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Festivals am Rande

17.07.08

50 Jahre Anderground: "Chien Fuck!" von Carl Andersen

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In seinem jüngsten Film „Chien Fuck!“ seziert Carl Andersen gnadenlos und komisch – das ist etwas völlig anderes als gnadenlos-komisch – den emotionalen Tumult, dem sich Menschen durch den verzweifelten Versuch der Zweisamkeit aussetzen. Franz liebt Julie, Julie weiß nicht so genau, ob sie das auch tut. Darüber miteinander zu reden, ist für die beiden unmöglich – also tun sie es mit Freunden. Heraus kommt der ultimative Diskursfilm über das Leben, die Liebe und den Sex mit komischen und niederschmetternden Gesprächen über gescheiterte Beziehungen und darüber hinaus „echtem“ Sex. „Chien Fuck!“ läuft im Rahmen des Festivals „50 Jahre Anderground“ am Donnerstag, 17. Juli, und am Mittwoch, 23. Juli, jeweils um 22 Uhr in den Tilsiter Lichtspielen sowie am Montag, 28. Juli, im 22 Uhr in der Brotfabrik.

10.07.08

"50 Jahre Anderground": Filmfest für Carl Andersen in Berlin

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Zum Geburtstag: Frauen, Liebe, Sex und das Zwischenmenschliche

Carl Andersen feiert einen doppelten Geburtstag: Der Wiener, der seit 1991 in Berlin lebt und filmt, wird ein halbes Jahrhundert alt und geht seit nunmehr zwanzig Jahren als konsequenter No-Budget-Filmschaffender seinen Lieblingsthemen nach, zu diesen gehören in loser Folge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Frauen, Vampirismus, Liebe, Gewalt, Sex und das Zwischenmenschliche. (Ein Interview mit Carl Andersen) Mit dem Geburtstagskind feiern das Kino in der Brotfabrik und die Tilsiter Lichtspiele50 Jahre Anderground“. Von Donnerstag 17. Juli bis zum 30. Juli zeigen beide Kinos an jedem Abend um 22 Uhr einen Film von Carl Andersen. Außerdem läuft zum Abschluss am 29. und 30. Juli in der Brotfabrik Lothar Lamberts Dokumentarfilm „Küss die Kamera“ über Carl Andersen und Erwin Leder, Darsteller in Andersens „Vom Luxus der Liebe“ und „Chien Fuck“.

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29.06.08

Wolke Neun von Andreas Dresen

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Wer liebt, riskiert zu leiden...

Dass diese Wahrheit als universell und vor allem zeitlos gelten darf, das müssen auch die Protagonisten im neuen Film von Andreas Dresen am eigenen Leibe erfahren. Die Rentnerin Inge, die auf die 70 zugeht und mit ihrem Mann Werner schon seit Jahrzehnten verheiratet ist, verliebt sich aus heiterem Himmel in den achtzigjährigen Karl. Das ganz normale Drama einer heimlichen Liebesbeziehung nimmt seinen Lauf.

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21.06.08

Filmfest München 2008 - 20. - 28. Juni

Mutig ist es ja schon mit 240 Filmen gegen EM und bestes Sonnenwetter anzutreten. Doch den Machern des Münchner Filmfestes war wohl klar, dass Filmliebhaber im Grunde ihres Herzens genauso sind wie wahre Fußballfans: ihre Leidenschaft lässt sie unbeeindruckt an den Versuchungen, die wir Normalsterblichen in diesen heißen Junitagen ausgesetzt sind, unbeeindruckt vorüberziehen. Stattdessen stehen sie seit heute in den Schlangen der Kinokassen, um wenigstens einige Filme aus diesem hervorragenden Filmprogramm zu ergattern.

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25.04.08

Internationales Frauenfilmfestival Dortmund Köln 23. - 27. April 2008

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Heute hat man die letzte Gelegenheit auf das Frauenfilmfestival in Dortmund/Köln zu gehen. Bereits seit Mittwoch konnte man sich in 95 Filme einen Überblick über das Filmschaffen von Frauen weltweit verschaffen. Ein Schwerpunkt liegt (ähnlich wie beim Panorama der Berlinale) auf dem Thema Queer und Transgender. Parallel haben Studenten der FH Köln auf einem "Festival-Blog" ; ) das Festival mit Rezensionen, Filmausschnitte, Backstage-Stories begleitet.

24.04.08

EMAF - 23. - 27. April 2008 Osnabrück

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Das European Media Art Festival (EMAF) widmet sich dieses Jahr dem Thema IDENTITY. Es geht um die Veränderungsprozesse von Identität, Privatleben und Gesellschaft durch die Globalisierung und durch Pervasive Computing (der digitalen Durchdringung unseres Alltags).
Zu sehen sind im Filmprogramm u.a. James Bennings RR und Guy Maddins My Winnipeg. Neben der spannenden Multimedia-Austellung "Young identities-Global Youth" gibt es auch einen "Idendity-Kongress" auf dem u.a. der Mediewissenschaftler Norbert Bolz und der Politologe Ralf Bendrath sprechen werden.

Mehr Infos auf der sehr ansprechenden Festivalseite .

19.04.08

"Sportsfreund Lötzsch" von Sandra Prechtel und Sascha Hilpert

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Aufzeichnungen eines Ausdelegierten

Das „achtung berlin“-Festival zeigt wie die vergangene Berlinale, dass die Realität oft spannender ist als die Fiktion und dass Dokumentarfilme Geschichten erzählen, die man einem Spielfilm kaum glauben würde. „Sportsfreund Lötzsch“ von Sandra Prechtel und Sascha Hilpert zeigt das Menschenverachtende des real-existierenden Sozialismus. Der Radsportler Wolfgang Lötzsch wird wegen seiner ideologischen Unzuverlässigkeit trotz seiner überragenden Leistungen aus dem DDR-Leistungssportsystem „ausdelegiert“ und von der Stasi überwacht. Lötzsch kämpft als Einzelner gegen das System, so sagt er es selbst im Film. Prechtel und Hilbert lassen in ihrem Film nicht nur Freunde und Radfahrerkollegen zu Wort kommen, sondern auch den Major der Staatssicherheit Heinrich Engelhardt, der die Überwachungsoperation „Speiche“ koordiniert hat. „Sportsfreund Lötzsch“ fokussiert auf einen Mann, der nur Sportler sein wollte und zum Rebell gemacht wurde. Der Erkenntnisgewinn durch den Film über das Zusammenwirken von Politik und Stasi im unermüdlichen Kampf gegen die Freiheit des Einzelnen ist enorm.

