriff für das Verschmelzen von virtuellen und realen Welten. Für Non-Gamer wird das Metaversum bei genauem Hinschauen aber schnell zu einem undurchdringbaren Etwas, auf dessen Oberfläche viele Erwartungen projiziert werden. WE MET IN VIRTUAL REALITY hilft hier weiter.

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11.05.22 16:55

DOK.fest München 2022: INTENSIVE LIFE UNIT von Adéla Komrzý

 Kateřina Rusinová in conversation with a patient

Dokumentarfilme öffnen Welten, zu denen man sonst keinen Zugang hat. Dabei geht es nicht nur um Ausflüge in weit entfernte Regionen, sondern auch um Räume mit Grenzerfahrungen, die uns zwar sehr nah sind, die wir aber bewusst auf Distanz halten. Eine dieser Grenzerfahrungen ist der Tod.

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09.05.22 9:06

DOK.fest München 2022: DOK.edit Award

Filmstill SOLDAT_AHMET
Filmstill von SOLDAT AHMET

Die Montage ist eine der zentralsten und kritischsten Phasen in der Entstehung jedes Dokumentarfilms. Um die Bedeutung der Montage im Dokumentarfilm hervorzuheben, wird mit dem DOK.edit Award zum zweiten Mal ein Schnittpreis beim DOK.fest München verliehen. Gesponsert wird der Preis von der Firma Adobe, die seit über 30 Jahren das professionelle Schnittprogramm Adobe Premiere Pro herausbringt.

2022 sind der Film DAUGHTERS von Jenifer Malmqvist, SOLDAT AHMET von Jannis Lenz und ULTRAVIOLETTE AND THE BLOOD-SPITTERS GANG von Robin Hunzinger nominiert.

Am Montag den 9. Mai wird es im Silbersaal des Deutschen Theaters nach der Filmvorführung Publikumsgespräche mit Editor*innen von zwei der nominierten Filme geben. Um 18:30h gibt es einen Austausch zwischen der dreiköpfigen Jury des DOK.edit Awards mit den Editor*innen von DAUGHTERS Åsa Mossberg und Line Schou. Um 21h folgt der Austausch mit Jannis Lenz (SOLDAT AHMAD).

07.05.22 9:07

DOK.fest München 2022: African Encounters

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Seit 9 Jahren hat das DOK.fest einen Afrika Schwerpunkt. Dieses Jahr laufen noch bis zum 8. Mai vier Filme unter der Kategorie African Encounters. Mit dabei ist u.a. AFRICAN MOOT von Shameela Seedat. Die südafrikanische Regisseurin schildert wie die besten Jurastudent*innen aus ganz Afrika an einer simulierten Verhandlung vor dem Afrikanischen Gerichtshof für Menschenrechte teilnehmen. Die weiteren Filme sind LEND ME YOUR VOICE von Claudine Ndimbira, HOME AGAIN von Babucarr Manka und NO SIMPLE WAY HOME von Akuol de Mabior.

In einer Podiumsdiskussion stellen sich die Filmemacher*innen am 7. Mai um 10h im HFF Audimax den Fragen des Publikums.

06.05.22 13:14

Eröffnung des DOK.fest München mit NAWALNY

alexei nawalny


1.450 Gäste feierten am 5.5. im voll besetzten Deutschen Theater die Eröffnung des DOK.fest München. Gezeigt wurde die Deutschlandpremiere von NAWALNY. Regisseur Daniel Roher und mehrerer Mitglieder seines Filmteams waren anwesend.

Roher begleitete Alexei Nawalny, während er sich in Deutschland von den Folgen des Mordanschlags erholte. Er war auch dabei, als Nawalny seine mutmaßlichen Mörder aufspürte, diese unter fingierter Identität anrief – und so einen seiner Attentäter überführte.

Daniel Roher, Kameramann Niki Waltl und Tonmeister Marcus Vetter schilderten auf der Premiere, wie sie die Szene erlebten: Obwohl sie kein Russisch sprechen, konnten sie an den Gesichtsausdrücken und Reaktionen der anderen Menschen im Raum erkennen, welch außergewöhnlichen Moment sie filmten.

Das Publikum feierte den Eröffnungsfilm mit minutenlangen Standing Ovations. „Dokumentarfilm ist eine Königsdiziplin der Kultur“, sagte Festivalleiter Daniel Sponsel in seiner Eröffnungsrede. „NAWALNY beweist, Dokumentarfilm ist Filmkunst und Aufklärung im besten Sinne.“

Treffend beschrieb Münchens 2. Bürgermeister Katrin Habenschaden im Anschluss an die Premiere die große Leistung des Filmfests: "Während der Pandemie hat sich das DOK.fest nicht unterkriegen lassen, sondern zwei erfolgreiche Jahre im digitalen Raum absolviert und startet jetzt erstmals als duale Edition durch. Damit hält das DOK.fest zum einen die Sichtbarkeit der vielen Kulturorte in unserer Stadt hoch, zum anderen ermöglicht es weiterhin eine breite Teilhabe. Denn die digitalen Formate sind in ihren Chancen für Inklusion für viele Menschen ein großartiges Mittel.“

05.05.22 18:21

DOK.fest München 2022: kinokino Publikumspreis

photo of boxes to collect votes for the audience award


Die Boxen für den kinokino Publikumspreis sind schon präpariert. Der Preis wird von BR und 3sat gestiftet und ist mit 2000 Euro dotiert. Vielleicht wichtiger für den Gewinner ist aber, dass der Film später mit dem Preis beworben werden kann.

