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<title>::festivalblog::Berlinale 2010</title>
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<modified>2010-03-03T07:24:59Z</modified>
<tagline>Unabhängige Onlineberichterstattung von internationalen Filmfestivals: Rezensionen, Interviews, Pressekonferenzen und Gossip.</tagline>
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<copyright>Copyright (c) 2010, christian</copyright>
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<title>Berlinale Gewinner verhaftet!</title>
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<issued>2010-03-03T07:04:27Z</issued>
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<summary type="text/plain">Einer der renormiertesten Regisseure Irans, Jafar Panahi, wurde dieser Tage mit seiner Familie und Gästen seines Hauses verhaftet. Die Anreise zur Berlinale 2010, wo er als Gewinner eines Silbernen Bären 2006 für seinen Film Offside an einer Podiumsdiskussion teilnehmen sollte,...</summary>
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<email>karmapilot@web.de</email>
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<![CDATA[<p>Einer der renormiertesten Regisseure Irans, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jafar_Panahi">Jafar Panahi</a>, wurde dieser Tage mit seiner Familie und Gästen seines Hauses verhaftet. Die Anreise zur Berlinale 2010, wo er als Gewinner eines Silbernen Bären 2006 für seinen Film <a href="http://www.festivalblog.com/archives/berlinale_2006/sektionen/der_wettbewerb/">Offside</a> an einer Podiumsdiskussion teilnehmen sollte, war ihm bereits verboten worden. </p>

<p>Die iranische Diktatur weiß sehr genau, wen sie aus dem Spiel nehmen muss, um die Zensur im Land zu verschärfen, denn Panahi hat in sämtlichen seiner Filme gesellschaftliche Themen angesprochen - und das nicht metaphorisch oder hochsymbolisch wie sonst häufig im Kino Irans, sondern klar, verständlich und eindeutig: In "The Circle" (für den er 2000 den Goldenen Löwen in Venedig erhielt) ging es um die Befreiung der iranischen Frau aus dem Geschlechterturm, in den sie von Gesetzen und gesellschaftlichen Normen des Landes gesperrt ist, in dem Berlinale Sieger-Film "Offside" um die Absurdität der Geschlechtertrennung am Beispiel des Fußballs und in "Crimson Gold" von 2003 um die katastrophale Lage der ärmeren Schichten Irans - die allerdings in ihrer Mehrheit 2005 nicht im Sinne von Regisseur Panahi die Reformer, sondern Mahmud Ahmadinedschad wählten.</p>

<p>Nun hat man ihn mit 18 anderen Gästen einer Versammlung in seinem Haus verhaftet und sein Aufenthalt ist noch unbekannt.</p>]]>

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<title>Bären 2010</title>
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<modified>2010-02-28T11:27:29Z</modified>
<issued>2010-02-20T17:19:51Z</issued>
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<summary type="text/plain">Goldener Bär für den besten Film Bal von Semih Kaplanoglu...</summary>
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<name>andreas</name>
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<email>andreas.tai@festivalblog.com</email>
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<dc:subject>Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<h2>Goldener Bär für den besten Film</h2>

<p><img alt="winner_bal_2010.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2010/winner_bal_2010.jpg" width="405" height="277" /></p>

<p><a href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/bal_honig_von_s.php5">Bal</a> von Semih Kaplanoglu</p>]]>
<![CDATA[<p><br />
 <h2>Großer Preis der Jury (Silberner Bär)</h2></p>

<p><img alt="winner_if_want_whistle.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/winner_if_want_whistle.jpg" width="405" height="277" /></p>

<p><em>Eu cand vreau sa fluier, fluier </em> (If I Want To Whistle, I Whistle) <br />
von Florin Serban</p>

<h2>Preis für die beste Regie (Silberner Bär)</h2>

<p><img alt="winner_ghost_writer_2010.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2010/winner_ghost_writer_2010.jpg" width="405" height="277" /></p>

<p>Roman Polanski für <em>The Ghost Writer</em></p>

<h2>Preis für die beste Darstellerin (Silberner Bär)</h2>

<p><img alt="winner_caterpillar.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2010/winner_caterpillar.jpg" width="405" height="277" /></p>

<p>Shinobu Terajima für ihre Rolle in <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/caterpillar_von.php5">Catterpillar</a> von Koji Wakamatsu</p>

<h2>Preis für den besten Darsteller (Silberner Bär)</h2>

<p><img alt="winner_how_ended_this_summer_2010.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/winner_how_ended_this_summer_2010.jpg" width="405" height="277" /></p>

<p>Grigory Dobrygin und Sergei Puskepalis für ihre Rollen in <br /><em>Kak ya provel etim letom</em> (How I Ended This Summer) <br /> von Alexei Popogrebsky</p>

<h2>Preis für eine herausragende künstlerische Leistung <br /> (Silberner Bär)</h2>

<p><img alt="winner_how_ended_this_summer_2010.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/winner_how_ended_this_summer_2010.jpg" width="405" height="277" /></p>

<p>Pavel Kostomarov für die Kameraarbeit in <br /> <em>Kak ya provel etim letom</em>  (How I Ended This Summer)   <br /> von Alexei Popogrebsky</p>

<h2>Preis für das beste Drehbuch (Silberner Bär)</h2>

<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/854_2.jpg' width="405" height="270"/></p>

<p><a href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/tuan_yuan_von_w.php5">Tuan Yuan</a> von Wang Quan'an</p>

<h2>Alfred-Bauer-Preis</h2>

<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/839_1.jpg' width="405" height="271"/></p>

<p><em>Eu cand vreau sa fluier, fluier </em> (If I Want To Whistle, I Whistle) <br />
von Florin Serban</p>

