Filmfest München 2026

28.06.26 13:08

Eröffnung des Filmfest München 2026

Bild von der Eröffnungsveranstaltung
Christoph Gröner, Pawel Pawlikowski, Sandra Hüller und Hanns Zischler bei der Eröffnung des Filmfests, © Kurt Krieger / Filmfest München

Am 27. Juni wurde im Gasteig HP8 das 43. FILMFEST MÜNCHEN mit 1600 Gästen eröffnet. Als Eröffnungsfilm feierte VATERLAND seine Deutschlandpremiere. Regisseur x präsentierte den in Cannes ausgezeichneten Film gemeinsam mit Sandra Hüller, Hanns Zischler und Devid Striesow.

Der Film über Thomas Mann erzählt nicht nur von einer großen Künstlerfigur, sondern stellt auch Fragen nach Herkunft, Erinnerung und Verantwortung. Neben den Filmschaffenden aus den Festivalprogrammen waren viele prominente Gäste zur Eröffnung gekommen — darunter Katharina Thalbach, Maria Furtwängler, Jessica Schwarz und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause.

Das 43. FILMFEST MÜNCHEN zeigt über 130 Filme. Zu den Vorstellungen und Veranstaltungen in der ganzen Stadt werden zahlreiche Gäste erwartet.

17.05.26 19:31

DOK.fest München 2026: Die Preisträger:innen

VIKTORIA DOK.international Main Competition

THE NARRATIVE von Bernard Weber und Martin Schilt

Filmstill

Informationen auf der Festivalseite

VIKTORIA DOK.deutsch Wettbewerb

MEANWHILE IN NAMIBIA von Jonas Spriestersbach

Filmstill - Man sieht Menschen in Narrenkostümen mit weißer Hautfarbe (wahrscheinlich Deutsche) und daneben eine schwarze Frau vor einem Lastwagen

Informationen auf der Festivalseite

Alle Preise finden sich auf der Festivalseite des DOK.fest München.

16.05.26 12:43

DOK.fest München 2026: WAS AN EMPFINDSAMKKEIT BLEIBT von Daniela Magnani Hüller

filmstill

Magnani Hüller wurde Opfer eines Mordanschlags durch einen Mitschüler. Der Junge hatte sie bereits zuvor durch permanentes Anstarren während des Schulunterrichts belästigt und sie auf Social Media massiv bedroht. Obwohl die Eltern bereits vor dem Anschlag Anzeige bei der Polizei erstattet hatten, hatte die Schule nichts unternommen. Als Hüller am helllichten Tag auf offener Straße durch mehrere Messerstiche verletzt wurde, half ihr niemand. Auch als sie Passanten direkt ansprach, erhielt sie keine Unterstützung. Nun hat Magnani Hüller einen Film über ihre Geschichte gemacht. Er hatte auf der Berlinale 2026 Premiere, wurde auf der Crossing Europe 2026 gezeigt und hat auf dem DOK.fest München den megaherz Student Award gewonnen.

In sehr gefassten und nüchternen Interviews befragt Hüller Personen von damals, die vorher oder nachher mit dem Anschlag verbunden waren, u. a. eine Lehrerin, eine Kriminalkommissarin und den Arzt, der sie operiert hat. WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT ist ein sehr mutiger und wichtiger Film, der unfassbare Versäumnisse vor und nach der Tat offenlegt.

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15.05.26 13:00

DOK.fest München: BARBARA FOREVER von Brydie O'Connor

Barbara_Forever_klein.jpg
© the Estate of Barbara Hammer

SCHAU!!! – MICH!!! – AN!!! Das lese ich in den Augen der sehr gut gelaunten Frau jenseits der 50, die Body-Builder-Posen vor ihrer eigenen Kamera macht. Sie ist nackt. So beginnt BARBARA FOREVER, Brydie O’Connors Dokumentarfilm über Barbara Hammer. Barbara Hammer „Queer Icon“, „Lesbian Pioneer“ ohne diese Begriffe kommt kein Artikel über sie aus – besser aber trifft es SUPERDYKE, um einfach einen Titel der rund 100 Filme zu nehmen, die die Regisseurin gemacht hat. Dabei nahm sie erst mit 27 eine Kamera in die Hand, weil ihr damaliger Ehemann und seine Künstlerfreunde sie nervten und für „die Frau“ nur die Tätigkeit des Kaffeekochens vorgesehen hatten. Der wurde zum Ex-Mann als Barbara Hammer mit 30 die Lesbe in sich entdeckte – das war 1969. Danach dokumentierte sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2019 ihr Leben und widmete sich drei Dingen, die für sie zusammengehörten: dem Feminismus, lesbischer Liebe und der Filmkunst.

