« 09.02.05 | Startseite | 11.02.05 »

10.02.05

23:57

Zuschauerreaktionen: Redentour

zuschauer_1.jpg
Andre Preiss (PR-Berater)

Welche Szene ist Dir in Erinnerung geblieben?

Die Szene mit der religiösen Erscheinung am Ende

Wie würdest du den Film beschreiben?
anders und unerwartet

Lieblingsfilm
Kill Bill

zuschauer_2.jpg
Vera Borges (Brasilien)


Welche Szene ist Dir in Erinnerung geblieben?

Die erste religiöse Vision der Hauptfigur

Wie würdest du den Film beschreiben?
Es ist ein guter Film, ein wenig konfus, aber gut.

Lieblingsfilm
Meu tio morreu

Autor: andreas 10.02.05 23:57 | Kommentare (0)

23:50

Panorama: Redentor von Claudio Torres

Brasilien 2004 * Regie: Claudio Torres * Darsteller: Pedro Cardoso, Miguel Falabella, Camila Pitanga, Fernanda Montenegro, Fernando Torres

redentor_2.jpg

Als kleiner Junge hat Celio mit Otavio gespielt. Otavio war das einzige Kind in Celios Bekanntenkreis, das eine weisses Kindermädchen hatte. Klassenunterschiede in Brasilien. Zwanzig Jahre vergehen. Der Vater von Otavio stürzt sich vom Hochhaus. Sein Geschaeft war völlig überschuldet. Otavio, wie sein Vater skrupeloser Geschäftsmann geworden, will Celio wiedersehn. Celio will zunächst nicht, denn die betrügerischen Machenschaften von Otavios Vater haben seine Familie ruiniert. Dann entschliesst er sich doch hinzugehen. Damit beginnt eine absurde Farce über Vergebung, Vergeltung, Korruption und Religion. Redentor ist eine überspannte Gesellschaftskomödie, die in Parabeln die gegenwärtige Stimmung in Brasilien wiedergibt.

Autor: andreas 10.02.05 23:50 | Kommentare (0)

22:17

Berlinale-Expedition beginnt

Ich hektike herum: Welche Filme gucken, wann wo, wie anstellen, möglichst viel sehen und finden. Will mich bewegen lassen. Was mir in der Dunkelheit des Kinosaals begegnet, soll einen Unterschied machen und bis ins normale Leben strahlen, die Bilder sollen unerwartete Nachbeben verursachen - Wochen oder Monate später. Will mich nicht langweilen und nur weitere Variationen längst bekannter Bilder und Geschichten und Figuren vorgesetzt bekommen. Will nicht an die Costa Brava, will nicht nach Österreich. Stattdessen: Eine Reise auf die Berlinale, eine echte Expedition, soll es sein!
Ich lese Festival-Guides wie einen Reiseführer, dazu hunderte von Vorabkritiken und Zusammenfassungen, Zeitungsbeilagen und Hintergrundgeschichten, ich plane und bereitet vor, wähle aus bis ich schließlich viel zu viele Filme (Orte/Landschaften)vor mir habe, die gut klingen, die etwas versprechen.
Morgen geht es endlich los. Und schon am ersten Tag vor Ort (im Kino / in Afrika) wird alles anders sein als im Berlinale-Reiseführer. Alle Vorbereitungen sind hinfällig, ich muss improvisieren, Plänen und Zielen und Erwartungen loslassen. Dann werden mir vielleicht die Filme (Orte) begegnen, die ich suche, auf die mich nichts und niemand vorbereiten konnte. Bilder und Momente, die bleiben, auch wenn das Licht längst wieder angegangen ist (und ich Heim gekehrt bin).

Am Ende, nach 10 Tagen, werden alle Filme zu einem Einzigen verschwimmen wie zu einer einzigen großen Reiseerinnerung: Eine Reise, die ihre großen Momente gehabt haben wird, aber auch Tiefpunkte und Krisen; mal Nähe und dann wieder Distanz zu dem Film, zu all dem Rummel, mal lachen und mal weinen, ich werde in einem Film Entspannung und in einem anderen den Thrill suchen, ich werde mich mal nach Gewohntem sehnen und ein anderes Mal mutig das Fremde und Unbekannte erforscht haben.

