
Regisseur Noah Segan und Hauptdarsteller John Turturro präsentierten sich bestens gelaunt – eine gute Voraussetzung für die Vorstellung ihres Films THE ONLY LIVING PICKOCKET IN NEW YORK. Entsprechend entspannt verlief die Pressekonferenz, ganz im Gegensatz zur vorherigen bei der zwei Journalisten aufeinander losgegangen waren. Einer von ihnen hatte erneut versucht, eine Berlinale-Pressekonferenz für seine politische Agenda zu nutzen. Segan und Turturro setzten mit ihrem Outfit ein für die Berlinale sehr viel passenderes Statement.

Turturro trug einen Berlinale-Bären am Revers, während Segan mit einem Hoodie erschien, auf dem gut sichtbar „Paris, Texas“ stand. Auf den Schriftzug angesprochen, bekannte Segan, ein großer Fan des diesjährigen Jurypräsidenten Wim Wenders zu sein. Dessen Film DER AMERIKANISCHE FREUND habe auch THE ONLY LIVING PICKOCKET IN NEW YORK beeinflusst.
Für seinen Film habe er intensiv zum Thema Taschendiebstahl und Straßenkriminalität recherchiert, erzählte Segan. Auch Turturro bereitete sich gründlich vor und ließ sich von einem echten Taschendieb beraten.
Von allen auf dem Podium wurde betont, wie wichtig das wunderbare Drehbuch als Grundlage gewesen sei, ebenso wie die gute Zusammenarbeit im Team. Das sei besonders wichtig gewesen, erklärte Turturro, da nur wenige Drehtage zur Verfügung gestanden hätten. Während Produktionen früher oft 35 oder sogar 40 Tage Zeit gehabt hätten, seien es bei THE ONLY LIVING PICKPOCKET IN NEW YORK lediglich 26 Drehtage gewesen.
Neben Kameramann Sam Levy waren auch die Produzenten Katie McNeill und Leopold Hughes mit nach Berlin gereist.
Wie zugewandt ein Schauspieler:in oder Regisseur:in ist, zeigt sich auch daran, wie sie Autogramme geben. Turturro ließ sich hier nichts zuschulden kommen und nahm sich viel Zeit. Die Autogrammjäger dürfte es gefreut haben.