<h2>Preis für den Besten Erstlingsfilm</h2>

<p><img alt="winner_seebe.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/winner_seebe.jpg" width="405" height="270" /></p>

<p><em>Sebbe</em> von Babak Najafi</p>]]>
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<title>„Bal – Honig“ von Semih Kaplanoglu</title>
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<modified>2010-02-20T18:56:08Z</modified>
<issued>2010-02-20T15:08:53Z</issued>
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<summary type="text/plain">858</summary>
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<name>tiziana</name>
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<dc:subject>Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/858_1.jpg' width="405" height="270"/></p>

<p>Wenn es einen Preis für den poetischsten Film des Wettbewerbs gäbe, dann müsste ihn eindeutig (Stand: heute) „Bal - Honig“ des türkischen Filmemachers Semih Kaplanoglu bekommen. Der Film entführt uns in eine andere Welt, irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit, in der das Rauschen der Blätter, das Knacken eines Astes oder die Spiegelung des Mondes in einem Wassereimer Ereignisse sind, die uns genauso in den Bann ziehen, wie die heißeste Actionszene in einem Thriller. Ein kleiner Junge namens Yusuf ist hier die Hauptfigur – und aus seiner Perspektive verfolgen wir staunend, wie schrecklich und wunderbar zugleich die Welt sein kann, wenn man sechs Jahre alt ist, Angst davor hat, vor der Klasse laut vorzulesen, in einem Holzhaus mitten in einem Wald mit riesigen Bäumen lebt, und wenn man einen Vater hat, der auf diese riesigen Bäume klettert, um dort den wertvollen schwarzen Honig zu finden.</p>]]>
<![CDATA[<p>Die Geschichte selbst ist kurz erzählt: Während seiner Arbeit verunglückt der Vater. Frau und Sohn erfahren dies aber erst Tage später. Wir sehen (In echt? In Yusufs Vorstellung? In seinem Traum?) in der ersten Szene den Vater, wie er zwischen Leben und Tod hängt, weil ein Ast, an dem er mit seinem Seil hängt, angeknackst ist. Es folgt – viel später im Film – ein kurzer Moment, in dem der Vater im freien Fall gezeigt wird. Der Film umfasst eine kurze Zeitspanne vor dem Unfall, die Zeit des Wartens, und endet mit der Überbringung der Todesnachricht.</p>

<p>Der Film erzählt jedoch noch so viel mehr: Er erzählt von den Träumen, Hoffnungen, Ängsten und Wünschen eines kleinen Jungen, der eine große Vorstellungskraft hat. Er erzählt von der Bedeutung, die Natur und Sprache für Yusuf haben. Und er erzählt von einer Welt, die dem Betrachter bereits als verloren erscheint: weil es die Welt der Kindheit ist, und weil diese Welt gleichzeitig wie aus einer anderen Zeit zu stammen scheint. Neben der wunderbaren eigenen Sprache dieses Films ist der kleine Schauspieler Bora Altas, der Yusuf spielt, eine echte Sensation: denn schließlich muss er den Film über weite Strecken hinweg tragen.</p>

<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/858_2.jpg' width="391" height="280"/></p>

<p>Der keine Yusuf liebt es, mit seinem Vater zusammen, den Wald zu erkunden. Der Vater befestigt künstliche Bienenstöcke hoch oben in den Bäumen, um dann später den schwarzen Spezialhonig zu ernten, für den diese Region an der Schwarzmeerküste berühmt ist. Es ist nicht ganz klar, in welcher Zeit der Film spielt – und der Regisseur hat dies bewusst offen gelassen. Yusuf und seine Eltern leben jedenfalls in einfachen, fast archaischen Verhältnissen. Vater, Mutter und Sohn sprechen nicht viel miteinander, gehen aber auffallend liebevoll miteinander um.</p>

<p>Während der kleine Junge seinem Vater zuhause ohne Scheu laut vorliest, hat er in der Schule eine riesige Scheu davor: Er fängt an zu stottern und versagt unter Tränen, die er sich tapfer aus den Augen wischt. Im Klassenzimmer steht ein großes Glas mit roten Plastik-Ansteckern für all die Kinder, die bereits gut lesen können. Dieses Glas ist ein Objekt des Begehrens für Yusuf, sehnsüchtig blickt er darauf. Und er hat Angst davor, als einziges Kind keinen Anstecker zu bekommen.</p>

<p>Überhaupt liebt der kleine Junge nicht nur die Natur, er liebt auch die Sprache: Als eine Mitschülerin ein Gedicht vorliest, ist er völlig fasziniert; und später liest er diese Zeilen zuhause mit größtem Eifer immer wieder. Kaplanoglu hat mit Yusuf in „Bal“ die jüngste Stufe einer Figur geschaffen, von denen er in drei Filmen in gegenläufiger Chronologie erzählt: Neben „Bal“ sind das „“Süt – Milch“ und „Yumurta – Eier“. Die Figur, die in allen drei Filmen Yusuf heißt, wird später tatsächlich Dichter. Allerdings lässt der Regisseur offen, ob es sich dabei tatsächlich um dieselbe Person handelt – denn schließlich spielen alle Filme mit Yusuf in unterschiedlichen Lebensaltern in einer leicht unstimmigen Jetzt-Zeit. Vielleicht sind die drei auch verschiedene mögliche Charaktere, die aus derselben Idee entsprungen sind.</p>

