Berlinale 2026: LADY von Olive Nwosu

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© Peter Okosun, Ossian International Limited

Hat das diesjährige Berlinale-Programm mehr Filme vom afrikanischen Kontinent als früher? In meiner eigenen Filmauswahl spiegelt sich das jedenfalls deutlich wider. Unter diesen Filmen ist LADY ein starker, farbintensiver Beitrag.

Der Film erzählt von einer selbstbewussten Taxifahrerin in Lagos, die nach sehr langer Zeit ihre Freundin Pinki wiedertrifft. Durch Pinki bekommt sie einen neuen Job für die Nacht: Sie fährt ihre Freundin zusammen mit anderen Sexarbeiterinnen zu den Villen wohlhabender männlicher Kunden. Lady möchte eigentlich Lagos hinter sich lassen und träumt davon, nach Freetown umzusiedeln. Da kommt ihr das Geld aus dem Fahrerjob sehr gelegen. Doch als die Distanz zu Pinkis Geschäft und deren „Kolleginnen“ schwindet, kommen verborgene Verletzungen zum Vorschein und bringen sie aus dem Gleichgewicht.

LADY besitzt einen treibenden Vibe und verbindet Thriller-Elemente mit Blaxploitation ohne Weiße und einem Sozialdrama mit politischen Untertönen. Der Film wirkt wie ein Rohdiamant, der nicht weiter geschliffen werden muss. Inwieweit die Situation der Sexarbeiterinnen trotz der gezeigten harten Bedingungen stellenweise doch beschönigt dargestellt wird, lässt sich allerdings nur schwer beurteilen.

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Titel

Orignaltitel

Lady

Credits

Regisseur

Olive Nwosu

Schauspieler

Precious Agu Eke

Jessica Gabriel's

Agu Ghineye Esthyraph

Tinuade Jemisey

Ujah Amanda Oruh

Land

Flagge Vereinigtes KönigreichVereinigtes Königreich

Jahr

2026

Dauer

93 min.

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