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15.04.08

achtung berlin - Filmfestival im Babylon Mitte

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Mehr als 70 Filme laufen vom 16. bis 22. April auf dem Filmfestival „achtung berlin – new berlin film award“ im Babylon Mitte. Im Filmwettbewerb „Made in Berlin-Brandenburg“ treten 36 Filme an, die von einer Berlin-Brandenburger Produktionsfirma realisiert wurden oder sich mit Berlin beschäftigen. Den „new berlin film award“ erhalten die Gewinner in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm. Ausgezeichnet wird außerdem die beste Kamera und der beste Schnitt. Weitere Festivalsektionen sind Berlin-Brandenburg spezial und HeimatDokumente. Die Retrospektive trägt den Titel „B wie Berlin“, zu sehen sind Kurzfilme aus 60 Jahren Berlinwerbung. Für Kinder und Jugendliche gibt es am Sonnabend- und Sonntagnachmittag ein Kurzfilmprogramm.

03.04.08

11mm Fussballfilmfest in Berlin 4.-7. April

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Morgen startet das Fussballfilmfest, das schon seit einigen Jahren in Berlin zu den festen Institutionen des Filmfestivalreigens der Stadt gehört. Neu ist der Ort: Das Kino Babylon Mitte, das sich immer mehr zu einem Herzstück der Kino- aber auch Kulturlandschaft in der Stadt entwickelt, nachdem es einige Jahre recht still ohne erkennbare Richtung oder Programm dahinsiechte.

Wie die benachbarte Volksbühne, die nicht nur Theaterstücke zeigt, verbinden die Kinobetreiber des Babylon Filme und Konzerte, zeigen Retrospektiven begleitet von Vorträgen und Diskussionsrunden, haben besonderes Augenmerk auf die Entwicklungen des jungen deutschen Films gelegt und laden auch ein zu Partys und Lesungen.

Nun also das Fußballfilmfest: 30 Filme, vor allem Dokumentar, aber auch Spielfilme rund um das runde Leder - dazu viele Gäste aus Sport und Film. Aber auch Kunstkinofreunde finden etwas: den auf der Dokumenta gezeigten Film DEEP PLAY des Künstler Harun Farocki. Für seine Installation hat Farocki alle Filmaufnahmen des WM Finales 2006 zusammengetragen. Auf zwölf Monitoren in der Rotunde sind Original-Bilder, Aufnahmen von Überwachungskameras und Grafiken einer mathematischen Analyse gleichzeitig zu sehen. Aber es gibt noch viel mehr:

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02.04.08

Nippon Connection - Japanese Film Festival 2. bis 6. April 2008

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Freunde des japanischen Films sollten sich schnell nach Frankfurt aufmachen, denn hier sind ab heute bis zum kommenden Sonntag über 130 Filme aus dem Land der aufgehenden Sonne zu "besichtigen". Das Japanese Film Festival gibt es bereits seit acht Jahren und hat mit 13 Filmen angefangen. Die Steigerung um 1000% ist ein Beleg für die große Beachtung, die die verschiedenen Genres des japanischen Films in Deutschland genießen.

Im Programm der Sektion Nipon Cinema sind viele aktuelle Filme aus den Jahren 2006 und 2007. Manche sind bereits auf der diesjährigen Berlinale gezeigt worden, wie z. B. der Preisträger für den besten Erstlingsfilm "Asyl – Park and Love Hotel" von Kumasaka Izuru, aber im Programm sind immerhin auch 13 Deutschlandpremieren, die um den Nippon Cinema Award konkurrieren. Weitere Sektionen sind NIPPON DIGITAL mit einer Auswahl an Animations-, Kurz- und Dokumentarfilmen sowie NIPPON RETRO mit dem vielversprechenden Titel "Wizards of japanese independent Animation, 1960s - Today".

Alles in allem ein vielversprechendes Programm, dass einen kurzen Trip in die Bankenstadt lohnenswert macht.

29.03.08

Lola-Nominierungen für drei Berlinalefilme

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Drei Berlinalebeiträge aus den Jahren 2007 und 2008 wurden in dieser Woche für den Deutschen Filmpreis "Lola" nominiert. "Prinzessinnenbad" von Bettina Blümner, der 2007 in der Perspektive Deutsches Kino lief, hat in der Kategorie Bester Dokumentarfilm eine Chance auf die "Lola". Viermal nominierte die Deutsche Filmakademie "Yella" von Christian Petzold aus dem Wettbewerb 2007: In den Kategorien Bester Film und Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Nina Hoss) und Beste Kamera (Hans Fromm). "Kirschblüten" von Doris Dörrie, gezeigt im Wettbewerb 2008, wurde in sechs Kategorien berücksichtigt, darunter Bester Film und Beste Regie. Außerdem erhielten die beiden Hauptdarsteller Hannelore Elsner und Elmar Wepper Nominierungen. Doris Dörrie kann sich außerdem Hoffnung auf den Filmpreis für ihr Drehbuch machen und Sabine Greunig tritt in der Kategorie Bestes Kostümbild an.

19.03.08

"Die Österreichische Methode" von Erica von Moeller und anderen

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(Foto: Spirit Filmverleih)

Der Episodenfilm „Die Österreichische Methode“ lief bereits bei den Hofer Filmtagen 2006 und auf verschiedenen anderen Festivals. Jetzt kommt er auch in die Kinos (Starttermin: 20. April 2008). Im Mittelpunkt jeder der fünf Episoden stehen junge Frauen in extremen Beziehungssituationen. Der Film ist ein gemeinsames Projekt von fünf Absolventen der Kölner Filmhochschule Florian Mischa Böder, Peter Bösenberg, Gerrit Lukas, Erica von Moeller und Alexander Tavoli.

