Berlinale 2026: ETWAS GANZ BESONDERES von Eva Trobisch

Filmstill
© Adrian Campean / Trimafilm

Ein kleiner Ort in Thüringen. Ein junges Mädchen bewirbt sich heimlich bei einer Gesangs-Casting-Show. Ihr Vater kommt nicht so gut mit der Trennung von der Mutter klar, die von ihrem neuen Partner ein Kind erwartet. Die Großeltern kämpfen über das Überleben ihres familiengeführten Waldhotels und miteinander. Die Tante hat ein altes Schloss saniert und ein Museum zur Industriegeschichte des Ortes aufgebaut. Ein Pferd wird durch ein CT untersucht. Das sind ganz schön viele Erzählstränge in Eva Trobisch Wettbewerbs-Beitrag ETWAS GANZ BESONDERES. Dass der Film sich nicht entscheiden kann, welche Geschichte er erzählen will, ist sein großes Manko.

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© Adrian Campean / Trimafilm

Und so mäandert der Film vor sich hin, findet keinen Fokus, keinen Spannungsbogen. Es gibt eine Menge richtig guter Szenen mit tollen Schauspielern (Stichwort: Geburtsszene, Stichwort: Pressetermin im neuen Museum), aber leider zerfasert der Plot und damit auch die ganze Struktur des Films.

Wahrscheinlich hätte eine gute Redaktion des Drehbuchs ein kleines Wunder bewirken können. Oder eine sehr mutige Regisseurin im Schnitt. Beides ist offenkundig nicht geschehen. Und so ist leider alles andere als etwas Besonderes dabei herausgekommen.

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