
ETA im Nebel
Am 1. Dezember 2007 wurden zwei spanische Zivil-Polizisten in Frankreich auf dem Parkplatz einer Raststätte von zwei Mitgliedern der ETA erschossen. Die Absurdität und die Sinnlosigkeit der Tat waren der Impuls für den spanischen Regisseur Jaime Rosales "Tiro en la cabeza" zu drehen. Eine Woche nach dem Geschehen war das Drehbuch geschrieben, nach einem Monat begann er zu drehen und 3 Monate später war der Film bereits fertig. Herausgekommen ist dabei eine Tierfilm über die ETA.
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"Tiro en la cabeza" von Jaime Rosales
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Schon in der U-Bahn auf dem Weg zu seinen Eltern bekommt Ryota (Hiroshi Abe) schlechte Laune. Nur widerwillig reist er zusammen mit seiner Frau und deren Sohn aus erster Ehe zu dem Familientreffen. Anlass ist wie jedes Jahr der Todestag des Bruders, der bei dem Versuch jemand anderes zu retten ums Leben kam. Gegen den verklärten Glanz des toten Bruders, der der Stammhalter der Familie war, kann Ryota nicht anhalten. Er ist "nur" Bildrestaurator, hat eine Witwe geheiratet und keine eigenen Kinder. Dass er arbeitslos ist, traut er sich seinen Eltern erst gar nicht zu sagen.
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"Aruitemo, aruitemo" ("Still Walking") von Kore-Eda Hirokazu
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Geschwister brauchen keine Hochzeit um sich ewig aneinander zu binden. Auch wenn jeder nach Verlassen des Elternhauses sein eigenes Leben zu leben scheint, zieht sie das Schicksal wie ein Magnet immer wieder in das gleiche Boot...oder auch in ein Auto auf dem Weg von Istanbul in ein Dorf am schwarzen Meer.
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"Pandoranin kutusu" (Pandora's Box) von Yesim Ustaoglu
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Wer jemals die RTL-Vorabendserie "Hinter Gittern" sehen musste, weiss, dass dies nicht unbedingt die Assoziation ist, die man einem Film über ein Frauengefängnis wünschen würde, der es bei einem Filmfestival immerhin in den Wettbewerb geschafft hat. Leider tauchte aber genau diese Assoziation bei "El patio de mi cárcel" mehrfach auf.
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"El patio de mi cárcel" von Belén Marcias
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von links nach rechts: David Thewlis, John Boyne, Vera Farmiga, Mark Herman
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Photocall: "The Boy in the Striped Pyjamas"
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"The Boy in the Striped Pyjamas" ist der Roman mit dem der irische Schriftsteller John Boyne der Durchbruch gelang. Erzählt wird die Geschichte des achtjährigen Bruno, der zusammen mit seiner Familie während des zweiten Weltkriegs in Berlin lebt. Als sein Vater, ein hochrangiger SS-Offizier, in die Nähe von Auschwitz versetzt wird, beginnt für Bruno eine sehr eigene Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Sein Versuch den Manifestationen des Konzentrationslagers einen Platz in seinem kindlich naivem und von Harmonie geprägtem Weltbild zu geben, lassen die Absurdität des Holocaust hervortreten.
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"The Boy in the Striped Pyjamas" von Mark Herman
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San Sebastian mag Michael Winterbottom. Michael Winterbottom mag San Sebastian. Eine gegenseitige Wertschätzung von der wir dieses Jahr wieder profitieren durften. Nach "Nine Songs" und "A Cock and Bull Story" hatte dieses Jahr auch das neueste Meisterstück von Winterbottom hier seine Premiere. "Genova" ist ein angenehm nüchterner und unaufdringlicher Film über ein sehr emotionales Thema: was machen wir, wenn ein Mensch, der uns sehr nahe steht, unvermittelt stirbt, wenn nicht nur er, sondern auch wir seines Lebens beraubt werden. Als Marianne bei einem Autounfall ums Leben kommt, verlieren die 10-jährige Mary (Perla Haney Jardine) und die 16-jährige Kelly (Willa Holland) ihre Mutter und Joe (Colin Firth) seine Ehefrau. Mary und Kelly waren beide bei dem Unfall mit im Wagen und der Umstand, dass Mary durch ein kindisches Spiel den Unfall letztlich verursacht hat, verstärkt das tragische Moment.
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"Genova" von Michael Winterbottom
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Die Erwartungen waren hoch, hatte doch der Debütfilm von Courtney Hunt beim diesjährigen Sundance Festival den Preis der Jury in der Kategorie "bestes Filmdrama" gewonnen. Das diese Auszeichnung auch berechtigt ist, zeigte sich schnell: "Frozen River" ist ein sowohl sozialkritischer als auch extrem mitreißender Film, der den Zuschauer trotz der deprimierenden Grundthematik von der ersten Minute an gefangen nimmt.
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"Frozen River" von Courtney Hunt
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Die iranische Regisseurin Samira Makhmalbaf nähert sich mit ihrem Film auf metaphorischer Ebene dem Verhältnis zwischen Macht und Ohnmacht. Zwar hat die Handlung durchaus Bezüge zur Lebensrealität im Iran, in "Two-legged Horse" wird aber keine Geschichte mit Wirklichkeitsanspruch erzählt, sondern statt dessen ein düsteres Gleichnis voller Symbole und doppelter Bedeutungen vor dem Zuschauer entfaltet:
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"Two-legged Horse" von Samira Makhmalbaf
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"En el amor no nos pertenecemos" - In der Liebe besitzen wir uns nicht. So beschrieb Hauptdarsteller Antonio Banderas gestern mehrmals seine Idee von "The other man". Man sollte es sich daher in der Liebe nicht zu gemütlich machen, denn sonst könnte es sein, dass mediterrane Liebhaber oder Liebhaberinnen plötzlich harmonisch geglaubte Zweisamkeiten aufmischen.
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"The other man" von Richard Eyre
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