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25.02.08

5 Oscars für Berlinale Filme

Man muss Dieter Kosslick eines lassen: einen guten Draht nach Hollywood hat er. Gleich fünf Oscars gingen an Filme, die dieses oder letztes Jahr im Wettbewerb der Berlinale liefen. Daniel Day-Lewis, der vor zwei Wochen noch eine Massenhysterie am Potsdamer Platz ausgelöst hat, bekam den Oscar „Bester Hauptdarsteller“ für seine Rolle als Daniel Planview in "There will be blood". Das neue Werk von Paul Thomas Anderson wurde auf der letzten Berlinale von den Kritikern als Aspirant für den Goldenen Bären gehandelt, bekam aber "nur" den Silbernen Bären für die Beste Regie. Zum Trost gab es gestern noch einen Extra Oscar für die beste Kameraarbeit. Marion Cotillard, die letztes Jahr trotz ihrer herausragenden Leistung in dem Eröffnungsfilm der Berlinale 2007 "La vie en Rose" keinen Bären mitnehmen durfte, bekam gestern den Oscar „Beste Hauptdarstellerin“ für ihre Rolle der Edith Piaf (Ätsch!!!). Wer Marion Cotillard als Edith Piaf und gestern als Marion Cotillard gesehen hat, der muss einsehen, dass "La vie en rose" auch für das "Makeup" mit einem Oscar ausgezeichnet werden musste. Ebenfalls im letzten Jahr auf der Berlinale lief der österreichische Film "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky. Er gewann gestern den Oscar für den besten ausländischen Film.

20.01.08

Die Preisträger des Max Ophüls Festival 2008 stehen fest!

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Der Max Ophüls Preis 2008 geht an den Regisseur André Erkau für seinen Film „Selbstgespräche“. Ein Film über scheiternde Gestalten in einem Callcenter.

Der Kurzfilmpreis 2008 geht an die Regisseurin Frauke Thielecke für ihren Film „Dunkelrot“.

Für seine Rolle als Konstantin in dem Film „Nichts geht mehr“ von Florian Mischa Böder geht der Preis für den besten Nachwuchsdarsteller 2008 an Jörg Pohl. Ein Film über zwei Brüder, die nach einem Streich irgdendwie ins linksschwärmerische Mileu geraten und als Terroristen verfolgt werden.

Für ihre Rollen als Maike in dem Film „Höhere Gewalt“ von Lars Henning Jung und als Sik in dem Film „Die Tränen meiner Mutter“ von Alejandro Cardenas-Amelio geht der Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin 2008 an Alice Dwyer. Höhere Gewalt hat bei den Älteren Besuchern meist Irritation und Ablehnung ausgelöst. Es geht um eine Gruppe Jugendliche und schreckliche Ereignisse an einem Wochenende auf einem Hof.

Der Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten 2008 UND der Dokumentarfilmpreis 2008 geht an die Regisseurin Alexandra Westmeier für ihre Dokumentation „Allein in vier Wänden“. Der Film ist bedrückend und beieindruckend. Siehe Kritik auf dieser Seite.

Der Publikumspreis des 29. Filmfestivals Max Ophüls Preis geht an den Film „Novemberkind“ des Regisseurs Christian Schwochow. Ein Film über eine Vatersuche.

Max Ophüls Festival: "Nichts geht mehr" von Florian Mischa Böder

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Es fängt brillant an: stimmige Bilder, knackige Dialoge und glaubwürdig, eigenwillige Charaktere ziehen den Zuschauer sofort hinein in die Geschichte. Zwei Brüder, ein Sommer in Bochum. Der eine, August ( Jean-Luc Bubert) ist ein wenig der Partyhengst und Macher und Laberkopp, sein jüngerer Bruder Konstantin (Jörg Pohl, der auch den Darstellerpreis gewonnen hat) hat einen ruhigeren und kontrollierteren Charakter, versucht sein Leben nach dem Auszug zu Haus in Fahrt zu bringen. Die beiden verstrahlen die Fröhlichkeit und Lust einer lauen Sommernacht, sie wollen irgendeinen „Scheiß“ machen, sich amüsieren und es allen anderen zeigen. Es beginnt mit einem Einbruch ins Schwimmbad. Sehr witzig und toll gefilmt. Als nächst Aktion wollen die beiden, angetrieben von August alle Ampeln in Bochum anmalen. Das tun sie auch und am nächsten Morgen ......

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"Zu Fuß nach Santiago" von Bruno Moll

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Das musste ja kommen. Ein Film über den Jacobsweg. Folgerichtig begrüßt der Kinosaalchef das erste volle Kino, das ich auf dem Festival erlebe, mit den Worten: „Wir haben ja alle unseren Kerkeling gelesen...“
Was ist das nur, dass all die Promis und Normalos in den letzten Jahren auf den Jacobsweg schickt? Vielleicht die Mischung, die auch einer der Weggefährten von Roman Weishaupt beschreibt: 1/3 Abenteuerlust, 1/3 sportliche Herausforderung und 1/3 Selbstsuche. Ich würde sagen, es sind eher Fünftel nicht Drittel. Die zwei anderen Fünftel sind zum einen das Massenphänomen Jacobsweg, befeuert durch inzwischen sicher 20 Bücher und ein letztes Fünftel ist romantische Sehnsucht nach Religion oder auch der diffuse Wunsch, an etwas zu Glauben......

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19.01.08

Max Ophüls Festival: „Eisenfresser“ von Shaheen Dill-Riaz

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Sofort hatte ich wieder die Fotos von Sebastiao Salgado vor Augen. Der berühmte Fotograf hat vor einigen Jahren einen Bildband über die Arbeiter dieser Welt gemacht: Grandiose Schwarz-Weiß Aufnahmen, unfassbar schöne und dabei erschreckende Bilder, die zeigen: Für viele Millionen Menschen findet die Ausbeutung in Minen, Werften und Fabriken noch immer statt, Kinder und Erwachsene ruinieren oft für weniger als 1 Euro am Tag, ohne jeden Vertrag oder Schutz ihre Gesundheit, riskieren ihr Leben. Sie schuften, bis sie eines Tage umfallen und Oben sitzen die sprichwörtlichen "fat cats" und kassieren Millionen. Nicht selten werden die so gewonnenen Produkte oder Rohstoffe dann zu uns, in die so genannte 1. Welt verkauft, oder wir w werden eben am Strand von Chittagong unseren Schrott los. Und der Westen ist so stolz, solch katastrophale Arbeitsbedingungen mit dem Beginn des letzten Jahrhunderts allmählich hinter uns gelassen zu haben.....

