Die Berlinale hat bereits zu kämpfen. Es wird zunehmend schwieriger, die großen Regisseur:innen des Arthouse-Kinos nach Berlin zu locken. Im Wettbewerb um internationale Aufmerksamkeit muss die Berlinale nicht nur mit anderen Filmfestivals konkurrieren, sondern zugleich auch für das Überleben des Kinos einstehen.
In diese ohnehin angespannte Situation kommen die politischen Stellvertreterdebatten rund um Meinungsäußerungen zum Palästina-Konflikt auf der letzten Berlinale daher zur Unzeit. Sie gipfelten zuletzt in der Frage, ob die seit 2024 amtierende Festivalchefin Tricia Tuttle die Berlinale weiterhin leiten sollte.
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Berlinale Team stellt sich hinter Tricia Tuttle
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Sichtlich stolz präsentierten sich die Gewinner:innen der „nicht-offiziellen Berlinale-Preise". Diese werden von unabhängigen Jurys vergeben – von Leser- bis Kritiker-Jurys bis hin zu kirchlichen Jurys. Jeweils zwei Preise bekamen MOSCAS (Flies) von Fernando Eimbcke (Wettbewerb), STAATSSCHUTZ von Faraz Shariat (Panorama) und WHAT WILL I BECOME? von Lexie Bean und Logan Rozos (Generation 14plus).
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Berlinale 2026: Preise der Unabhängigen Jurys
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© Blue Monticola Film
„Eigentlich warten wir doch genau auf diese Filme!“, möchte ich meinen Kolleg:innen zurufen, die noch während der Vorstellung der Frau, die weint, den Rücken zukehren. „Wir warten doch auf Filme, bei denen wir nicht wissen, was als Nächstes passiert, und wo wir nicht den nächsten Ton bereits mitsummen können.“ MEINE FRAU WEINT ist so ein Film, auf den es sich zu warten lohnt: erfrischend unerwartet und zugleich eine Komposition, in der alles seinen Platz hat und nichts überflüssig ist.
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Berlinale 2026: MEINE FRAU WEINT von Angela Schanelec
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© Film Heritage Foundation
Es gibt diese unerwarteten Glücksmomente auf der Berlinale. Etwa, wenn man nichtsahnend in einer bunten indischen Campus-Komödie aus den 1980er Jahren sitzt und plötzlich Shahrukh Khan in einer winzigen Rolle als tuntiger Student auftaucht. Den Augen kaum getraut, beim Abspann nochmal aufgepasst, und tatsächlich: Er ist es! Aber unser aller Shahrukh ist nicht der einzige Grund, sich den lustigen Film mit dem komplizierten Titel IN WHICH ANNIE GIVES IT THOSE ONES von Pradip Krishen anzuschauen. Er ist ein hinreißendes Stück Zeitgeschichte und macht Spaß!
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Berlinale 2026: IN WHICH ANNIE GIVES IT THOSE ONES von Pradip Krishen
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Tänzer von Sasha Waltz & Guests bei der Persformance von "In C"
Früher war Berlinale Talents im Hau. Ich war nie dort. Wie mir mein Sitznachbar erzählt, sei es dort viel leichter gewesen, sich unter Leute zu mischen und sich auszutauschen. Anders im neuen Zuhause der Berlinale Talents, dem Radialsystem am Holzmarkt. Es bietet nicht diesen großen Begegnungsraum einer Eingangshalle und ist zudem auch noch etwas abgelegen. Zum Potsdamer Platz braucht man mit der BVG ungefähr 30 Minuten. An dem Standort wird sich aber erst einmal nichts ändern: Berlinale Talents wird in den nächsten Jahren im Radialsystem bleiben. Der Hub der freien Szene wurde auch von der Choreografin Sascha Waltz mitbegründet, die im Rahmen der diesjährigen Berlinale Talents eine Lecture hält.
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Berlinale 2026: Con Fusion: SASHA WALTZ ON CREATING CONNECTING CHOREOGRAPHIES
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Da ist er wieder – dieser eine Berlinale-Moment. Ich sitze in seeeeehr bequemen Kinosesseln, die Berlinale-Eröffnungssequenz läuft – Sterne fallen auf mich herunter – ich fühle mich aufgehoben und zu Hause. Es folgen Monologe über Monologe, lange Einstellungen und dann passiert es…langsam fallen mir die Augen zu und ich komme in diesen Zwischenzustand zwischen Filmwirklichkeit, Kinosituation und Traum – der Berlinale-Powernap beginnt.
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Berlinale 2026: DAO von Alain Gomis
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Regisseur Markus Schleinzer und Hauptdarstellerin Sandra Hüller
Heute Abend feiert der Film ROSE von Markus Schleinzer auf der Berlinale Premiere. Besondere Aufmerksamkeit findet die Produktion durch Sandra Hüller, die die Hauptrolle spielt. Vor genau 20 Jahren wurde sie für ihre Darstellung der Michaela Klinger in Hans-Christians Schmids REQUIEM mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Seither ist viel geschehen: Spätestens seit ihrer Oscar-Nominierung zählt sie zu den international bekanntesten deutschen Schauspielerinnen.
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Berlinale 2026: Pressekonferenz zu ROSE von Markus Schleinzer
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Natürlich kennt man Michelle Yeoh aus Filmen wie EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE oder aus ihrer epischen Rolle in TIGER & DRAGON. Es ist aber noch einmal was anderes, wenn man ihr nur wenige Meter gegenübersitzt. Yeoh strahlt nicht nur ein sehr großes und toughes Selbstbewusstsein aus. Mit ihrer Offenheit und Zugewandtheit nimmt sie ihr Gegenüber auch sofort ein.
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Berlinale 2026: Goldener Ehrenbär Michelle Yeoh
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