Berlinale 2026: Pressekonferenz zu MEINE FRAU WEINT von Angela Schanelec

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Während gerade noch der Saal für die Presskonferenz bei Juliette Binoche gut gefüllt war, schaut die deutsche Ausnahmeregisseurin Angela Schanelec auf leere Stuhlreihen. Sie lässt sich nicht anmerken, ob es sie enttäuscht, und scheint zunächst guter Dinge. Nachdem eine Journalistin aber fragt, warum sie denn auf der Pressekonferenz auf Englisch und nicht auf Deutsch spreche, wirkt sie zunehmend entgeistert. Bei einer Frage zur Finanzierung des Films bricht es dann aus ihr heraus.

Die Finanzierung sei bis zum Schluss ein Alptraum gewesen und sie wisse nicht, ob sie so einen nächsten Film finanzieren könne. Als der Produzent die Aufmerksamkeit auf ein anderes Thema lenken möchte, lässt sich Schanelec nicht beirren. Sie habe es satt, die Dinge nicht so zu benennen, wie sie sind.

Ein interessantes Detail, das wir auf PK erfahren: Die beiden Hauptdarsteller können gar kein Deutsch. Das macht die Spracharbeit der beiden im dialoglastigen Film umso bewundernswerter.

Auf die Frage nach dem Impuls für MEINE FRAU WEINT antwortet Schanelec knapp: eine Baustelle am Kudamm, vor ihrem Haus. Wie im Film so auch auf der Pressekonferenz: kein Wort zu viel.

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