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18.01.08

Max Ophüls Festival: "Allein in vier Wänden" von Alexandra Westermeier

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Eine sehr starke Dokumentation über ein Jugendgefängnis im russischen Ural. Ganz im Sinne von Roland Koch werden hier Kinder zwischen 11 und 15 nach Straftaten, die bis zu Mord gehen für drei Jahre weggesperrt. Doch das Lager ist weniger ein Knast als ein Militärcamp mit viel Unterricht und Arbeit. Dieser Film dokumentiert den erbärmlichen staatlichen Versuch, eine militärische Drillantwort auf eine soziale Frage zu geben. Ganz wie beim Militär werden daher den Jungs zuerst die Haare abrasiert und dann erzählen diese ältesten 12 Jährigen, die ich im Kino je gesehen habe, von einem elenden Leben. Einige Jungs erhalten erst in diesem Camp regelmäßig zu Essen gehen, in die Schule lernen und lesen, finden echte Freunde und einen Alltag ohne Drogen, Alkohol und Gewalt. Da wird mancher im Sinne solider 50er Jahre Pädagogik denken, Orrrrrrdnung und Dissssziplin haben noch niemandem geschadet! Erst ganz am Ende des Films, nachdem wir all diese tragischen Geschichten von Kindern gehört haben, die nie Kinder sein konnten, erst dann die lapidare Zeile: 91% der Jugendlichen, die in diesem für russische Verhältnisse sehr progressiven Lager eingesperrt werden, landen wieder im Gefängnis......

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Max Ophüls Festival Kurzfilm: „Über Wasser gehen“ von Ralf Beyerle

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Der erste Film des Max Ophüls Festivals geht da los, wo ich heute Morgen um 5 in die U-Bahn stieg: Eberswalder Str., Berlin Prenzlauer Berg. Und da, zwischen Schummelkneipen und Sushi Shops, entlang der Danziger und davon nach Rechts und Links spielt sich auch das Leben von Jürgen ab: Ein Versager mit viel Optimismus und noch mehr (dämlichen) Ideen, wie man zu Geld kommen kann, der (warum?) von einem Filmteam beim Scheitern begleitet wird.

Der Film „Über Wasser gehen“ kann sich nicht entscheiden. Er will „Mocufiction“ sein (also ein Film der vorgibt dokumentarisch zu sein, wie Stromberg im Fernsehen als prominentes Beispiel) und auch etwas über diese Typen am Prenzlauer Berg, vielleicht sogar ein kleines Portrait der beschworenen "flexiblen" (ein Wort das Jürgen oft benutzt) Arbeitswelt von Heute sein.

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14.01.08

Ab heute rockt Saarbrücken (im Rahmen seiner Möglichkeiten :-)

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Das Saarland schmückt sich schon seit Tagen mit den blauen Herzen, dem Logo des Filmfestival Max Ophüls Preis. In den meisten Kneipen wird wild dekoriert, sogar am Samstagabend haben wir Wirte Poster aufhängen, Herzen malen und Filmrequisiten verteilen sehen in ihren Läden. Alles ist seit gestern bereit. Und heute geht‘ los: das Filmfestival in Saarbrücken - der Max Ophüls Preis wird am Samstag verliehen.

Der Gewinnerfilm des letzten Jahres, war ein Hit in den Programmkinos: Full Metal Village, die Doku über das Heavy Metal Festival in Wacken. Anders als auf diesem Metaller Mosh auf der grünen Wiese, treffen sich ab heute in Saarbrücken etwa 1000 Filmschaffende, vor allem junge deutsche Filmemacher.
Frankreich liegt 5 km weit weg - und so gibt es natürlich auch eine kleine Sektion französischer Film.
Und in diesem Jahr gibt es zum ersten Mal außer dem klassischen 90 Minüter und dem Kurzfilm, auch einen Preis für den einen „mittellangen Film“ (alles über 30 Minuten). Da viele Abschlussfilme der Hochschulen in diesen Bereich fallen, ist die Einführung dieser Kategorie ein weiterer Beweis, dass man in Saarbrücken vor allem sehen will, was der Nachwuchs kann und macht - egal wieviel Minuten er dazu braucht.

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23.11.07

Nachtrag Münster Filmfest: ONCE von John Carney

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Liebe mit Musik & vice versa

Gemacht war Once wohl als Mini Indieproduktion für Irland, wo die Band The Frames, in der der Hauptdarsteller singt, Fussballstadien füllen. In Berlin waren letztes Jahr auf dem Frames Konzert etwa 300 Leute, in den USA kannte sie bisher kaum jemand. Ein paar Wochen in Dublin im Kino und dann für DVD - das war der Plan der Miniproduktion. Dann gewann Once in Sundance den Publikumspreis, wurde zum moderaten Hit in den US Kinos und tingelt nun über die weltweiten Festivals, gewinnt andauernd einen Preis. Im Frühjahr kommt er bei uns in die Kinos. In Aachen und Münster auf den Filmfestivals lief er schon.

Die Schauspielerfahrung von Glen Hansard beschränkte sich auf einen kurzen Auftritt im Film The Committments 1991 und seine Partnerin Markéta Irglová, eigentlich Pianistin, hatte überhaupt keine Schauspielerfahrung. Nach einigem hin und her hat der Regisseur John Carney seinen Freund Hansard überzeugt, nicht nur die Musik zu seinem Film zu schreiben, sondern auch gleich die Hauptrolle zu übernehmen. Und das war eine gute Entscheidung!
Der Film braucht gar keine erfahrenen Schauspieler, denn zum einen besteht er aus vielen Szenen, in denen musiziert wird, etwas das Hansard seit 16 Jahren mit den Frames macht, und zum anderen ist der Stil des Films so klar und rund und fein, die Figuren sind gerade glaubwürdig, weil sie so sicher wirken, wenn sie Musik machen und so unsicher, wenn es um den Rest des Lebens (also auch die Darstellung desselben im Film) geht. Das passt einfach.
Once ist eine Musikergeschichte verwoben mit der Geschichte einer unmöglichen Liebe und er ist eine tragisch- schöne Liebesgeschichte verwoben mit einer gelingenden Musikgeschichte.