Alle Langfilme und Kurzfilmprogramme, die im regulären Filmprogramm des DOK.fest laufen, sind nominiert. In besagte Boxen, die am Kinoausgang aufgestellt werden, kann man einfach am Ende des Films sein Ticket einwerfen. Aber auch online können die Festivalbesucher*innen "voten". Über ein Popup-Fenster im Videofenster können bis zu fünf Punkte vergeben werden.

04.05.22 14:50

DOK.fest München 2022

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Heute, am 4.5.2022, startet das 37. DOK.fest München und es ist wieder voll präsent. Mit gewohnt frischem Elan bespielt es vom 4. bis zum 15. Mai die bayerische Hauptstadt und viele Spielstätten öffnen wieder ihre Kinosäle. Mit 1450 Plätzen wird das Deutsche Theater zu einem würdigen Hauptspielort. Doch auch viele andere Spielstätten gibt es zu entdecken. Neben den inzwischen etablierten Festivalkinos City, Rio und Neues Maxim kommt das Neues Rottmann in der Maxvorstadt hinzu. Außerdem werden so unterschiedliche wie herausragende Orte der Münchner Kulturlandschaft wie das Bellevue di Monaco, die Pinakothek der Moderne, das NS-Dokumentationszentrum oder das Harry Klein bespielt.

Filmstill, showing Nawalny in front of a computer, possibly in a telephone call, an a woman that put her hand in front of her mouth
Filmstill from NAWALNY

Das Programm ist wie die Jahre zuvor wieder exquisit und widmet sich hoch aktuellen Themen. Heute startet das Filmfest mit der Deutschlandpremiere von NAWALNY. Daniel Roher hat den russischen Oppositionellen Alexei Nawalny begleitet und u.a. auch das aufsehenserregende Telefongespräch zwischen Nawalny und seinen Attentäteter gefilmt.

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Filmstill from ALICE SCHWARZER

Außerdem steht die Premiere des Porträtfilms ALICE SCHWARZER im Programm. Die Aktivistin, die erst vergangene Woche mit ihrer Unterschriftenaktion gegen die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine für Schlagzeilen sorgte, wird am 7. und 8. Mai auf dem DOK.fest anwesend sein.

Influencer Leonie in the car together with her father. He makes an exciting phase while Leonie seems not very excited.
Filmstill from LEONIE

Zwei Filme widmen sich dem Phänomen der Influencer und "Amateurstars". Regina Meurer beobachtet in GIRL GANG die Teenie-Influencerin Leonie und Joshua Bongard zeigt in PORNFLUENCER, wie ein junges Paar durch Amateurpornografie Geld verdienen will.

Seit Beginn der Pandemie hat das DOK.fest München wie kein anderes deutsches Filmfestival bewiesen, dass Streaming für Filmfestivals nicht Konkurrenz sondern eine gewinnbringende Weiterentwicklung sein kann. Der Erfolg 2020 und 2021 gab dem DOK.fest recht und auch in der jetzigen Ausgabe zeigt das DOK.fest fast 90% seines Filmangebots auf einer Streaming-Plattform (leicht zeitversetzt vom 9. bis zum 22.5.2022).

Das DOK.fest München macht dieses Jahr, wo fast alle Pandemiebeschränkungen gefallen sind, wieder vieles richtig und kann in seiner Innovationskraft dem Münchner Filmfest als zukunftsweisendes Vorbild dienen.

AŞK, MARK VE ÖLÜM (Love, Deutschmarks and Death) von Cem Kaya

A fan shows his collection on audio tapes

Gibt es eigentlich ein Archiv der wichtigsten Kulturgüter Deutschlands? Bestimmt! In jedem Fall muss (!!) AŞK, MARK VE ÖLÜM in dieses Archiv. Der Film ist ein mitreißender Soundtrack über den langen Weg Deutschlands zu einem Einwanderungsland.

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CROSSING EUROPE 2022: ULTRAVIOLETTE ET LE GANG DES CRACHEUSES DE SANG (Ultraviolette and the Blood-Spitters Gang) von Robin Hunzinger

Filmstill showing a photo from Emma and Marcelle

Briefe als unendliche Spiegelung: als Akt der Selbstvergewisserung eine Erzählung an die Briefeschreiberin, Worte an eine Erinnerung, die man bereits lange Zeit nicht mehr gesehen hat, die Aufnahme durch Dritte, die dann die Worte in einen Film wandeln, ein Zuschauer, der das Gesehene in sich projiziert und wie ich, darüberschreibt, was wiederum jemand liest und mit in den Kinosaal nimmt, wenn sie den Film selbst sieht.

