
© NOTHING NEW, TOHOKUSHINSHA FILM CORPORATION
„Vielen Dank. Auf Wiedersehen. Wir hoffen, dass Sie uns bald wieder besuchen.“ Roboterhaft sprechen die Angestellten eines kleinen 24-Stunden-Minimarkts die immer gleichen Worte, verbeugen sich auf die immer gleiche Weise, während im Hintergrund penetrant das immer gleiche Dudelmusik-Lied aus den Lautsprechern plärrt. Ist die perfekte Oberfläche nicht eigentlich schon tot? Yusuke Iwasakis Forum-Beitrag ANYMART lotet die Untiefen der heutigen Dienstleister-Gesellschaft meisterhaft aus – samt unerwartet brutalem Finale.
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Berlinale 2026: ANYMART von Yusuke Iwasaki
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© Crocodile Film Limited
Was passiert, wenn eine Gruppe Jugendlicher aus Kaduna im Norden Nigerias beschließt, Hollywood herauszufordern? Pietra Brettkelly zeigt es in ihrem Dokumentarfilm CROCODILE, der die jungen Filmemacher von The Critics von ihren bescheidenen Anfängen bis zu internationalen Erfolgen begleitet. Im Zentrum stehen die jungen Gründungsmitglieder der nigerianischen Künstlergruppe The Critics, die mit alten Handykameras, herumliegendem Müll, ausrangierten Computern und trotz regelmäßiger Stromausfälle ihre eigenen Versionen von Hollywood-Blockbustern drehen. Ob Szenen aus Star Wars oder Anleihen beim Joker – mit einfachsten Mitteln entstehen verblüffende Spezialeffekte, die ebenso glaubhaft wie erfinderisch sind. Plastikmüll wird zu einem Raumanzug, Pappreste zu futuristischen Kulissen, ein Hinterhof verwandelt sich in eine phantastische Szene aus den Transformers. Allein diese verspielte Do-it-yourself-Magie würde einen Kinobesuch schon lohnen.
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Berlinale 2026: CROCODILE von The Critics, Pietra Brettkelly
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© Salzgeber & Co Medien
Domination ist he name of the game,
in bed or in life, it’s always the same.
Die Berlinale feiert den 40. Geburtstag des Teddy Awards mit der Sonderreihe TEDDY 40, in der sechs Kurzfilme und acht Langfilme gezeigt werden. Der Eröffnungsfilm des Geburtstagsprogramms ist dabei älter als der Teddy Award selbst. Mit VERFÜHRUNG – DIE GRAUSAME FRAU versetzten Elfi Mikesch und Monika Treut im Jahr 1985 große Teile des Forum-Publikums eher in Empörung als in Erregung. (Neugierig? Hier ist der Trailer.) Denn wie Wanda (Mechthild Grossmann) mit ihren Sklav*innen umsprang, das hatten Mann und Frau auf bundesrepublikanischen Leinwänden noch nicht gesehen, es sei denn, sie kannten sich in speziellen Nischen der Kinoszene gut aus.
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Berlinale 2026: VERFÜHRUNG - DIE GRAUSAME FRAU von Elfi Mikesch und Monika Treut
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