Crossing Europe 2026: Festivalbilanz

Das 23. Crossing Europe Filmfestival Linz ist am 3. Mai nach sechs Tagen erfolgreich zu Ende gegangen. Gezeigt wurden 133 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 39 Ländern, darunter 13 Weltpremieren. Rund 80 Filmgäste präsentierten ihre Arbeiten persönlich in den Linzer Festivalkinos Moviemento, City-Kino und Central. Im Zentrum der diesjährigen Ausgabe stand das Thema „Family Ties“, das im Programm wiederholt aufgegriffen wurde.

Mit rund 14.000 Besucherinnen erreichte Crossing Europe annähernd das Niveau des Vorjahres (14.500). Auch beim Gender Programming zog das Festival eine ausgewogene Bilanz: Rund 47 Prozent der gezeigten Filme wurden von Frauen inszeniert, rund 41 Prozent von Männern, rund ein Prozent von diversen Regisseurinnen. Weitere rund zwölf Prozent entfielen auf gemischte Co-Regien.

Neben den Wettbewerbssektionen und etablierten Programmschienen wurden auch Formate wie der Industry Afternoon, die Nightline, die Jugendschiene YAAAS!, der Cinema Next Europe Club sowie erstmals das Lab of Cultural, Creative and Festival Journalism gut angenommen.

Trotz der positiven Bilanz blickt das Festival mit Sorge auf die kommenden Jahre. Steigende Kosten, Kürzungen bei Förderungen und Ausfälle bei Sponsor:innen stellen die künftige Größe des Festivals infrage. Die Festivalleitung betont daher die Notwendigkeit verlässlicher, idealerweise mehrjähriger Unterstützung durch Fördergeber und Partner. Gleichzeitig sollen Themen wie nachhaltige Festivalarbeit und faire Bezahlung weiterhin zentrale Bestandteile der Organisation bleiben. Crossing Europe trug auch 2026 erneut das Label „GreenEvent OÖ (Oberösterreich)“.

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