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09.05.26 11:06

DOK.fest München 2026

Bild vom Festivaleröffnung Saal Deutsches Theater München 2025
Eröffnung 2025 im Deutschen Theater (c) DOK.fest München / Ronny Heine

Das 41. DOK.fest München ist am Mittwoch vor rund 1.500 Gästen im vollbesetzten Deutschen Theater eröffnet worden. Zum Auftakt feierte der hybride Dokumentarfilm INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR von Regina Schilling seine Weltpremiere. Das Publikum reagierte mit langem Applaus.

Der Film verbindet dokumentarische Elemente, Archivmaterial, Interviews, improvisierte Spielszenen und Texte Ingeborg Bachmanns. Sandra Hüller nähert sich darin der österreichischen Autorin an einem imaginären Tag und zeichnet zentrale Stationen ihres Lebens – von der Kindheit in Kärnten über den literarischen Durchbruch in der Gruppe 47 bis zu Bachmanns letzten Tagen in Rom.

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Crossing Europe 2026: Festivalbilanz

Das 23. Crossing Europe Filmfestival Linz ist am 3. Mai nach sechs Tagen erfolgreich zu Ende gegangen. Gezeigt wurden 133 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 39 Ländern, darunter 13 Weltpremieren. Rund 80 Filmgäste präsentierten ihre Arbeiten persönlich in den Linzer Festivalkinos Moviemento, City-Kino und Central. Im Zentrum der diesjährigen Ausgabe stand das Thema „Family Ties“, das im Programm wiederholt aufgegriffen wurde.

Mit rund 14.000 Besucherinnen erreichte Crossing Europe annähernd das Niveau des Vorjahres (14.500). Auch beim Gender Programming zog das Festival eine ausgewogene Bilanz: Rund 47 Prozent der gezeigten Filme wurden von Frauen inszeniert, rund 41 Prozent von Männern, rund ein Prozent von diversen Regisseurinnen. Weitere rund zwölf Prozent entfielen auf gemischte Co-Regien.

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03.05.26 19:27

Crossing Europe 2026: A SECOND LIFE (THE SOUNDS OF PARIS) von Laurent Slama

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A SECOND LIFE von Laurent Slama spielt während der Eröffnung der Olympische Spiele in Paris. Elisabeth, eine hörgeschädigte junge Frau in einer akuten psychischen Krise, arbeitet als Concierge und begleitet wohlhabende Gäste durch die überfüllte Innenstadt zu ihren luxuriösen temporären Apartments. Zwischen dem ständigen Lärm, dem Erwartungsdruck ihres Arbeitgebers und der sozialen Überforderung durch ihren Job zieht sie sich immer wieder in die Stille zurück, die sie durch das Abschalten ihrer Hörgeräte selbst erzeugen kann. Ihren wichtigsten Zufluchtsort findet sie im Museum vor den Seerosen von Claude Monet. Als sie während eines Auftrags dem lebensbejahenden Amerikaner Elijah begegnet, entsteht eine fragile Verbindung, die Elisabeths Wahrnehmung der Welt langsam ins Positive zu verschieben beginnt.

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02.05.26 21:00

Crossing Europe 2026: Festivalpreise

Best Fiction Film

RENOVACIJA (Renovation) von Gabriele Urbonaite

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UND

SVECIAS (The Visitor) von Vytautas Katkus

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Audience Award – Best Fiction Film


KARAVAN (Caravan) von Zuzana Kirchnerová

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Social Awareness Award – Best Documentary Film

KDYBY SE HOLUBI PROMENILI VE ZLATO (If Pigeons Turned to Gold) von Pepa Lubojacki

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YAAAS! Youth Jury

LES IMMORTELLES (Stereo Girls) von Caroline Deruas Peano

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Alle Preise der Crossing Europe 2026