<p>Ein durch und durch poetischer und gelungener Film also. Vielleicht ist er jedoch etwas zu behutsam und vorsichtig mit seinen Figuren und in seiner Aussage, um im Wettbewerb eines Festivals als wirklich preisrelevant zu gelten. Sehenswert und horizont-erweiternd ist er jedoch in jedem Fall.</p>]]>
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<title>Knapp verpasst: The Tree of Life von Terrence Malick</title>
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<modified>2010-02-20T17:05:22Z</modified>
<issued>2010-02-20T14:00:00Z</issued>
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<summary type="text/plain">Zu The Thin Red Line gab der Kurator der der Geburtstags-Retrospektive David Thomson nicht nur eine brillante Einführung (man kann dem Mann stundenlang zuhören wenn, er über Film spricht. Mein Gott, er war mit Terrence Malick essen!) sondern verkündete auch...</summary>
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<dc:subject><![CDATA[Retro &amp;  More]]></dc:subject>
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<![CDATA[<p>Zu <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/the_thin_red_li_1.php5">The Thin Red Line</a> gab der Kurator der der Geburtstags-Retrospektive David Thomson nicht nur eine brillante Einführung (man kann dem Mann stundenlang zuhören wenn, er über Film spricht. Mein Gott, er war mit Terrence Malick essen!) sondern verkündete auch Niederschmetterndes: Offensichtlich wäre Malicks neuer Film <em>The Tree of Life mit Sean Penn</em> und Brad Pitt auf der Berlinale gelaufen, wenn sich die Postproduktion nicht verzögert hätte. Wenn man bedenkt, dass Malick seit in den letzten 41 Jahren nur fünf Filme gemacht hat und The Tree of Life eben Nummer 6 ist, ist das wirklich unfassbares Pech. This really pisses me off! Und wir regen uns über das Wetter auf. </p>]]>

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<title>Plein Sud (Going South) von Sébastien Lifshitz</title>
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<modified>2010-02-20T13:36:59Z</modified>
<issued>2010-02-20T13:32:27Z</issued>
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<summary type="text/plain">689</summary>
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<name>christian</name>
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<email>karmapilot@web.de</email>
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<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/689_2.jpg' width="405" height="176"/></p>

<p><strong>Allzu schöne Menschen…</strong></p>

<p>Der Fahrer mit breitem Kinn sieht gut aus und schweigt. Die Kleine ist wild und hübsch mit franzosenmäßiger Zahnlücke, der Bruder ein schöner Lockenkopf mit sensiblen Augen und der vierte Mitfahrer so ein selbstbewusster Skatertyp mit langen Haaren. Alle sehen also super aus, ziehen ihre T-Shirts ständig aus, aalen sich am Strand und es passiert, was passieren muss. Schweiger und Lockenkopf sowie Skater und Schwesterchen machen es. Es ist schließlich Sommer. Ach ja eine Pistole ist ganz Godard mäßig früh im Bild, um Spannung zu schaffen und es gibt Rückblenden in die Kindheit, um die Verschwiegenheit des Fahrers, die eigenartige sexuelle Spannung zwischen Bruder und Schwester zu erklären (nur der Skatertyp bleibt seltsamerweise ausgespart, ist eh nur Mittel zu Zweck). Diese vier sind unterwegs gen Süden, machen zwischendurch Station beim Bruder Fahrers, der eigentlich zu seiner Mutter will, um sie wegen des Selbstmords des Vaters (mit eben der Pistole) zu konfrontieren. </p>]]>
<![CDATA[<p>Warum der Schweiger diese Leute mitnimmt, warum er und sie sich all die gegenseitigen Beleidigungen und Schubsereien gefallen lassen bleibt schleierhaft. Das ständige Wegfahren und Zurückkommen, die criss-cross Begehrlichkeiten im französischen Sommerlicht sehen hübsch aus, wie eben auch die Protagonisten aus Modekatalogen stammen könnten. Die Rückblenden sind dabei der hilflose Versuch die adretten, doch eindimensionalen Figuren mit Vergangenheit auszustatten, aber über die vulgärpsychologische erste Assoziationsebene kommen sie auch nicht hinweg. </p>

<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/689_1.jpg' width="405" height="273"/></p>

<p>Habe das Gefühl, hier sollte der hübsch anzuschauende Film mit hübsch anzuschauenen Homo- und Heterosexuellen mit einer Tragik unterfüttert werden, weil es sonst ein Film über ein einziges Gefühl gewesen wäre: im Sommer bei runtergekurbelten Fenstern gen Süden fahren, die heiß Luft weht herein, die Pinien riechen und man schläft am Strand und ist horny, horny, horny. <br />
Der Versuch jedoch über dieses Sommergefühl hinaus, Spannung und Dramatik einzubauen, ist allzu durchschaubar. Und so ist der Film, wie man es ja leider oft auch von sehr schönen Menschen erlebt: Schön an der Oberfläche, langweilig darunter.</p>]]>
</content>
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<title>Waste Land gewinnt Panorama-Publikumspreis</title>
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<modified>2010-02-20T16:51:00Z</modified>
<issued>2010-02-20T11:38:10Z</issued>
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<summary type="text/plain">699</summary>
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<name>steffen</name>
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<dc:subject>Panorama</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/699_1.jpg' width="405" height="270"/></p>

<p><a href="http://www.berlinale.de/external/de/filmarchiv/doku_pdf/20103685.pdf">Waste Land</a> von Lucy Walker hat den Panorama-Publikumspreis gewonnen. Der Film begleitet den brasillianischen Künstler Vik Muniz, bei einem seiner aufwendigsten Projekte: Einer Installation im "Jardim Gramacho". "Jardim Gramacho" liegt in einem armen Außenbezirk von Rio de Janeiro und ist eine der größten Mülldeponien der Welt: Die Menschen dort leben vom Müll, den sie sammeln undauf die unterschiedlichste Art wiederverwenden. Muniz hat die sogenannten Pflücker in sein Kunstprojekt einbezogen.<br />
Lucy Walker hat schon 2007 mit Blindsight den Panorama-Publikumspreis gewonnen. </p>]]>