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03.11.07

Das Ende der Panzer-Republik

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“Eggesin möglicherweise“ von Olaf Winkler und Dirk Heth, Deutschland 2006

Früher, soll heißen im guten alten Kalten Krieg in DDR-Zeiten, war Eggesin ein „Mythos für die Verschwendung der Lebenszeit junger Männer“. Aber immerhin hatte der Ort in der Nähe von Ueckermünde ein paar Kilometer landeinwärts vom Stettiner Haff als Garnisonsstadt der Nationalen Volksarmee eine solide Existenzgrundlage: In den „besten Zeiten“ 27.000 Soldaten, eine Einwohnerzahl, die sich von 3.000 auf mehr als 9.000 verdreifachte und 2.000 Arbeitsplätze in der Industrie – die Eggesiner sprachen ironisch von der „ Autonomen Panzer-Republik“. 15 Jahre nach der Wiedervereinigung ist Eggesin kein Bundeswehrstandort mehr. Die unter der Kohlregierung noch modernisierte Artillerie-Kaserne und die Soldatenwohnungen stehen leer, 30 Prozent der Einwohner haben Eggesin bereits verlassen und der Wegzug von weiteren 3.000 Menschen wird erwartet. In dieser Situation haben Olaf Winkler und Dirk Heth eine „dokumentarische Filmerzählung“ gedreht: „Eggesin möglicherweise“.

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31.10.07

Von Brandstiftern und Kindern

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"Jesus Camp" von Heidi Ewing und Rachel Grady, USA 2006

Eines vorweg: „Jesus Camp“ ist eine Tortur. Kinder, die in Weinkrämpfen zusammenbrechen, sich in Zuckungen am Boden winden, in Zungen Reden und von Erwachsenen solange in hysterische Zustände getrieben werden, bis sie alles nachbeten, was ihnen vorgesagt wird, sind kein schöner Anblick. Dennoch sollte man diesen Dokumentarfilm, der nicht nur im Rahmen des ueber morgen-Festivals in Berlin gezeigt wird, sondern am 1. November in ganz Deutschland anläuft, auf jeden Fall sehen. In „Jesus Camp“ zeigt sich die radikale christliche Bewegung der USA der Evangelikalen, so wie sie ist: selbstbewusst als selbsternannte Krieger in einem politisch-ideologischen „culture war“, für den sie eine neue Generation von wahren Christen erziehen wollen. Die Filmemacherinnen Heidi Ewing und Rachel Grady entlarven die Evangelikalen nicht. Das ist nicht notwendig. Becky Fischer und die anderen Prediger, die das Feriencamp „Kids on Fire“ organisieren, sind stolz auf ihren Radikalismus. Als Mike Papantino, der Moderator einer eher gemäßigten christlichen Radio-Talkshow, sie der „Indoktrination“ bezichtigt, kann Fischer an diesem Begriff nichts Negatives finden.

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30.10.07

Ueber morgen - Wie wollen wir Leben?

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Filmvestival der "Aktion Mensch" startet in Berlin


„Utopien, Träume, Weltenentwürfe" lautet der Untertitel des ueber morgen-Filmfestivals, das vom 1. bis zum 11. November mit insgesamt dreizehn Spiel- und Dokumentarfilmen in Berlin startet. Die „Aktion Mensch" und zahlreiche Kooperationspartner stellen mit diesem Festival die entscheidende Frage: Wie wollen wir leben? Nach dem Auftakt in der Hauptstadt, die Berliner Festivalkinos sind das „Filmtheater am Friedrichshain" und das „Broadway", geht das Festival bis zum Juni 2008 auf Tour durch 100 deutsche Städte. Hier die Berlin-Termine des ueber morgen-Festivals.

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27.10.07

Alle Jahre wieder....

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Heinz Badewitz moderiert das Gespräch mit Wayne Wang an.

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22.10.07

Miehen työ - Man's Job von Aleksi Salmenperä

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Finnischer Gigolo scheitert am Handwerk - Der Sieger von Münster

Als sein kräftiger Körper am Ende von der Arbeit an den Frauen ramponiert ist - Loch im Kopf, Finger gebrochen, blaues Auge - von den seelischen Wunden seiner Arbeit gar nicht zu sprechen - da zertrümmert ihm seine Ehefrau mit einem Hammer den Knöchel. Um ihm was Gutes zu tun und die Familie zu retten. Und er lächelt - zum ersten Mal.

Der Weg bis zu dieser Szene: Steinmetz Juha wird arbeitslos und kommt durch Zufall auf die Idee als Gigolo für ältere Frauen zu arbeiten. Freunde helfen ihm bei den logistischen Schwierigkeiten und beneiden ihn um seinen Job. Aber Juha lernt die ganzen Härten des Sexgeschäfts kennen - bis hin, dass die Familie an seiner Hurerei fast zerbricht, obwohl er weiter auf den ehrlichen Handwerker zu machen versucht.

Man ist ja immer schnell dabei, jeden finnischen Film mit den Granden des finnischen Kinos, den Kaurismäkis, zu vergleichen. Und natürlich wird auch in diesem Film viel getrunken und geraucht. So sind sie nunmal die Finnen scheint es, wenn sie nicht bei Nokia arbeiten oder Pisa-Test Sieger sind. Aber die Bilder in diesem Film sind nicht gar so trostlos wie bei Kaurismäki und es wird auch mehr geredet. Nicht viel mehr, aber immerhin. .....

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Die „Fliegende Bank“ am Boden

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“Grounding – Die letzten Tage der Swissair“ von Michael Steiner, Schweiz 2006


Am Dienstag, dem 2. Oktober 2001, konnte man rund um den Globus Schweizer weinen sehen – auf Flughäfen. Männer und Frauen standen fassungslos in den Abfertigungshallen oder mussten die Flugzeuge wieder verlassen: Die Swissair, von den Eidgenossen selbstbewusst die „Fliegende Bank“ genannt, war zahlungsunfähig. Weil die Fluglinie weder das Benzin noch die Flughafengebühren zahlen konnte, blieben die Maschinen am Boden. Die Passagiere halfen zum Teil den Crews sogar, das Gepäck wieder auszuladen, weil das Flughafenpersonal ohne vorherige Bezahlung den Service verweigerte. Der Schweizer Regisseur Michael Steiner hat aus dem Wirtschaftsdrama einen dokumentarischen Spielfilm gemacht, der auch beleuchtet, wie ein Unternehmenszusammenbruch zum privaten Drama für die Mitarbeiter wird.

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21.10.07

60-jährige sind schlecht für die Marke

"Darling" von Johan Kling, Schweden 2007

„Darling“ hat der schwedische Regisseur und Drehbuchautor seinen Johan Kling seinen Film genannt. Für Liebesgefühle ist aber in Zeiten der Arbeitslosigkeit wenig Platz, wie Eva und Bernhard feststellen, als sie sich ihr Weg aus der Arbeitslosigkeit schließlich bei McDonald’s kreuzt. Kling konzentriert sich ganz auf seine Hauptfiguren und zeigt dabei, wie unterschiedlich die Chancen zweier Menschen sind, die sich vermeintlich in derselben Situation befinden. Der Grund: Zwischen ihnen liegt ein Altersunterschied von mehr als 30 Jahren.