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03.05.22 14:37

CROSSING EUROPE 2022: A PILE OF GHOSTS von Ella Raidel

filmstill from the movie a pile of ghosts

In vielleicht keinem anderen Land nivellieren sich Städte in einem so atemberaubenden Tempo wie in China. Die Folge des geschäftigen Bauens ist eine urbane Überproduktion. Die Filmregisseurin und Künstlerin Ella Raidel hat sich dieser in dem Forschungsprojekt OF HAUNTED SPACES über mehrere Jahre gewidment und ihre Beobachtungen 2021 mit dem Film A PILE OF GHOSTS vorläufig abgeschlossen.

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CROSSING EUROPE 2022: NELLY & NADINE von Magnus Gertten

Filmstill from a black and white newsreel filmed in April 1945, showing Nadine Hwang as one of the survivors that arrived in Malmö


Nach HARBOUR OF HOPE war EVERY FACE HAS A NAME Magnus Gerttens zweiter Film über die Ankunft von Überlebenden deutscher Konzentrationslager im schwedischen Hafen Malmö im April 1945. Ausgehend von Filmmaterial, das Gertten in Archiven gefunden hatte, recherchierte er die Geschichten der Überlebenden und versuchte sie so vor dem Vergessen zu retten. Als er EVERY FACE HAS A NAME 2016 in Paris zeigt, meldet sich eine Frau aus dem Publikum: "Ich kann etwas zu der chinesischen Frau im Film erzählen."

In dem Projektionsraum beginnt das Filmprojekt NELLY & NADINE. Wie in Woody Allens THE PURPLE ROSE OF CAIRO steigt Sylvie Bianchi aus dem Zuschauerraum auf die Leinwand und Sylvies eigene Geschichte beginnt sich im Film zu verändern.

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01.05.22 21:47

CROSSING EUROPE 2022: Preise

BEST FICTION FILM

CICHA ZIEMIA (Silent Land) von Aga Woszczyńska

Filmstill von CICHA ZIEMIA

AUDIENCE AWARD - BEST FICTION FILM

UN MONDE (Playground) von Laura Wandel

Filmstill von UN MONDE

SOCIAL AWARENESS AWARD - BEST DOCUMENTARY FILM

TVORNICE RADNICIMA (Factory to the Workers) von Srđan Kovačević

Filmstill von Factory to the Workers

YAAAS! JUGENDJURY

YOUTH TOPIA von Dennis Stormer

Filmstill von YOUTH TOPIA

LOCAL ARTIST

STORIES FROM THE SEA von Jola Wieczorek

Filmstill von STORIES FROM THE SEA

30.04.22 19:47

CROSSING EUROPE 2022: MOON, 66 QUESTIONS von Jacqueline Lentzou

Filmstill from  MOON, 66 QUESTIONS, Paris und Artemis

Es gibt Situationen im Leben, in denen sich wie bei einem Prisma die Vergangenheit in einem situativen Punkt bündelt, um von dort aus wieder neu in die Zukunft auszustrahlen. Eine solche Situation kann entstehen, wenn sich das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern umkehrt.

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CROSSING EUROPE 2022: LA LIGNE von Ursula Meier

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Eine Frau rastet aus. Erst fliegt Geschirr und Essen an die Wand, dann wirft sich die grazile junge Frau wie ein Raubtier auf ihre Mutter. Mit Mühe nur kann sie von zwei erwachsenen Männern gebändigt werden. Sie reißt sich los, die Mutter versucht erst, sich hinter dem teuren Flügel zu verschanzen, dann hält sie plötzlich inne, blickt halb zärtlich, halb verächtlich auf ihr Kind und streichelt ihr die Wange. Offenbar die falsche Geste. Zack – eine heftige Ohrfeige wirft die Ältere fast um, sie knallt mit dem Kopf auf die Tastatur. Mit diesem Prolog ohne Ton und in Zeitlupe beginnt Ursula Meiers Wettbewerbsbeitrag LA LIGNE. Der Vorfall hat zur Folge, dass Margaret, die Tochter, für die nächsten drei Monate einen Abstand von hundert Meter zu ihrer Mutter Christina einhalten muss.

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29.04.22 23:19

CROSSING EUROPE 2022: EUROPE von Philip Scheffner

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Zu Beginn von EUROPE blickt die Kamera aus einem Krankenhaus herab auf eine Bushaltestelle und einen Krankenwagen. Eine Frauenstimme sagt aus dem OFF: „Der Film hört nicht auf. Selbst wenn sie den Film verlässt, lebt sie immer noch das, was sie gespielt hat.“ Das sagt die Darstellerin Rhim Ibrir über die Figur Zohra – eine Frau algerische Frau, die seit Jahren in Jahren in Frankreich lebt und dort wegen einer schweren Wirbelsäulenerkankung behandelt wird. Nun hat sich ihre Gesundheit verbessert, es sind keine Operationen mehr notwendig. Diese gute Nachricht wird zur katastrophalen Botschaft, als der französische Staat Zohra die Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert.

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CROSSING EUROPE 2022: Impressionen

Nach zwei cineastisch entbehrungsreichen Jahren nehmen Linzer und wie angereiste Filmenthusiasten bei blendenden Wetter drinnen wie draußen die Angebote des CROSSING EUROPE Filmfestivals dankend an.