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<title>Beautiful Darling von James Rasin</title>
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<modified>2010-02-20T19:57:54Z</modified>
<issued>2010-02-20T11:30:00Z</issued>
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<summary type="text/plain">856</summary>
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<dc:subject>Panorama</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/856_2.jpg' width="201" height="300"/></p>

<h4>You were, what you said you were</h4>Andy Warhol hatte einen Spitznamen: Drella. Drella ist die Fusion von Dracula und Cinderella. In seiner Factory war Warhol einerseits der Vampir, der die Kraft seiner sehr willigen Opfer für seine kreativen Zwecke bis zum letzten Tropfen aussaugte und andererseits der vom Glück Begünstigte, der quasi durch Handauflegen, jeden Zum Star machen konnte. Eine der größten Stars war Candy Darling. Die schönste Frau der Welt, die biologisch nie eine Frau war. Aber was macht das schon? In der Factory „you were, what you said you were,“ wie es im Film <a href="http://www.berlinale.de/external/de/filmarchiv/doku_pdf/20100299.pdf">Beautiful Darling</a> so schön heißt. Du konntest das sein, was Du zu sein behauptetest.
]]>
<![CDATA[<p>Regisseur James Rasin hat eng mit dem langjährigen Partner von Candy Darling, Jeremiah Newton zusammengearbeitet. Die Klammer für den Film sind Newtons Bemühungen die Asche von Candy gemeinsam mit der von Newtons Mutter beizusetzen. Rasin schildert den Aufstieg von James Lawrence Slattery zum Filmstar Candy Darling. Dabei wird eins klar: James war ein Junge im falschen Körper. James wollte ein Filmstar sein, aber ein weiblicher Filmstar. Ihre Idole waren Kim Novak und Lana Turner.</p>

<p>Die Auftaktzeile von Velvet Undergrounds Song „Candy Says“ lautet: Candy says, I've come to hate my body. So ist es. Candy Darling aber ist mehr als Körper. Candy Darling ist ein ein Mythos, eine Kunstfigur, die lebendiger und authentischer ist, als James Lawrence Slattery je war. Candy Darling ist exaltiert, manchmal schlagfertig und vor allem genauso charismatisch wie die Hollywood-Diven der Fünfziger. Das heißt nicht, dass Candy glücklich war. Newton hat nach ihrem Tod auch ihre Tagebücher gefunden, die im Film eine wichtige Rolle spielen. Candy war einsam, aber wenn sich glücklich war, dann in den Momenten, in denen sie im Rampenlicht stand.</p>

<p>Candy starb mit 29 Jahren an Krebs. Kurz vor Ihrem Tod ließ sie an ihrem Krankenbett von Peter Hujar noch ein atemberaubendes Foto machen. Candy war bewusst: Ihr Leben war eine Performance und dafür wollte sie jeden Moment nutzen. James Rasin ist ein erstaunlich berührender Film gelungen. Berührend ist besonders, wie sehr Jeremiah Newton Candy Darling ganz offensichtlich geliebt hat. Das hatte irgendwann wohl auch Candy verstanden, die vom Vater misshandelt und von der Mutter nach dem Tod verleugnet wurde. Candy Darling ist die Diva, die es vielleicht auch ohne Drella geschafft hätte, ein Star zu werden.</p>]]>
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<title>The Thin Red Line von Terrence Malick</title>
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<modified>2010-02-20T11:03:01Z</modified>
<issued>2010-02-20T10:00:00Z</issued>
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<summary type="text/plain"> Wie kam das Böse in die Welt?Dieser Film ist ein Alptraum. Krieg in seiner monströsesten Form: Körper werden zerfetzt, Menschen zerbrechen, werden wahnsinnig. Die Erde bebt, Angst, Panik, Sinnlosigkeit und der Zuschauer ist mitten drin. Dieser Film ist ein...</summary>
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<dc:subject><![CDATA[Retro &amp;  More]]></dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="sean_penn.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/sean_penn.jpg" width="405" height="269" /></p>

<h4>Wie kam das Böse in die Welt?</h4>Dieser Film ist ein Alptraum. Krieg in seiner monströsesten Form: Körper werden zerfetzt, Menschen zerbrechen, werden wahnsinnig. Die Erde bebt, Angst, Panik, Sinnlosigkeit und der Zuschauer ist mitten drin. Dieser Film ist ein Traum. Menschen in den Grenzbereichen der Existenz stellen alles in Frage, sind verzweifelt, feige, mutig, widersetzen sich oder tun, was getan werden muss und versuchen irgendwie ihre Menschlichkeit bewahren.]]>
<![CDATA[<p>Zweiter Weltkrieg im Pazifik irgendwo auf den Salomoninseln: Private Witt (James Caviezel) hat sich unerlaubt von der Truppe entfernt und lebt in einem Dorf mit den Inselbewohnern ein fast idyllisches Leben. Mit dem Idyll beginnt der Film. Halt! Nicht ganz. In der ersten Szene sehen wir einen großen Alligator, der langsam ins Wasser gleitet und abtaucht. Die Gefahr ist also immer vorhanden. Auch für Witt ist die Unbeschwertheit schnell vorbei. Sergeant Welsh (Sean Penn) verpfeift ihn zwar nicht, als er ihn findet. Aber er teilt ihn einer Sanitätseinheit zu, die im Gefecht verwundete versorgen muss. Deswegen ist er auch mit dabei, als die US-Truppen die strategisch wichtige Insel Guadalcal erobern sollen. Die Landung glückt ohne Verluste. Doch dann soll die Einheit um Captain Staros (Elias Koetas) auf Befehl von Colonel Tall (Nick Nolte) einen Hügel erobern, auf dem sich die Japaner mit schweren Waffen verschanzt haben.</p>