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19.10.07

Die wollen nur spielen

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"Fairplay" von Lionel Bailliu, Frankreich 2007


Die Fairness ist ein hehres Ideal, für das der Erfolgreiche in der Wirtschaft nur ein spöttisches Lächeln übrig hat - so die einfache Botschaft von Regisseur und Drehbuchautor Lionel Bailliu in "Fairplay". Sein Film läuft im Wettbewerb des Filmfestivals Münster 2007. Vor dem Hintergrund sportlicher Wettkampfepisoden konstruiert er eine Unternehmensintrige, die in einem klassischen Show-Down auf Leben und Tod endet.

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18.10.07

Ran an die Arbeit

„Work! Don’t Work“ - 2. Filmfestival Münster

Ist das Unternehmen ein Haifischbecken, in dem bis aufs Blut um Positionen und Macht gekämpft wird? Wie tragisch ist das Los Tausender namenloser Menschen, die im Sog des Swissair-Niedergangs nicht nur Haus und Job verlieren, sondern auch den Glauben an ihr Musterland, die Schweiz? „Work! Don’t Work!“ heißt der Titel des europäischen Spielfilmwettbewerbs beim diesjährigen Filmfestival Münster (17.-21. Oktober). Acht Werke – vom Thriller über Musikfilm bis zum Sozialdrama – zeigen alle Aspekte von Arbeit – auch Liebe und Freundschaft, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit und zeichnen sich durch ihre künstlerische Originalität aus. Der Regiepreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Das komplette Programm des 12. Filmfestivals Münster ist unter: http://www.filmfestival-muenster.de abrufbar.

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02.10.07

Von Schnecken und Menschen

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Old Joy von Kelly Reichhardt, USA 2005

Vorbei an der größten Favela Südamerikas, die wunderbar schimmernd am Hang über dem Meer liegt, rast unser Taxi in einen Vorort, der von der reichen Mittelklasse Rios bewohnt wird. Dort nur die üblichen Rio Plattenbauten (die Armen wohnen in dicht gedrängten Minihäusern, Platte heißt hier Wohlstand) Zwischen den Nobelplatten des Retortenviertels am südlichen Ende der Stadt kommt eine Shopping Mall nach der nächsten und Großrestaurants an der 6spurigen Ausfallstraße. Der Taxista will uns überreden in eine ihm bekannte Riesenmall zu fahren, da gäbe es auch viele Kinos. Von Festival do Rio hat er gehört, mehr aber auch nicht. Wir stehen schließlich in einer kleinen Mall und sind lange die einzigen, die den Film Old Joy sehen wollen. Und das eigentlich auch nur, weil der von uns geschätzte Musiker Will Oldham, alias Bonny Prince Billy dort seine erste Hauptrolle spielt. Und dann kurz vor Beginn finden sich noch etwa 10 andere - entweder Fans oder Filmbuffs oder vom Vorort Gelangweilte - hier ein, die diesen kleinen Indiefilm sehen wollen in dem auf etwa 13 Grad runtergekühlten, überdimensionierten Saal.

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An der Copacabana im Kalten und Dunklen - Filmfestival Rio de Janeiro

Da tragen Leute Surfbretter durch die Straßen, da sind die Bikinis und geshapten bodys, da sind die Caipies und die Sonne und die Wellen und Zuckerhut und alles, was man so erwartet in Rio. Was man nicht erwartet: das Rio Filmfestival, eins der größten in Südamerika. 15 tage 300 Filme aus aller Welt (aus Deutschland u.a. Yella, Eichmann, Das Fräulein, der Dani Levi Hitlerfilm, eine Doku über die frühen Jahre von Wim Wenders, der auch schon auf der Berlinale lief) die Cannes und Venedig Gewinnerfilme, dazu andere Festivalfilme der zweiten reihe aus Toronto, von der Berlinale usw. Ältere Arthouseware und ein paar frische Indies und Festivalfilme.

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25.06.07

Diskussion: Wozu brauchen wir Festivals?

Erster Eindruck am Samstag. Programmleiter Klaus Eder diskutiert mit Filmemacherin Lucia Puenzo ("53 dias de invierno") , Filmkritikerveteran Derek Malcom (The Guardian, Evening Standard), der Agentin Adriana Chiesa und Produzent Nik Powell ("The crying Game") über die Zukunft der Filmfestivals. Einhellig ist die Kritik an der Dominanz Hollywoods in europäischen Kinos. Festivals sollen eine Art Bollwerk gegen die Shreks und Spidermänner dieser Welt sein. Sie sollen das "gute" World Cinema promoten. Zunehmend wird es aber zum Problem, so Derek Malcolm, die Berichterstattung über kleine Filme gegen die Berichterstattung vom Roten Teppich durchzusetzen. Da sind dann meiner Meinung nach Online-Blogs und -Magazine wie festivalblog.com gefragt. Sie unterliegen nicht dem Druck, Massenwirkung zu erzielen, und können kleinen Spartenfilmen den nötigen Raum geben.

22.06.07

Es geht doch: Ein deutsches Filmfestival im Sommer

Das Münchner Filmfest hat zwar keinen Wettbewerb, aber es ist immerhin das größte Filmfestival nach der Berlinale. Dieses Jahr hat es genauso wie Cannes Jubiläum. Zum 25. Mal wird das Filmfest heute eröffnet. Gezeigt werden 234 Spielfilme. Mit dabei u.a. die Cannes-Filme "Am Ende kommen Touristen" von Robert Thalheim, "Import Export" von Ulrich Seidl, eine Reihe über "American Indies" und eine Retrospektive zu Werner Herzog.

25.05.07

Cannes spricht deutsch

Wie kann man über ein Film-Festival an der Côte d’Azur schreiben, wenn man in Bayern festsitzt? Wenn vor dem Fenster nicht Angelina Jolie und Martin Scorsese vorbeiziehen, sondern deutsche Laster auf deutschen Autobahnen? Ich bin ein wenig sprachlos und ganz sicher neidisch, trotzdem aber auch voller Vorfreude, denn irgendwann werden es die vielen Entdeckungen von Cannes ja auch auf deutsche Leinwände schaffen.
Dass die deutschsprachigen Filme dieses Jahr besonders wohlwollend aufgenommen wurden, erfüllt die Abgesandten der deutschen Filmkritik hörbar mit Stolz.