Vorplatz des Festivalgeländes mit installierten Sitzmöglichkeiten


Crossing Europe Festivalflagge

28.04.22 14:26

CROSSING EUROPE 2022: AEIOU DAS SCHNELLE ALPHABET DER LIEBE von Nicolette Krebitz

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Anna (Sophie Rois) ist als Schauspielerin nicht mehr so gefragt. Das heißt noch lange nicht, dass sie sich bei einer Hörspielproduktion vom widerwärtigen Kollegen antatschen lässt. Da geht sie lieber. Aber Anna hat einen Scheißtag. Vor der Paris Bar klaut ihr auch noch ein Jugendlicher die Handtasche. Doch ein junges Paar stellt den Dieb nach einer Verfolgungsjagd, lässt ihn laufen und bringt Anna die Handtasche zurück. Nur ein paar Tage später entpuppt sich eben dieser Dieb als der gehemmte Adrian (Milan Herms), dem Anna für ein Schultheaterprojekt richtiges Sprechen beibringen soll. Einen Auftrag, den sie nur widerwillig annimmt, aber sie braucht das Geld.

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27.04.22 19:51

CROSSING EUROPE 2022

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Heute startet in Linz das wunderbare CROSSING EUROPE Filmfestival. Nachdem in den letzten beiden Jahren das Festivalteam alles getan hat, um auch unter erschwerten Pandemiebedingungen dem Publikum ein Festivalerlebnis zu ermöglichten, findet CROSSING EUROPE dieses Jahr wieder zu gewohnter Zeit als rein "physisches" Festival statt. 148 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 34 verschiedenen Ländern gibt es zu entdecken. Vieles wurde schon auf anderen Festivals wie der Berlinale vorgesichtet, was die Chancen auf ein spannendes Filmerlebnis deutlich erhöht.

Nach dem Wechsel der langjährigen Festivalleiterin Christine Dollhofer in die Geschäftsführung des Filmfonds Wien hat CROSSING EUROPE mit Sabine Gebetsroither und Katharina Riedler seit diesem Jahr eine neue Doppelspitze. Beide Festivalleiterinnen sind schon seit langem Teil des Festivalteams. Wir wünschen an dieser Stelle viel Glück für ihre erste Festival-Ausgabe.

16.02.22 19:14

Die Bären 2022

GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN FILM

ALCARRÀS von Carla Simón

Filmstill von ALCARRÀS

© LluisTudela

SILBERNER BÄR GROSSER PREIS DER JURY

SO-SEOL-GA-UI YEONG-HWA (THE NOVELIST’S FILM) von Hong Sangsoo

Filmstill von SO-SEOL-GA-UI YEONG-HWA (THE NOVELIST’S FILM)

© Jeonwonsa Film Co. Production

SILBERNER BÄR PREIS DER JURY

ROBE OF GEMS von Natalia López Gallardo

Filmstill von ROBE OF GEMS

© Visit Films

SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE

Claire Denis für die Regie von AVEC AMOUR ET ACHARNEMENT

Filmstill von Avec amour et acharnement

© Curiosa Films 2022

SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE SCHAUSPIELERISCHE LEISTUNG IN EINER HAUPTROLLE

Meltem Kaptan für die Rolle in RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH von Andreas Dresen

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush)

© Andreas Hoefer / Pandora Film

SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE SCHAUSPIELERISCHE LEISTUNG IN EINER NEBENROLLE

Laura Basuki für die Rolle in NANA von Kamila Andini

Filmstill von NANA

© Batara Goempar

SILBERNER BÄR FÜR DAS BESTE DREHBUCH

Laila Stieler für RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH von Andreas Dresen

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush)

© Andreas Hoefer / Pandora Film

SILBERNER BÄR FÜR EINE HERAUSRAGENDE KÜNSTLERISCHE LEISTUNG

Rithy Panh für EVERTHING WILL BE von Rithy Panh

Filmstill von EVERTHING WILL BE

Copyright CDP, Anupheap Production

Berlinale 2022 - Liebes Tagebuch oder: ratlos vor der Bärenfrage

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Foto: Dirk Michael Deckbar / Berlinale 2014

Auf keiner Berlinale stand ich bislang so ratlos vor der Bärenfrage wie in diesem Jahr. Zum einen, ich muss es gestehen, habe ich es nicht geschafft, alle, oder wenigstens fast alle Wettbewerbs-Filme zu sehen. Irgendwie fehlte mir dazu der Drive, auch die lieben Kolleginnen und Kollegen an der Seite, die einen sonst einfach mitziehen. Viele waren gar nicht erst angereist. Und meine Kinokollegenkumpels, die da waren, saßen nicht neben mir – weil die Sitzplatzvergabe online erfolgte. Ich will jetzt gar nicht rumheulen und bin durchaus in der Lage, mich bei Bedarf auch mit mir unbekannten Menschen neben mir über Filme auszutauschen. Tatsächlich habe ich das auch schon ein, zweimal im Leben getan. Aber früher war eben mehr Lametta.