<p><img alt="thin_red_line.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/thin_red_line.jpg" width="405" height="267" /></p>

<p>Auch wenn die Gefechte um die Höhe C-210 einen breiten Raum in dem Film einnehmen, <a href="http://www.berlinale.de/external/de/filmarchiv/doku_pdf/20102083.pdf">The Thin Red Line</a> ist kein epischer Kriegsfilm. Der Zuschauer blickt nicht aus der Vogelperspektive auf das Gefecht, er ist mit im Gefecht. So teilt er die Konfusion, die Angst und das Nichtverstehen der Soldaten. Außerdem wir die Action immer wieder von der Stimme Private Witts gebrochen. Er spekuliert über Sinn: Wie das Böse in die Welt kam, wann der Mensch die Fähigkeit zum Frieden verloren hat, was das Ganze überhaupt für einen Sinn hat. Das könnte fürchterlich aufgesetzt ein, fügt sich aber perfekt in die fließenden Bilder vom Gefecht, der Natur der Insel und die Bilder ein, die aus der Sehnsucht der Männer nach der Heimat entstehen. Warum das funktioniert ist unerklärlich. Das ist die hohe Kunst von Terrence Malick.</p>

<p>Malick hat Stars für seinen Film zur Verfügung gehabt: Travolta, Clooney, Penn, John Cusack, Woody Harrelson: Travolta und Clooney sind eine Minute bzw. 30 Sekunden im Film zusehen. Und eher unbekannte Gesichter wie Caviezel und Koetas kriegen viel Zeit auf der Leinwand. Dazu spielt Nolte den Kotzbrocken. Für Helden hat Malick keinen Platz. <em>The Thin Red Line</em> ist eher eine gewalttätige Meditation über den Krieg und das Leben im Allgemeinen: Jeder sucht nach dem Sinn, viele Sterben früh, viele versteinern, einige werden verrückt und einige wenige bewahren den Funken – den Glauben an das Schöne, die Liebe und daran, dass sich das alles irgendwie lohnt.</p>]]>
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<title>Bärenwetten</title>
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<summary type="text/plain"> Es ist wieder so weit...die Verleihung der Goldbärchen findet heute Abend im Berlinale Palast statt. Zeit für Wetten auf Gewinner und Verlierer der Jubiläums-Berlinale sowie eine erste Rückschau. Please comment....</summary>
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<name>andreas</name>
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<email>andreas.tai@festivalblog.com</email>
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<dc:subject>Am Wegesrand</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="tips_on_bears.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/tips_on_bears.jpg" width="370" height="278" /></p>

<p>Es ist wieder so weit...die Verleihung der Goldbärchen findet heute Abend im Berlinale Palast statt. Zeit für Wetten auf Gewinner und Verlierer der Jubiläums-Berlinale sowie eine erste Rückschau. Please comment.</p>]]>
<![CDATA[<p><img src="/images/berlinale_2009/berlinale_news/aufmacher/tips_on_bears_aufmacher.jpg" class="aufmacherbild" /></p>]]>
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<title>Perspektive-Interview: Mariejosephin Schneider, Regisseurin von Jessi</title>
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<modified>2010-02-20T16:59:46Z</modified>
<issued>2010-02-20T08:00:00Z</issued>
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<summary type="text/plain">708</summary>
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<name>steffen</name>
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<dc:subject>Perspektive Deutsches Kino</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/708_3.jpg' width="201" height="300"/><br />
<h4>Luzie Ahrens war ein großer Glücksgriff</h4><br />
Mariejosephin Schneider, geboren 1976 in Berlin, studiert an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Der mittellange Film <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/jessi_von_marie.php5">Jessi</a>, der in der Pespektive Deutsches Kino läuft, ist ihr Film für das dritte Studienjahr. Mit Steffen Wagner sprach Mariejosephin Schneider darüber, wie Sie gemeinsam mit Kamerafrau Jenny Lou Ziegel den Film konzipierte und verwirklichte und über die Zusammenarbeit mit der Hauptdarstellerin Luzie Ahrens.</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Wie bist Du auf das Thema gekommen?</strong><br />
Überhaupt nicht geradlinig, sondern auf ganz großen Umwegen. Tatsächlich stand am Anfang der Wunsch mit der Kamerafrau Jenny Lou Ziegel, mit der ich an der dffb mehrere Seminare gemacht habe, zusammen einen Film zu drehen. Wir wollten so arbeiten, wie in den Seminaren, in denen Regie und Kamera von Beginn an gemeinsam Stoffe entwickeln. Es ist seltsam, wie Geschichten entstehen. Erst gibt es Fragmente und dann findet man die Verbindungen. Am Anfang stand die Situation eines Mädchens, das im Auto mitfährt und nicht reden will. Und später kam die Idee mit der Mutter, die nicht da sein kann. Dann haben wir das Thema des Gefängnisses hinzugefügt und begonnen zu recherchieren. Als klar war, dass die Mutter im Gefängnis sitzt, hat die Geschichte eine Riesensprung nach vorne gemacht.</p>

<p><strong>Wie lange hat der Prozess gedauert, vom ersten Gedanken bis zum Drehbeginn?</strong><br />
Eineinhalb Jahre. Da waren auch Pausen dazwischen, in denen ich nicht daran arbeiten konnte. Das ist auch unüblich für so eine rbb-Koproduktion. Normalerweise sind die Zeiträume kürzer.</p>