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Fatih Akins neuer Film „Auf der anderen Seite des Lebens“ aber wird nicht nur von ihnen sondern auch von der internationalen Filmkritik als heißer Kandidat auf die goldene Palme gehandelt. So ist Akin (Jahrgang 73) für die spanische Tageszeitung El pais „la voz de una juventud que necesita una identidad no nacionalista, una juventud que busca sus orígenes pero que detesta las banderas, que en definitiva cree que se puede -y se debe- vivir entre culturas.” (die Stimme einer Jugend, die eine nicht nationalistische Identität braucht, einer Jugend die nach seinen Urprüngen sucht, die Grenzen hasst, die glaubt sie kann – und sollte – zwischen den Kulturen leben“). Nach „Gegen die Wand“ ist „Auf der anderen Seite des Lebens“ der zweite Teil einer Trilogie. Leitthema ist diesmal nicht Liebe sondern der Tod.

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29.04.07

Die Trends kommen aus Osnabrück

In Cannes, Berlin und Venedig treffen sich die Stars, in der Provinz trifft sich die Szene. Mit 160.000 Einwohnern zählt Osnabrück zwar bereits als Großstadt, aber nicht zu Unrecht gilt es als eines der durchschnittlichsten Flecken Deutschlands. Wer Aufregung sucht, geht woanders hin. Trotzdem oder vielleicht gerade aus diesem Grunde hat sich hier eines der wichtigsten Festivals für Experimentalfilm und Medienkunst etabliert.

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Quelle: EMAF

Auch wenn das 20. European Media Art Festival heute seinen letzten Tag hat, läuft die angegliederte Ausstellung "FINAL CUT- Medienkunst und Kino" in der Kunsthalle Dominikanerkirche noch bis zum 20. Mai.

24.04.07

Suchttherapie für 32 Euro

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(Quelle: Sehsüchte)

Hervorgegangen ist das Internationale Studentenfilmfestival in Potsdam aus den FDJ-Studententagen und es war einmal "das größte studentische Filmfest des Ostblocks". Zu neuem Ruhm gelang das Festival 1995, als es von Studenten und Professoren der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg unter dem Label "Sehsüchte" neu gegründet wurde.
32 Euro kostet eine Dauerkarte für Sehsüchte 2007. Dafür gibt es vom 24. - 29. April 135 studentische Kurzfilme. Regionaler Schwerpunkt ist dieses Jahr die Andenregion (Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien, Chile). Neben dem Filmprogramm gibt es auch interessante Rahmenveranstaltungen, z. B. das Werkstattgespräch mit der Regisseurin Ann-Kristin Reyels ("Jagdhunde") oder die Drehbuchlounge, ein Drehbuchleseabend u.a. mit den Synchronsprechern von Johnny Depp (David Nathan) und Cate Blanchet (Arianne Borbach).

28.03.07

Nachbarn in Europa

Heute beginnt das Festival des mittel- und osteuropäischen Films goEast in Wiesbaden. Bis zum 3. April werden Filme u. a. aus Polen, Ungarn, Tschechien und Lettland gezeigt. Allein im Wettbewerb sind 10 Feature- und 6 Dokumentarfilme vertreten. Dazu kommen 40 Kurzfilme im Hochschulwettbewerb und 6 Filme aus einer Hommage an das Frühwerk des Regisseurs Miloš Forman. Begleitet wird das Filmprogramm von Lesungen, Vorträgen und Podiumsdiskussionen.

23.03.07

Warum Filme zeigen nicht genug ist

Filmfestivals sonnen sich gern im Ruhm ihrer Neuentdeckungen. Dabei steht ihre Arbeit als Perlensucher in keinem Vergleich zum Aufwand der Produktion eines Film. Nicht wenige vielversprechende Projekte erleben nicht ihren ersten Drehtag, andere bleiben auf halber Strecke liegen oder brechen kurz vor dem Ziel in sich zusammen. Eines der spektakulärsten Beispiele ist sicherlich Terry Gilliams „The Man Who Killed Don Quixote“. Das Hauptproblem ist eigentlich immer dasselbe: es ist kein Geld mehr da oder war vielleicht auch nie da. Gescheiterte Filmprojekte nutzen Filmfestivals reichlich wenig und so haben sich die Großen unter ihnen entschlossen, in Sache Talentförderung es nicht bei der Einladung von Filmen zu belassen.
Cannes z. B. holt dieses Jahr zum dritten Mal eine ausgesuchte Schar an jungen Filmemacher in das Atelier de la Cinéfondation. Hier wird das Festival seine Beziehungen spielen lassen und sie vom 18. bis zum 25. Mai bei der Suche nach Geldgebern für ihre neuen Projekte unterstützen. Unter den 15 Filmemachern aus 15 Nationen, die in der Regel für ihr erstes oder zweites eigenes Filmprojekt werben, ist auch der taiwanesische Tsai Ming Liang, der mit „Salomé“ allerdings schon seinen neunten Film vorbereitet.
Im Gegensatz zum Atelier de la Cinéfondation setzt Films in Progress (Cine en Construcción) genau am anderen Ende des Produktionsprozesses an und hat zudem einen regionalen Schwerpunkt. Auf der vom Filmfestival in San Sebastian 2002 initiierten Veranstaltung begutachten Filmarbeiter aus verschiedenen Bereichen Feature Filme aus Lateinamerika, denen das Geld fehlt, die Postproduktion abzuschließen. Die informelle Zusammenkunft findet normalerweise zweimal im Jahr statt: im September beim Filmfestival in San Sebastian und im März beim Rencontres Cinémas d'Amérique Latine in Toulouse. Dieses Jahr finden die Frühjahrstreffen von Films in Progress nicht nur heute in Toulouse statt, sondern nächste Woche auch auf dem Filmfestival in Guadalajara.
Viel direkter als Cannes und San Sebastian engagiert sich die Berlinale bei der Produktionsförderung. Die Filmfestspiele von Berlin helfen nicht nur bei der Suche nach Geldgebern, sondern sie sind selbst einer. Zusammen mit Kulturstiftung des Bundes haben sie den World Cinema Fund gegründet, der mit einem Jahresbudget von ca. 500.000 Euro Filme aus den Regionen Lateinamerika, Afrika, Naher/Mittlerer Osten, Südostasien und Kaukasus unterstützt. Zu den geförderten Filmen gehörten bisher nicht nur Hany Abu-Assads hochgelobtes Werk „Paradise Now“ sondern auch der Film „El Otro" von Ariel Rotter, der dieses Jahr auf der Berlinale gleich zwei Silberne Bären gewonnen hat.