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Berlinale 2022 - Impressionen

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Diese Berlinale war anders. Fotos vom Roten Teppich habe ich keine. Aber ein paar Impressionen vom Festivalblog-Alltag zwischen Maske, Test, Kino und Kaffee. Sie geben einen kleinen Einblick, wie sich die Berlinale in diesem Jahr angefühlt hat - jenseits der Filme. Normalerweise warten wir einen beträchtlichen Teil unseres Berlinale-Tages in den Schlangen vor den Kinos oder den Ticket-Schaltern. Jetzt haben wir auch gewartet. Aber anders.

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Berlinale 2022: À PROPOS DE JOAN (ABOUT JOAN) von Laurent Larivière

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Gleich zu Beginn blickt uns Joan (Isabelle Hubbert) direkt in die Augen: Sie werde uns jetzt auf eine Erinnerungsreise durch ihr Leben mitnehmen und manches werde erfunden sein. In der ersten Szene durchbricht Regisseur Laurent Larivière also die vierte Wand. Damit setzt er die Zuschauer auf eine Fährte. Bei allem was Joan uns erzählt, ist die Frage: Was ist die Fiktion in der Fiktion? Die Reise beginnt, als sich die junge Joan (Freya Mavor), die in den 70er Jahren Au-Pair-Mädchen in Dublin ist, in den Taschendieb Doug (Éanna Hardwicke) verliebt. Joan bekommt ein Kind von Doug, aber das wird Doug nie erfahren. Sie zieht Nathan allein groß.

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Berlinale 2022: SO-SEOL-GA-UI YEONG-HWA (THE NOVELIST’S FILM) von Hong Sangsoo

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Beim Filmeschauen kann man manchmal ganz ungewöhnliche Dinge lernen. "Es ist ein heller Tag. Bald wird es dunkel. Lass uns spazieren gehen." Wer Hong Sangsoos SO-SEOL-GA-UI YEONG-HWA (THE NOVELIST’S FILM) gesehen hat, kann diese drei Sätze danach in koreanischer Gebärdensprache sagen. Um am Ende des Films festzustellen: Der Regisseur hat uns gerade auf eben diesen Spaziergang mitgenommen. In seinem vierten Berlinale-Wettbewerbsbeitrag seit 2017 schickt Hong Sangsoo seine Protagonistin, die titelgebende Schriftstellerin (Lee Hyeyoung), in einem Vorort von Seoul durch einen Reigen von Begegnungen, an deren Ende sie wieder am Ausgangspunkt, einem kleinen Buchladen, ankommt. Aber: mit der Idee für ein kleines Filmprojekt in der Tasche. Schauspielerin und Kameramann hat sie an diesem Tag sozusagen am Wegesrand gefunden. Sie wird den Film umsetzen, und wir bekommen zuletzt einige Minuten daraus zu sehen. Er zeigt einen Spaziergang in der Sonne.

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15.02.22 19:40

Berlinale 2022: LEONORA ADDIO von Paolo Taviani

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Luigi Pirandello wird 1934 der Nobelpreis für Literatur verliehen. Da sitzt er nun in Stockholm, geschniegelt und gebügelt, aber richtig glücklich sieht er nicht aus. In der Tat: "Ich habe mich noch nie so einsam und traurig gefühlt", sagt die Stimme aus dem Off; Pirandello selbst hat das so in einem Brief geschrieben. Im selben Jahr kehrt er nach Rom zurück, zwei Jahre später ist er tot. Seine Asche, so hat er verfügt, soll "in einen groben Stein eingelassen" in seiner Heimat Agrigent auf Sizilien bestattet werden. Der Duce sieht das anders. Die Asche bleibt in Rom. Erst zehn Jahre später, der Weltkrieg ist vorbei, Mussolini-Italien ist untergegangen, wird die Urne nach Sizilien überführt. Die Geschichte dieser Reise liefert den Stoff für den ersten Teil von LEONORA ADDIO, dem Wettbewerbsbeitrag des 90-jährigen Paolo Taviani.

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Berlinale 2022: PK zu LEONORA ADDIO von Paolo Taviani

Ciao, Paolo! Das Leben ist eine Theatervorstellung! Wissenswertes zur Pressekonferenz Teil 3

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Paolo Taviani, 90 Jahre alt, zusammen mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder Vittorio Goldbären-Gewinner im Jahr 2012, hat der Presse soeben seinen Wettbewerbsbeitrag LEONORA ADDIO auf der Berlinale vorgestellt. Er wollte, so sagt er, in jeder Minute des Films deutlich machen, dass es sich dabei um ein "spettacolo", eine Art Theatervorstellung also, handelt. Getreu diesem Motto hatte auch die Pressekonferenz durchaus etwas von einem spettacolo.