<p><strong>Wie habt Ihr recherchiert? Der Film ist sehr genau und sehr interessant, was zum Beispiel die Abläufe im Gefängnis angeht.</strong><br />
Es gibt die JVA für Frauen in Lichtenberg. Dort wollten wir zunächst eigentlich nur recherchieren, haben dann aber auch dort gedreht. Der Leiter Matthias Blümel war sehr entgegenkommend und hat uns alles gezeigt. Wir waren erst ganz überwältigt von der Atmosphäre. Es wirkt anders, als Gefängnisse, die man aus Filmen kennt – fast wie eine Kindertagesstätte. Dadurch wird es aber noch unheimlicher, wenn man über die JVA nachdenkt. Es hat eine Zeit gedauert, bis bei mir das Gefühl angekommen war: Hier sind Frauen, die hier nicht rausdürfen. Das ist dann beklemmend. Aber Lichtenberg ist eine der fortschrittlichsten Einrichtungen in Deutschland, es gibt viele Frauen, die sich dahin verlegen lassen wollen.</p>

<p><strong>Wie seid ihr zu Eurer Hauptdarstellerin Luzie Ahrens gekommen, die eine unglaubliche Leistung abliefert?</strong><br />
Luzie ist eine ganz spezielle, kleine Person. Wir hatten zu unserer eigenen Überraschung nur sechs Mädchen, die sich beworben haben. Vom Drehbuch her war klar, dass sich das Mädchen am Ende vor der Kamera die Haare kurz schneiden musste. Das war ein Problem. Dafür sind wir sogar von Casting-Agenturen beschimpft worden. Es war ein großer Schritt und sehr mutig von ihr, dass sie das gemacht hat. Luzie war auch schon für „Das weiße Band“ gecastet worden. Aber weil sie vom Alter her nicht so gut gepasst hat, hatte sie nur eine sehr kleine Rolle. Aber eine Casterin in Wien hat sie uns schließlich empfohlen, obwohl Luzie bei keiner Agentur war. Sie war nur mit ihrer Schwester mitgegangen zum Casting. Die Jessi ist ihre erste Sprechrolle.</p>

<p><strong>Ich war vor allem beeindruckt, wie sie nur mit Blicken und Gesten spielen konnte. Denn sie war beim Dreh ja erst elf Jahre alt.</strong><br />
Ja das ist ihre Präsenz und wie sie das spielt. Sie ist die Hauptdarstellerin und in 90 Prozent des Films zu sehen. Wenn wir Luzie nicht gefunden, hätten, hätte das ganze Projekt auch noch kippen können. Denn Sie war ein ganz großer Glücksgriff.</p>

<p><strong>Wie hast Du Luzie Hilfestellung gegeben durch Deine Regie? War da viel Erklärung nötig?</strong><br />
Erklären muss man eigentlich nicht viel. Ihr Präsenz hat vollkommen gereicht. Sie ist sehr cool vor der Kamera. Das Drumherum stört sie gar nicht. Wenn ich erkläre, geht es vor allem um Abläufe. Luzie war technisch sehr penibel. Sie mag auch überhaupt nicht improvisieren. Sie wollte einen festen Text haben. Das hatte ich gar nicht so erwartet. Wir haben geübt, wie wir während des Drehs Kontakt aufnehmen. So konnte sie auf Dinge reagieren, die ich ihr mitteile, ohne dass es sie aus dem Konzept bringt – z.B. das Timing oder so etwas.  Am wichtigsten war, deutlich zu machen, dass sie nichts falsch machen kann und dass es normal ist, wenn wir eine Szene nochmal drehen. Denn das ist das Schlimmste, was einem vor der Kamera passieren kann, das Gefühl etwas falsch zu machen. Am Ende waren solche Zeichen dann gar nicht mehr notwendig. Am Ende war sie der Profi. Sie wusste immer genau, warum wir eine Szene wiederholt haben.</p>

<p><strong>Was mir aufgefallen ist: In den Credits ist Jenny Lou Ziegel nicht für die „Kamera“, sondern die „Bildgestaltung“ zuständig. Was heißt das?</strong><br />
Sie ist sehr genau. Sie will auf keinen Fall etwas machen, was sie in der Zukunft nicht so schön findet. Das, was entsteht, soll Bestand für die Ewigkeit haben. Es ist eine sehr intensive Zusammenarbeit. Schonungslos (lacht), aber das ist gut. Das war jetzt das dritte Mal, dass wir uns zusammen die Köpfe zerbrochen haben (lacht noch lauter), aber ich möchte nicht anders arbeiten. Das Buch war von Anfang an sehr visuell angelegt.</p>

<p><strong>Hast Du schon Pläne für weitere Filme?</strong><br />
Erstmal muss der Film aus meinem Computer raus. Ich bin noch ganz woanders. Ich brauche jetzt erstmal wieder eine Schreibphase. Es gibt außerdem noch einen Kurzfilm, der auf Förderung wartet.</p>]]>
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<title>En Familie (Eine Familie) von Pernille Fischer Christensen</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/en_familie_eine.php5" />
<modified>2010-02-19T21:08:14Z</modified>
<issued>2010-02-19T20:13:23Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2010://4.1113</id>
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<summary type="text/plain">837</summary>
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<name>christian</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#christian</url>
<email>karmapilot@web.de</email>
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<dc:subject>Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/837_6.jpg' width="397" height="280"/></p>