Bin schon unterwegs - das Abenteuer beginnt morgen früh, 7.30 in einer schnöden Warteschlange...wie am Flughafen.

Autor: christian 10.02.05 22:17 | Kommentare (0)

20:13

Fotostrecke: Eröffnung

waiting_of.jpg

Das Warten der Arbeiter auf die Stars.

waiting_2.jpg

Der Star des Abends...Jerry Lewis.

jerry_1.jpg


jerry_3.jpg

jerry_2.jpg

Franka Potente mit lolaroten Haaren

franka_back.jpg

Bai Ling posing

bai_ling.jpg

bai_ling_front.jpg

Autor: andreas 10.02.05 20:13 | Kommentare (0)

19:58

Die üblichen Verdächtigen....

....alledings nicht ganz. Bei dem grossen Schaulaufen, vor der offiziellen Eröffnung mit dem Beitrag "Man to Man" stahl ein Mann allen anderen die Show: Jerry Lewis. Wer hätte das gedacht. "Dieser Mann hat mich in meiner Kindheit zum Lachen gebracht", sagt eine französische Journalistin neben mir. Und zwischen den Schreien der Fotografen, die Prominente wie Hunde nach rechts und links kommandieren, liegt für einen flüchtigen Moment die Magie Kino in der Luft.

Autor: andreas 10.02.05 19:58 | Kommentare (0)

11:54

Pressekonferenz: Internationale Jury

jury.jpg
Von links nach rechts Jury-Mitglieder Franka Potente, Roland Emmerich, Bai Ling, Ingeborga Dapkunaite, Nicht im Bild: Nino Cerruti, Andrei Kurkov und Wouter Barendrecht

Die Internationale Jury des offiziellen Wettbewerbs stellte sich der Presse. Das Stelldichein vollzog sich schnell und unaufgeregt. Roland Emmerich war etwas geschockt über den Terminplan der bevorstehenden Tage. Unter 3 Filmen pro Tag werden er und die anderen Jurymitglieder nicht wegkommen. Doch sonst schien er sich wohl zu fühlen an der Stätte, an der er seine Kariere als Filmemacher mit dem Film das Arche Noah Prinzip begann. Franka Potente schaffte es mit ihrer Lockerheit die feilerliche Berlinale-Athmosphäre auf ein entspanntes Normalniveau zu bringen. Sie habe sich mit Müsliriegeln und Aspirin für den Kino-Marathon gewappnet. Zwar sei Berlin allein schon wegen des Wetters mit Los Angeles nicht vergleichbar, dennoch sei aber die Berlinale ein souveränes Festival, dass sich hinter der Oscar Verleihung nicht zu verstecken brauche. Das Wetter war auch Thema für die chinesisch-amerikanische Schaupielerin Bai Ling . Das Berliner Wetter würde sie ruhiger machen und gäbe ihr die Chance vom Stress herunterzukommen. Zusammen mit Ihrer Mutter habe Sie gestern in Berlin Chinesisch Neujahr (Jahr des Hahns) gefeiert. Noch unsicher schien Sie sich wie die Mutter gestern die Nachricht von der Playboy Fotostrecke aufgenommen hat. Bai Ling hatte sich kurz bevor Sie nach Berlin gekommen war vom Playboy ablichten lassen. Bei Kostümdesigner und Jurymitglied Nino Cerruti ging es im Gegensatz zu Bai Ling weniger um Ent-kleidung sondern um Be-kleidung. Er, der schon Anita Ekberg in La dolce vita eingekleidet hat, zeigte sich überascht über die "low qualtity of dressing style" auf der Berlinale. Er versuchte es charmant zu wenden: wer zur Berlinale komme interesiert sich für die Qualität der Filme und lege weniger Wert auf das Äussere.

Autor: andreas 10.02.05 11:54 | Kommentare (1)