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Berlinale 2022: TA FARDA (UNTIL TOMORROW) von Ali Asgari

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Fereshteh (Sadaf Asgari) studiert in Teheran und hat ein zwei Monate altes Baby. Jetzt wollen ihre Eltern nach Teheran kommen und bei ihr übernachten, weil ein Verwandter einen Unfall hatte. Das Problem: Die Eltern wissen nichts von dem Kind und der Vater des Kindes ist keine Hilfe. Nun hat Fereshteh auf einmal 1000 Dinge zu regeln. Nicht nur die Betreuung für den Sohn, sondern auch alle Spuren, die in ihrer kleinen Wohnung auf ein Baby hinweisen, müssen verschwinden. Ihre einzige Unterstützung dabei ist ihre Freundin Atefeh (Ghazal Shojaei).

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Berlinale 2022: PK zu LA LIGNE von Ursula Meier

Oh lala, Benjamin! Bonjour, Valeria!

Wissenswertes aus der Pressekonferenz – Teil 2

In Ursula Meiers Wettbewerbsfilm LA LIGNE spielt die Musik eine große Rolle – sie ist Heilerin, aber auch Ursache eines tiefen familiären Zewürfnisses.

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Dann die Überraschung auf der Pressekonferenz: Benjamin Biolay (der mit der schönen Stimme und den tollen Chansons) saß leibhaftig auf dem Podium! Oh lala. Das ist doch mal was. Natürlich saß er nicht aus dekorativen Zwecken da, sondern weil er in dem Film mitgespielt hat – und zwar einen Musiker, der dann auch mal (ein von Biolay komponiertes Lied) singen darf. Gesungen hat er auf der PK leider nicht – aber seine Sprechstimme ist fast genauso schön. Seufz.

Eine sehr interessante Stimme hat auch Valeria Bruni Tedeschi, ein bisschen heiser, recht hell, und in Kombination mit der ganzen Frau einfach umwerfend. Allerdings...

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14.02.22 22:12

Berlinale 2022: KEIKO, ME WO SUMASETE (SMALL, SLOW, BUT STEADY) von Shô Miyake

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Das sind die Momente, die ein Filmfestival besonders machen: Shô Miyakes KEIKO, ME WO SUMASETE (SMALL, SLOW, BUT STEADY) ist eine echte Entdeckung auf der diesjährigen Berlinale. Der 1984 in Sapporo geborene Regisseur erzählt darin die Geschichte von Keiko (Yukino Kishii), einer gehörlosen jungen Frau aus Tokio, die trotz aller Widrigkeiten auf dem Weg zur Profiboxerin ist. Ein kleiner, schäbiger Boxclub um die Ecke ist ihre zweite Heimat, der ältere Betreiber des Klubs gibt ihr Halt und fordert sie zugleich. Doch dann ändern sich schleichend, fast unmerklich, kleine Dinge in ihrem Leben und Keiko kommt ins Wanken – im Ring ebenso wie im eigentlichen Leben. Was will sie wirklich? Ist der Kampf in Boxhandschuhen womöglich eine Flucht vor den wahren Herausforderungen des Lebens? Wohin soll ihr Weg sie führen?

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Berlinale 2022: THE OUTFIT von Graham Moore

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Um einen richtig guten Anzug zu schneidern braucht es die richtigen Materialien, hunderte von präzisen Arbeitsschritten – Maß nehmen, Schnittmuster zeichnen, den Stoff zuschneiden, nähen – bevor sich zuletzt alles zusammenfügt: im Finish. Leonard hat das Handwerk vor dem Krieg in Londons Savile Row gelernt. Jetzt, im Jahr 1956, fertigt er Hochklasse-Outfits für Chicagoer Mobster an, die es sich leisten können. Als eines Nachts zwei der Gangster in seinen Laden kommen und ihn um einen Gefallen bitten, den er nicht ablehnen kann, setzt ein undurchschaubares Spiel um Macht, Betrug und das Überleben ein. Graham Moore, Autor des Romans „The Sherlockian“ und Drehbuchautor von THE IMITATION GAME, gibt hier sein Regie-Debut. Mark Rylance (BRIDGE OF SPIES, WOLF HALL) spielt Leonard, den formvollendeten Englishman in New York, der mit Nadel und Faden ebenso präzise und virtuos umgehen kann wie mit der Schere.

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Berlinale 2022: LES PASSAGERS DE LA NUIT von Mikhaël Hers

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Es lohnt sich immer, Charlotte Gainsbourg dabei zuzusehen, wie sie Verletzlichkeit und Stärke raffiniert kombiniert. In Mikhaël Hers Wettbewerbsbeitrag LES PASSAGERS DE LA NUIT füllt sie, wieder einmal, eine solche Paraderolle mit Bravour aus. Paris, 1980er Jahre: Elisabeth wird von ihrem Ehemann verlassen, nun muss sie ihr Leben neu sortieren – zum Beispiel eine Arbeit finden, das lähmende Gefühl, absolut nutzlos zu sein, überwinden und ihren heranwachsenden Kindern Orientierung in Zeiten des Umbruchs geben. Die Arbeit in einer Late Night Radio Talk Show erweist sich dabei als unerwarteter Rettungsanker.

