RYUICHI SAKAMOTO: ASYNC AT THE PARK AVENUE ARMORY

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Natürlich ist es ein Film über die Musik. Viel spannender fand ich es aber, in die Gesichter der Zuhörer zu schauen. Manche andächtig oder konzentriert, andere abwesend und indifferent. Sie spiegeln uns als Zuschauer im Kinosaal. Konzentration wäre auch hier gut. Ich rutsche eher unruhig auf meinen Sitz hin und her. Wie bei vielen Filmen auf der Berlinale sollte man ausgeschlafen sein. Ein nicht zu lösender Widerspruch. Auch wenn der Film nur 65 Minuten dauert, durchlebe ich ihn sehr intensiv.

Ich stelle mir vor, ich wäre konzentriert und ausgeschlafen. Dazu wäre ich auch noch der Musik von Sakamoto sehr zugetan. Vielleicht würden sich dann die Töne, die der Filmkomponist einer Handvoll Instrumenten entlockt, zu etwas wie einem Klangbild zusammenfinden. Trotzdem würde ich mich aber fragen: Muss man das im Kino zeigen? Ist es nicht erst die künstliche Verknappung (es waren zum Konzert nur 200 Zuschauer zugelassen), die den Film interessant machen? Nach dem Abspann ist für eine Minute noch ein Flickern auf der Leinwand zu sehen ist. Eine Zuschauerin hinter mir murmelt: "Ja, und?"

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Titel

Orignaltitel

RYUICHI SAKAMOTO: async AT THE PARK AVENUE ARMORY

Credits

Regisseur

Stephen Nomura Schible

Land

Flagge JapanJapan

Flagge Vereinigte StaatenVereinigte Staaten

Jahr

2018

Dauer

65 min.

Festival

Berlinale 2018

Festivalplakat Berlinale 2018

Berlin, 15.02. - 25.02.2018

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