06.03.07

33 Sahneschnittchen

Gebutstagslaune in Cannes: 60 Jahre sind Stars und Sternchen nun schon die Croissete rauf und runter gelaufen. Es wird also gefeiert werden, bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes. Ohne Pomp und Gloria allerdings, so verspricht es Festspieldirektor Gilles Jacob. Im Mittelpunkt soll vielmehr das stehen, was Cannes groß gemacht hat: Film als Kunstform.

Symbolisch hat sich das Geburtstagskind etwas ganz Besonderes von denjenigen gewünscht, die selbst in Cannes reich beschenkt wurden. 33 Regisseure, allesamt Gewinner der goldenen Palme, sollten ein kleines Werk, nicht länger als 3 Minuten, zu einem Kompilation - Film beisteuern. Genaueres wird nicht verraten, denn das Projekt trägt das Siegel „Streng geheim“. Am 20. Mai wird das Geheimnis bei einer Geburtstagsgala gelüftet werden. Wer jemals einer Kurzfilmnacht beigewohnt hat, weiß zwar, wie schnell so einem Event nach einer halben Stunde die Puste ausgehen kann. Auf der anderen Seite, wem läuft nicht das Wasser im Munde zusammen, wenn er hört, wer die Köstlichkeiten kredenzen wird? Olivier Assayas, Jane Campion, Michael Cimino, Hou Hsiao Hsien, Aki Kaurismaki, Takeshi Kitano….und das sind erst 6 von 33.

30.10.06

Hofer Filmtage 2006: Lichter der Vorstadt von Aki Kaurismäki

Das Bundesgesundheitsministerium hätte vermutlich nicht viel Freude am neuen Film von Aki Kaurismäki. Es gibt dort praktisch keine Szene, in der nicht entweder geraucht oder Alkohol getrunken wird. Und auch sonst unterscheiden sich die blassen, wortkargen Hauptfiguren des Films frappierend vom allgegenwärtigen Idealbild des dynamischen Erfolgsmenschens.

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29.10.06

Hofer Filmtage 2006: "The Brothersome Man" von Jens Lien

20 Uhr. Der IKEA Markt schließt und alle gehen. Doch wir dürfen nicht raus. Stattdessen bekommen wir Gesellschaft: die glücklichen Gesichter aus den IKEA Katalogen. Dann wird der IKEA Markt in den hintersten Winkel der Welt gebeamt und ist von nun an unsere Welt: 24x7. Es gibt kein Entrinnen.

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Hofer Filmtage 2006: Shoppen von Ralf Westhoff

Wie finde ich einen Mann? Wie finde ich meine Traumpartnerin? Immer neue Methoden werden erdacht, um Großstadtsingles miteinander zu verkuppeln. Unter diesen "Innovationen" hat "Online-Dating" dem "Speed-Dating" zwar längst den Rang abgelaufen, aber trotzdem ist "Speed-Dating" eine spannende Form sozialer Interaktion geblieben und darüber hinaus, wie sich durch "Shoppen" herausstellt, ein idealer Filmstoff.

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Hofer Filmtage 2006: Lecke Milch von Oliver Haffner

Am Mensa- oder Kantinentisch sind wir Gefangene unserer Tischnachbarn. Ungefragt erzählen Kollegen oder Kommilitonen von ihrem Intimleben oder reihen Peinlichkeiten derart gekonnt aneinander, das wir das Dessert unangerührt auf dem Tablett stehen lassen.

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28.10.06

Traditon 1: Fußballturnier

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Jedes Jahr trifft sich am Samstag, dem vorletzten Tag des Hofer Festivals, das Team der Hofer Filmtage, um auf dem Platz der Freien Turnerschaft gegen den "FC Hofer Filmwelt" anzutreten. In den vergangenen Jahren hatte der "FC Hofer Filmwelt" u.a. Tom Tykwer und Sönke Worthmann verpflichtet.

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27.10.06

Vorstellung am Hofe

Es ist wie ich es mir vorgestellt habe: man kennt sich. Im kleinen Pressebrüro, das den Charme der 80er Jahre "Kommunikationszentren" hat, hängen Schnappschüsse aus diesem Jahr von Alexander Kluge bis Tom Tykwer. Im Flur beruhigt eine Mitarbeiterin die Assistentin von Monika Bleibtreu, dass Bleibtreu auch bestimmt keine Eintrittskarte abverlangt wird. Schliesslich ist Monika Bleibreu nicht irgendwer in Hof. Im nahegelegenen Pressecafe steht umsonst Kuchen auf den Tisch und hinter mir sitzt Hans Christian Schmidt.

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Der sitzt um 12:00h auch hinter mir bei meiner ersten Vorstellung im "Regina". Vor mir dagegen in dem kleinen 50er Jahre Kino, werden schon die ersten Picolo Flaschen geleert. Es geht beschwingt los.

Ankunft Hof

Nach 2 1/2 Stunden Bahnfahrt empfängt mich Hof mit einer schmucken Bahnhofshalle und einer Bahnhofsstraße, die gleich klarmacht, was Hof zum Charme der Filmtage beiträgt: Nostalgie.

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24.10.06

Das Festival des deutschen Films

Während die Filmkritiker noch über das 12 Millonen Dollar Spektakel von Rom schreiben oder sich vom Filmfestival in Pusan erholen, starten heute im oberfränkischen Hof zum 40. Mal die Hofer Filmtage.Begonnen hat alles 1967 mit 2 Stunden Programm. Heute umfasst das Programm 108 Filme darunter 48 Spiel- und Dokumentarfilme, 34 Kurzfilme und 18 Filme in der Retrospektive. Die Hofer Geschichte ist auch die Geschichte des deutschen Films: hier sind Regisseure wie Doris Dörie, Christoph Schlingensief, Tom Tykwer und Christian Petzold ins Scheinwerferlicht getreten.

2006 gibt es in Hof neben deutscher Filmkunst (u.a. Dominik Grafs "Eine Stadt wird erpresst") aber auch internationale Produktionen wie Nanni Morettis "Il Caimano" und Aki Kaurismäkis "Laitakaupungin Valot" zu sehen.

Mehr und live von den Hofer Filmtagen am Wochenende.