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Berlinale 2022: THIS MUCH I KNOW TO BE TRUE von Andrew Dominik

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Nick Caves Band The Bad Seeds feiert im Jahr 2023 ihren 40. Geburtstag. In ihrer langen Geschichte haben neben Cave 13 Musiker in der Band gespielt. Wichtige Kollaborateure beim Songwriting waren in der Vergangenheit Mick Harvey und Blixa Bargeld. Warren Ellis spielt schon seit dem Album Let Love In mit den Bad Seeds, aber seit 2005 wurde er zum wichtigsten kreativen Mitstreiter Caves – nicht nur im Rahmen der Band, sondern auch beim Komponieren von mehr als 20 Soundtracks und Theatermusiken. THIS MUCH I KNOW TO BE TRUE besteht im Kern aus Performances von Songs des Nick Cave & The Bad Seeds Albums Ghosteen von 2019 und dem gemeinsamen Album Carnage von Nick Cave und Warren Ellis aus dem vergangenen Jahr.

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13.02.22 22:03

Berlinale 2022: AEIOU – DAS SCHNELLE ALPHABET DER LIEBE von Nicolette Krebitz

Wissenswertes aus der Pressekonferenz

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Die Regisseurin und ihre beiden Stars: Sophie Rois, Milan Herms, Nicolette Krebitz

Sophie Rois hat eher keine so gute Erinnerung an die Sprecherziehung an der Schauspielschule. Ihr wurde damals recht brutal erklärt: "Du gehörst nicht auf die Schauspielschule, Du gehörst ins Krankenhaus!" Wir freuen uns, dass Frau Rois auf dieses Verdikt gepfiffen hat. Und sich nun mit einer großartigen Rolle in Nicolette Krebitz‘ wunderschönem Wettbewerbsfilm AEIOU – DAS SCHNELLE ALPHABET DER LIEBE mit Verve und Charme für diese frühe Schmach rächt. Sie spielt dort eine Schauspielerin, die als Sprecherzieherin in mehrerer Hinsicht erstaunliche Erfolge erzielt.

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Berlinale 2022: NANA (BEFORE, NOW & THEN) von Kamila Andini

Bis der Knoten sich löst

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Die Kunst, sich einen perfekten Haarknoten zu drehen, beherrscht in Indonesien in den 1960er Jahren jede Frau im Schlaf. So auch Nana (Happy Salma): Ziehen, drehen, wirbeln, feststecken – die Frisur sitzt. Und mit ihr das Lächeln, die Haltung, die Gesten und Worte der liebevollen und fürsorglichen Ehefrau und Mutter. Im Haarknoten einer Frau lassen sich ihre tiefsten Geheimnisse perfekt verstecken, so erklärt Nana ihrer kleinen Tochter einmal lächelnd. Das ist mehr als eine kindgerechte Antwort auf die Frage "Warum tragen Frauen ihr Haar eigentlich lang, Mama?" Es ist ein Bild für die Selbstkontrolle und Verleugnung, mit der Nana tagein, tagaus lebt. Kamila Andinis Wettbewerbsfilm NANA löst diesen Knoten, Windung um Windung, auf ganz eigene, poetische Weise.

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12.02.22 21:06

Berlinale 2022: L’ÉTAT ET MOI von Max Linz

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Wenn Sophie Rois nicht nur die Gerichtspräsidentin von Berlin-Mitte mit dem wunderbaren Namen Josephine Praetorius-Camusot spielt, sondern auch die in einer Ausstellung zum Geburtstag der deutsch-französischen Freundschaft zum Leben erwachte Wachsfigur eines Kommunarden der Pariser Commune namens Hans List (seines Zeichens Komponist oder Kommunist – darüber herrscht einige Verwirrung), dann ist der Ton nicht Pathos wie in Brechts Gedicht Resolution der Kommunarden, sondern eher Screwball. L’ÉTAT ET MOI ist ein ganz seltenes Exemplar im Forum der Berlinale: eine echte Komödie. Zum weiteren Personal gehören Wachtmeister Detlev D. Detlevsen (Bernhard Schütz), der überaus ungeschickte und verliebte Rechtsreferendar Yushi Lewis (Jeremy Mockridge) und der scharf-konservative aber nicht besonders helle Staatsanwalt Donnerstrunkhausen (Hauke Heumann).

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Berlinale 2022: EVERTHING WILL BE OK von Rithy Panh

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"Das Archiv bin ich", sagt die Frauenstimme, die die Bilder von Rithy Panhs EVERYTHING WILL BE OK über den gesamten Film hinweg kommentiert. Die Stimme ist Erzählerin, Deuterin, Anklägerin. Es ist nicht klar, aus welcher Perspektive sie spricht. Ist sie Teilnehmende am durchgängigen Narrativ des Films – dem Zerfall der Herrschaft der Menschen über die Tiere und dem Aufstieg der Tiere zu Herrschern über die Menschen – oder ist sie Beobachterin?

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11.02.22 22:31

Berlinale 2022: RIMINI von Ulrich Seidl

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Ulrich Seidl schaut hin, bis es weh tut. Und darüber hinaus. Das macht er gut, das tut er gern. In RIMINI, dem diesjährigen Wettbewerbs-Beitrag auf der Berlinale, schaut er Richie Bravo beim Schnulzensingen, Saufen, Rauchen, Vögeln und Verzweifeln zu. Die Schauplätze dieses Dramas vom dicken Gigolo, armen Gigolo: das winterliche Rimini mit seinen maroden, leer stehenden Betonklötzen von Hotels und Richies vermeintlich zurückgelassene Heimat in Österreich. Alte Nazis kommen auch vor (Hallo, Österreich!), aber sie sind auf dem Höhepunkt ihrer Demenz (jetzt aber wirklich!) und kurz vor dem Exitus.

