Berlinale 2026: Goldener Ehrenbär Michelle Yeoh

Foto Michelle Yeoh

Natürlich kennt man Michelle Yeoh aus Filmen wie EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE oder aus ihrer epischen Rolle in TIGER & DRAGON. Es ist aber noch einmal was anderes, wenn man ihr nur wenige Meter gegenübersitzt. Yeoh strahlt nicht nur ein sehr großes und toughes Selbstbewusstsein aus. Mit ihrer Offenheit und Zugewandtheit nimmt sie ihr Gegenüber auch sofort ein.

Von festivalblog nach den Schwierigkeiten als asiatische Schauspielerin im US-Kino gefragt, verwies sie mehrmals auf die Bedeutung von CRAZY RICH ASIANS. Es sei der erste große und erfolgreiche Hollywoodfilm gewesen, der eine rein asiatische Besetzung gehabt habe. Sie sprach aber auch über sterotype Rollenangebote (z. B. weil man meinte, man brauche noch ein asiatisches Gesicht). Sie habe irgendwann gelernt, Nein zu sagen, denn wenn man die Angebote akzeptiere, würde man am Ende das dahinterstehende System unterstützen. „Ich möchte den Zuschauern helfen, mit uns zu lachen, nicht über uns“, sagte Yeoh auf der Pressekonferenz.

Yeoh bekannte außerdem, dass das Hongkong-Kino immer einen Platz in ihrem Herzen haben werde, und berichtete, wie sie nach einer schweren Verletzung in einem ihrer HK-Drehs ihre erweiterte HK-Familie aufgerichtet habe. Aber nicht nur diese: Quentin Tarantino sei nach Hongkong gekommen, sei in ihr Wohnzimmer gestürmt und habe ihr Bild für Bild Szenen aus ihren früheren Actionfilmen nacherzählt. Das habe ihr geholfen, nach diesem Rückschlag weiter ihren Weg als Schauspielerin zu gehen.

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Gestern hat Michelle Yeoh auf der Eröffnung der Berlinale den Goldenen Ehrenbären erhalten. Auch am Tag danach war sie noch sichtlich stolz auf diese Auszeichnung.

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