Nach “History of Violence” ist “Eastern Promises” bereits das zweite Projekt, dass Cronenberg mit Viggo Mortensen in der Hauptrolle verwirklicht hat. Mortensen spielt in “Eastern Promises” den zwielichtigen Chauffeur Nikolai, der für einen der einflussreichsten russischen Mafia Clans in London als Fahrer und "Mann fürs Grobe" arbeitet. Der Clan wird angeführt von dem stets freundlich lächelnden Semyon (Armin Müller Stahl) und seinem Sohn Kirill (Vincent Cassel), die nebenbei ein nobeles russisches Restaurant im Zentrum von London betreiben.
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Eastern Promises von David Cronenberg
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Bevor die Jury in einer Stunde die Hauptpreise des diesjährigen Festivals bekannt gibt, soll noch schnell auf einen Film eingegangen werden, der uns fast entwischt wäre. Nach "Living in Oblivion" hat Regisseur Tom DiCillo erneut einen Film mit Steve Buscemi gemacht.
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Delirious von Tom DiCillo
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Bevor Lars von Trier seine mit “Dogville” und “Manderlay” begonnende Triologie fortsetzt hat er sich mit “The Boss of it all” eine Verschnaufpause gegönnt. Zurück auf heimatlichen dänischen Boden hat er mit dänischen Schauspielern und in dänischer Sprache eine kleine, wundervoll absurde Komödie gedreht.
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Direktøren for det Hele (The Boss Of It All) von Lars von Trier
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Mit “Turtles can fly” hat Bahman Ghobadi 2004 in San Sebastian die Concha de Oro gewonnen. Mit “Halfmoon” könnte es ihm dieses Jahr wieder gelingen.
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Halfmoon von Bahman Ghobadi
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Wie zu erwarten stand bei der Pressekonferenz der patriotische Unterton von "World Trade Center" im Vordergrund. Insbesondere die Darstellung des Marines, der sich auf die Suche nach den Verschütteten macht, und sein Kommentar (“There will be a lot of man needed to revenge this”) war einigen übel aufgestossen.
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Pressekonferenz zu "World Trade Center"
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Wie für Oliver Stone war auch für den japanischen Regisseur Hirokazu Kore-Eda der 11. September Auslöser, um seinen neuesten Film zu drehen. Während aber Oliver Stone mit World Trade Center das offensichtliche verfilmt hat, ist "Hana" eine im 18. Jahrhundert angesiedelte Parabel über die Rache. Das Motiv der Rache war es, das Kore-Eda nach 9/11 am meisten beschäftigt hat und so empfand er es als nahe liegend einen Film über Samurai zu machen, eine Kaste für die "Rache" eine Daseinsberechtigung war.
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Hana von Hirokazu Kore-Eda
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Was ist Identität und worin besteht der einzigartige und unverwechselbare Kern eines Menschen? Dieser oft gestellten Frage widmet sich der irische Regisseur John Boorman mit seinem neuen Film "The Tigers Tail" auf höchst amüsante und originelle Weise.
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"The Tigers Tail" von John Boorman
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Wer "Sleeping Dogs Lie" gesehen hat, wird zumindest in nächster Zeit das geflügelte Wort vom "Hund als dem besten Freund des Menschen" nicht mehr unbefangen verwenden können.
Der Film, der von seiner Ästhetik her eine Mischung aus amerikanischem Teenagerdrama und einem Schmuddelfilm fürs Heimkino darstellt, ist eine boshafte und zugleich extrem lustige Satire über den vielzitierten "american way of life". Unbehellicht von Schamgrenzen und Tabus bekommt der Zuschauer höchst erstaunliche Einblicke in die Realität hinter der Fassade eines amerikanischen Familienglücks.
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"Sleeping Dogs Lie" von Bob Goldthwait
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Wie wichtig Fußball für die Gemeinschaft und den einzelnen werden kann, das braucht nach der letzten WM nicht mehr gesagt zu werden. San Sebastian, mit der Mannschaft Real Sociedad in der Primera División (leider haben sie am letzten Wochenende gegen Real Madrid verloren), ist da keine Ausnahme. Einzigartig dagegen ist das Phänomen um einen Fußballer, mit dem sich der am gestrigen Abend gezeigte Film von Carlos Sorin beschäftigt. Armando Diego Maradona galt in der ganzen Welt als Ausnahmefussballer, aber in seiner Heimat Argentinien ist er auch lange nach dem Ende seiner Karriere viel mehr: Diego Maradona ist hier ein Heiliger.
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"El Camino de San Diego" von Carlos Sorin
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Bei Filmfestivals stellen einem die Vormittagsvorstellungen immer vor die härteste Probe. Die Zeit zwischen Wach werden und dem ersten Glitzern auf der Leinwand beträgt oft weniger als eine halbe Stunde und der vorherige Abend spielt in diesen Vorstellungen immer eine kleine Nebenrolle.
So auch heute morgen. Für einen schnellen Café hat es immerhin noch gereicht. Die gute Nachricht war dann, dass "Vete de mi" mir den Vormittag nicht unnötig schwer gemacht hat.
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"Vete de mi" von Víctor García León
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Tesco und Sainsbury waren in meiner Londoner Zeit immer die englische Entsprechung für Aldi und Edeka. Supermärkte können ein Gefühl von zu Hause vermitteln. Wenn man nach einen stressigen Arbeitstag auch noch um 22h dort einkaufen konnte, lösten Konsum-Angebot und Service immer wieder kleine Begeisterungswellen aus. Wie insbesondere die Produkte für Londoner Verhältnisse so billig in das Regal kommt, darüber habe ich mir nur wenig Gedanken gemacht. Englisches Gemüse, Englisches Fleisch...da wird es schon keine Ausbeutung geben.
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"Ghosts" von Nick Broomfield
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