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Berlinale 2022: WIR KÖNNTEN GENAUSO GUT TOT SEIN von Natalia Sinelnikova

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Foto: Jakob Reinhardt

Wo liegt der Hund begraben?

Natalia Sinelnikova hat in Babelsberg Filmregie studiert. Ihr Abschlussfilm WIR KÖNNTEN GENAUSO GUT TOT SEIN eröffnet die Reihe "Perspektive Deutsches Kino" auf der diesjährigen Berlinale.

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10.02.22 20:00

Berlinale 2022: PETER VON KANT von François Ozon

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Französischer Star-Regisseur macht einen Film über das toxische Liebesleben eines deutschen Star-Regisseurs. Dabei erinnert die Hauptfigur stark an einen realen, bereits verstorbenen deutschen Star-Regisseur, der seinerzeit die Vorlage, im Theater und Film, für die Neuinterpretation des Franzosen geschaffen hat. Die drei Hauptfiguren sind nun Männer, wo es vorher Frauen waren - aber im Grunde waren es auch damals schon verpuppte Männer, denn der deutsche Star-Regisseur hatte in seinem Film seine eigene, komplizierte Liebesbeziehung zu einem seiner Hautdarsteller verarbeitet. Alles klar? Der Eröffnungsfilm des Berlinale-Wettbewerbs, François Ozons PETER VON KANT, nennt sich Adaption, ist aber vielmehr ein intelligentes Vexierspiel, das sich auf Rainer Werner Fassbinders DIE BITTEREN TRÄNEN DER PETRA VON KANT bezieht.

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09.02.22 17:21

Berlinale 2022: Der Wettbewerb

Ich kann mir nicht helfen. Ich habe einfach immer das Cover des Bananarama Hits „Robert de Niro’s waiting“ von Tocotronic und Fettes Brot im Ohr: "Nicolette Krebitz wartet - spricht italienisch...". Als der Song 1998 geschrieben wurde, war Nicolette Krebitz vor allem als Schauspielerin bekannt. Inzwischen hat sich Krebitz auch im Regiefach etabliert und 2016 in Sundance mit WILD einen viel beachteten Beitrag gezeigt. Sechs Jahre später ist sie nun mit A E I O U - DAS SCHNELLE ALPHABET DER LIEBE im Wettbewerb der Berlinale.

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© Reinhold Vorschneider / Komplizen Film


Sophie Rois gibt als ehemalige Schauspielerin Anna dem als Problemfall eingestuften Halbwüchsigen Adrian Sprechunterricht. Ihr zur Seite steht neben Milan Herman als Adrian auch die Eminenz des Independent Films Udo Kier. Auf der anderen Seite der Kamera befinden sich ebenfalls bekannte Namen. Maren Ade ist Co-produzentin und für den Schnitt zeigt sich Christoph Schlingensiefs ehemalige Lieblingscutterin Bettina Böhler verantwortlich.

Auf der Webseite von Komplizenfilm wird die Geschichte von A E I O U schön in drei kurzen Sätzen zusammengefasst:

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Berlinale 2022: Als die Männchen laufen lernten

Das wird der Star der Berlinale: Das laufende Männchen im Ticketshop - wenn es rechts angekommen ist, gibt es Tickets. Mit ein bisschen Geduld klappt alles prima bisher.

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24.01.22 19:51

Berlinale 2022: Das rosa Band der Sympathie

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Hu-äh-hurra??? Hu-äh-hurra!!! Die 72. Berlinale läuft vom 10. bis zum 20. Februar - mit Journalist*innen im Kinosaal. Und was noch besser ist, nicht nur Journalist*innen dürfen kommen, sondern sogar ganz normale Menschen wie du, sie, er und ihr da hinten. Das komplette Programm wird am 1. Februar veröffentlicht. Der Wettbewerb mit seinen 18 Filmen wurde ja schon wie üblich allgemein üblich von den Leitmedien benöckelt, bekrittelt und beklagt: Ein Film der schon auf dem Sundance Festival gelaufen ist im Wettbewerb! Wo sind die Stars? Zweitklassig! Das würde in Cannes nie passieren usw. usw. - weh' Dir Berlinale!

festivalblog freut sich einfach und war schon geboostert und mit Corona-App (ohne die geht nix) bei Pressevorführungen. Für Presse wie Publikum gilt 2G+ entweder geboostert oder frisch getestet und für alle gibt's bunte Bändchen. Tickets für das Publikum kommen ab dem 7. Februar in den Vorverkauf und zwar - ACHTUNG - ausschließlich online. Das geliebte Ritual des Schlangestehens vor den Berlinale-Kassen muss also leider entfallen.

Weitere Details hier in den nächsten Tagen - bleiben Sie an den Empfangsgeräten!

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