<p><strong>Ausgebacken</strong></p>

<p>Ditte stammt aus einer alten dänischen Familie die über Generationen ein Bäckereiimperium aufgebaut hat. Sie ist der Liebling ihres Vaters, dem Chef der Betriebes, selbst Galeristin und bekommt ein Jobangebot für New York. Am gleichen Tag stellt sie fest, sie ist schwanger von ihrem Freund, einem Künstler. Das ist die Ausgangsposition. Dann erfahren wir noch, dass ihr Vater gerade eine Krebstherapie überstanden hat, aber nun als geheilt gilt. Ditte entscheidet das Kind abzutreiben, N.Y. mit ihrem Freund soll die Zukunft sein. Es gibt noch eine Schwester und zwei deutlich jüngere Halbgeschwister, weil ihr Vater nochmals heiratet. Eine Patchworkfamilie, die offenbar leidlich funktioniert, so richtig erfährt man das nicht. Alles normal, bis Vattern doch wieder Metastasen hat und diesmal nur auf sein Ende warten kann. </p>]]>
<![CDATA[<p>Der Vater will vor seinem Ableben den Nachlass regeln und, dass Ditte den Betrieb übernimmt. Ditte ist nicht nur hin- und hergerissen zwischen ihrem Freund, der weiter nach N.Y. möchte, während sie dem Vater bis zum Schluss beistehen will, sondern sie muss auch die Erwartungen des Vaters enttäuschen - Backwaren sind nicht ihr Leben. Die neue Frau des Alten kann nach einem Jahr Hauspflege nicht mehr und weigert sich zunächst seinen Wunsch zu erfüllen, zu Haus zu sterben. Das sind die einzigen Konflikte im Film. Die anderen Familienmitglieder spielen im wahrsten Sinne des Wortes nur Nebenrollen. Alles ist recht undramatisch und ruhig in Szene gesetzt. Es gibt keine "filmreifen" Sätze, sondern knappe Gespräche, alle zeigen ihre Enttäuschung ehr durch Schweigen oder sich Wegdrehen, ein zwei bittere Worte. </p>

<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/837_4.jpg' width="397" height="280"/></p>

<p>Obwohl man das Leiden der Familie durch das beginnende Siechtum des Patriarchen versteht, berührt es nicht. Die Schlussszenen, wenn wir seinem Tod beiwohnen, dem minutenlangen Warten auf den letzten Atemzug, während die Familie um sein Bett versammelt ist, wirken wie im luftleeren Raum, weil über den Film hinweg zu keiner der Figuren emotional Anknüpfungspunkte geschaffen wurden. <br />
Vor lauter Zeitlassen und Dialogvermeidung bleiben die Figuren allzu distanziert, laden nicht zur Identifizierung oder Ablehnung ein, sind einfach Leute, die mit dem Tod eines Verwandten klar kommen müssen. Doch der Alte ist in den 90 Minuten nicht auch unser Verwandter geworden oder die Trauernden nicht Personen, mit denen wir wirklich mitfühlen oder bangen, was nun wohl aus dieser Familie wird. Es ist eine fremde (fremdgebliebene) Familie, von der man erzählt bekommt.</p>]]>
</content>
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<title>Welt am Draht von Rainer Werner Fassbinder</title>
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<modified>2010-02-19T19:57:59Z</modified>
<issued>2010-02-19T19:47:48Z</issued>
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<summary type="text/plain"> Mach Platz, Neo!Vergesst Neo, Morpheus und Trinity, hier kommt Dr. Fred Stiller (Klaus Löwitsch). Man kann es heute kaum glauben, dass Fassbinders 185-Minuten-Brocken Welt am Draht 1973 vom WDR produziert wurde und als Zweiteiler im Fernsehen lief. Es geht...</summary>
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<name>steffen</name>
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<dc:subject><![CDATA[Retro &amp;  More]]></dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="Welt_am_Draht.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/Welt_am_Draht.jpg" width="405" height="301" /><br />
<h4>Mach Platz, Neo!</h4>Vergesst Neo, Morpheus und Trinity, hier kommt Dr. Fred Stiller (Klaus Löwitsch). Man kann es heute kaum glauben, dass Fassbinders 185-Minuten-Brocken <a href="http://www.berlinale.de/external/de/filmarchiv/doku_pdf/20106608.pdf">Welt am Draht</a> 1973 vom WDR produziert wurde und als Zweiteiler im Fernsehen lief. Es geht um den Tod des Leiters des Instituts für Kybernetik und Zukunftsforschung, um eine Welt, die nur als Computerprogramm existiert, den Wechsel zwischen Realitätsebenen und darum, wer die Kontrolle über die Menschen hat: der Staat oder die Wirtschaft? 1973 gab es keine PCs und auch keine Software wie wir sie kennen. Wie mag der Film auf die Zuschauer damals gewirkt haben? Keine Ahnung. In der restaurierten Fassung, die ihre Aufführung im International hatte, wirkte der Film visionär. Vor allem wegen der Bilder, die Fassbinder für seinen Science-Fiction-Film ohne Special Effects gefunden hat.</p>]]>
<![CDATA[<p>Professor Vollmer (Adrian Hoven) ist ein Genie, er hat Simulacron I entwickelt, ein Computerprogramm das sogenannte Identitätseinheiten schafft, die funktionieren wie echte Menschen in der Realität. Das Programm soll die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft simulieren, damit Politiker wie Staatsekretär Winlaub (Heinz Meier – ja genau, Loriots Vater Hoppenstedt) die richtigen Entscheidungen für eine blühende Gesellschaft treffen kann. Leider verhält sich der Professor sehr seltsam und ist kurz darauf tot. Selbstmord, das ist die offizielle Version. Sein Nachfolger Dr. Stiller gerät schnell unter Druck eines obskuren Unternehmens und versucht in der realen Welt und im Computerprogramm herauszufinden, welches Spiel gespielt wird.</p>

<p>Allein zu sehen, wie Stiller sein Bewusstsein in das Computerprogamm einspeist, um sich in die simulierte Welt zu transferieren ist genial. Er legt sich hin, setzt sich einen hypermodernen Helm auf (ok, ok es ist ein  Motorradhelm mit ein paar Kabeln, aber kein Vorwurf an die Requisite) und ist auf einer anderen Realitätsebene. Erinnert das nicht dunkel an Avatar?</p>