Crossing Europe 2026: ICH VERSTEHE IHREN UNMUT von Kilian Armando Friedrich

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Im bequemen Kinosessel anderen Menschen bei der Arbeit zuzusehen, bedeutet meist, sich in den Wohlfühlmodus der passiven Zuschauerrolle zu begeben. Doch wenn Arbeitswelten mit derart unerbittlicher Präzision und ohne jede Beschönigung offengelegt werden wie in ICH VERSTEHE IHREN UNMUT, gerät diese Komfortzone ins Wanken. Die Distanz zum Dargestellten löst sich immer mehr auf, und am Ende fühlt man sich nicht länger als bloße Beobachterin, sondern eher so erschöpft wie nach einer eigenen Doppelschicht als Putzkraft in der Gebäudereinigung.

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Crossing Europe 2026: CHRISTIANIA von Karl Friis Forchhammer

filmstill

Sehr überzeugend und voller Elan präsentierte gestern der dänische Regisseur Karl Friis Forchhammer seinen Dokumentarfilm CHRISTIANIA beim Crossing Europe Filmfestival 2026 in Linz. Für alle, die in den 70er- und 80er-Jahren aufgewachsen sind, hatte die unabhängige Kopenhagener Freetown Community Christiania stets etwas Geheimnisvolles und reizvoll Verbotenes. Forchhammers Film unterstreicht die Einzigartigkeit dieses Ortes.

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Crossing Europe 2026: MIASTO, KTÓRE WYJECHALO (The Town That Drove Away) von Natalia Pietsch und Grzegorz Piekarski

filmstill

Versetzt man einen Baum an einen anderen Ort, ist nicht sicher, ob er überlebt oder wieder zu seiner ursprünglichen Pracht zurückfindet. Ähnlich verhält es sich mit Menschen: Sie sind durch Rituale, Lebenserfahrungen und Beziehungen tief mit ihren Lebensorten verwurzelt.

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30.04.26 12:40

CROSSING EUROPE 2026: KDYBY SE HOLUBI PROM?NILI VE ZLATO (If Pigeons Turned to Gold) von Pepa Lubojacki

filmstill


Dokumentarfilme bieten ihren Macher:innen immer auch die Chance, sich den eigenen Dämonen zu stellen. In einem Akt der Selbstüberwindung kann das, wovor man tagtäglich wegläuft, ins Zentrum gerückt werden. Für Pepa Lubojacki ist es die Alkohol- und Drogenabhängigkeit in ihrer Familie. Ihr Vater wurde tot in einem Park gefunden. Er hatte eine Wodkaflasche neben sich. Ihr Bruder David, zu dem sie als Kind immer aufgeschaut hat, ist auch Alkoholiker und lebt auf der Straße. Der Film dokumentiert Lubojackis verzweifelten Versuch, ihren Bruder in ein aus ihrer Sicht normales Leben zurückzuführen.

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29.04.26 19:48

Crossing Europe 2026

OK Platz Linz

Das Filmfestival Crossing Europe in Linz markiert stets einen willkommenen Startschuss in den Filmfestival-Frühling. Immer wenn ich in Linz ankomme, ist der OK-Platz von Sonnenlicht und guten Vibes durchflutet. Die offene Architektur dieses für das Festival zentralen Platzes steht auch für Crossing Europe selbst: ein Ort der Zusammenkunft und des neugierigen Austauschs.

04.03.26 9:09

Berlinale Team stellt sich hinter Tricia Tuttle

Die Berlinale hat bereits zu kämpfen. Es wird zunehmend schwieriger, die großen Regisseur:innen des Arthouse-Kinos nach Berlin zu locken. Im Wettbewerb um internationale Aufmerksamkeit muss die Berlinale nicht nur mit anderen Filmfestivals konkurrieren, sondern zugleich auch für das Überleben des Kinos einstehen.

In diese ohnehin angespannte Situation kommen die politischen Stellvertreterdebatten rund um Meinungsäußerungen zum Palästina-Konflikt auf der letzten Berlinale daher zur Unzeit. Sie gipfelten zuletzt in der Frage, ob die seit 2024 amtierende Festivalchefin Tricia Tuttle die Berlinale weiterhin leiten sollte.

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