<p>Was den Film so sehenswert macht, ist sein Umgang mit Bildern und der Kamera. Fassbinder schafft es mit einfachsten Mitteln, Science-Fiction-Atmosphäre zu schaffen. Das  Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung ist ein beklemmender technisierter Unort und auch die reale Welt der Zukunft wirkt unpersönlich und abweisend. Den Rest besorgt die Kamera von Michael Ballhaus: Die Kamerafahrten sind unglaublich. Die Kamera gleitet an Glasscheiben vorbei durch ein Riesenbüro hindurch, fährt in kreisenden Bewegungen und findet ihre Motive immer wieder in Spiegeln. Diese indirekte Filmweise muss höllisch aufwendig gewesen sein, schafft aber genau die Atmosphäre, in der die Unterscheidung zwischen Echtem und Simuliertem immer schwieriger wird.</p>

<p>Stiller ist mit seinem Kollegen Fritz Walfang (Günter Lamprecht) der Einzige, der überhaupt an Aufklärung interessiert ist. Löwitsch gibt den Kämpfer in einer Welt der Politiker und Technokraten. Natürlich haben die Geschichte und die Figuren, besonders die Frauencharaktere, ihre Schwächen. Trotzdem ist <em>Welt am Draht</em> seiner Zeit weit voraus und wirkt auch heute nicht antiquiert. Kein Wunder, dass sich das MoMa in New York an der Restaurierung beteiligt hat.</p>]]>
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<title>&quot;Na Putu&quot; von Jasmila Žbanić (II)</title>
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<modified>2010-02-19T19:11:32Z</modified>
<issued>2010-02-19T19:08:03Z</issued>
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<summary type="text/plain">673</summary>
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<name>tiziana</name>
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<dc:subject>Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/673_4.jpg' width="405" height="270"/></p>

<p>Was passiert, wenn der Mann, den du liebst, plötzlich zum fundamentalistischen Moslem mutiert? Wenn die Nähe und Gemeinsamkeit, die bislang die Beziehung zu einer glücklichen machte, in Frage gestellt wird von anderen Wertvorstellungen, einer anderen Art zu denken und die Welt zu beurteilen? Jasmila Žbanić, vor drei Jahren Gewinnerin des Goldenen Bären für „Grbavica – Esmas Geheimnis“, verortet diese Geschichte in Bosnien und erzählt sie aus der Perspektive der Frau. Entstanden ist ein Film, der klar Stellung bezieht und starke Momente hat, alles in allem aber erstaunlich brav daherkommt.</p>]]>
<![CDATA[<p><br />
Um den Kontrast der beiden Lebenseinstellungen „weltlich“ und „streng religiös“ herauszuarbeiten, zeigt die Regisseurin, wie sich der Umgang der Paares miteinander durch die Wandlung des Mannes konkret verändert. Anfangs sehen wir, wie die Stewardess Luna ihren Körper mit der Handy-Kamera abtastet – ein lustvoller, verspielter und leichter Umgang mit dem eigenen Körper. Sie und der Fluglotse Amar haben eine – wie es scheint – harmonische Beziehung mit viel Nähe, viel Lachen und viel Sex. Allerdings hat Amar ein Alkoholproblem und wird vom Dienst suspendiert. In dieser Lebenskrise findet er erst einen Job und dann Halt bei den fundamentalistischen Wahabiten. Er fängt an zu beten, lässt sich den Bart stehen, will auf einmal keinen Sex mehr mit Luna (weil der nach seinen Glaubensvorstellungen außerehelich wäre, da die beiden keine muslimische Hochzeit hatten), er findet plötzlich die Vielehe entschuldbar und vertritt auf einer Familienfeier die Meinung, die Moslems in Bosnien hätten im Krieg deshalb so sehr gelitten, weil sie von Allah für ihre laxe Religionsausübung (sprich: Gottlosigkeit) bestraft worden seien.</p>

<p>Žbanić setzt Lust, Freude und Körperbetontheit (vorher) gegen Askese, Verhüllung und Verschwörungstheorien (nachher). Während Luna anfangs eher nur irritiert ist, wehrt sie sich immer stärker dagegen, den Amar, den sie liebt, zu verlieren. Sie kämpft um ihn, bleibt sich aber dabei selbst streu. Das ist alles schön und gut und sicher auch richtig, wirkt in der Umsetzung aber leider bisweilen wie aus dem Lehrbuch. Allzu vorhersehbar ist die Entwicklung der Geschichte, die Aktionen und Reaktionen der Figuren. Ein paar wundervolle Szenen und vor allem die herausragenden Schauspieler Zrinka Cvitešic (Luna) und Leon Lučev (Amar) machen den Film trotzdem sehenswert – einen vergleichbaren Sog wie „Grabica“ entfaltet er jedoch nicht. </p>

<p>Die Regisseurin mag ihre Figuren, man meint fast, sie will ihnen partout nicht wirklich wehtun, und deshalb wird im Film fast schon verkrampft gezeigt, dass alle einander zu verstehen suchen. Amar ist, wie Luna auch, vom Krieg traumatisiert. „Na Putu“ zeigt – und das ist eine große Stärke des Films – dass verschiedene Menschen ganz unterschiedlich auf Traumata reagieren. Und dass am Ende immer eine Entscheidung steht.</p>]]>
</content>
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<title>Father of Invention von Trent Cooper</title>
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<modified>2010-02-19T20:11:39Z</modified>
<issued>2010-02-19T18:58:06Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2010://4.1112</id>
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<summary type="text/plain">817</summary>
<author>
<name>christian</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#christian</url>
<email>karmapilot@web.de</email>
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<dc:subject>Panorama</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="20106451_1_Popup1.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/20106451_1_Popup1.jpg" width="405" height="270" /></p>

<p><br />
<strong>Ohne jeden Erfindergeist</strong></p>

<p>Eine wie in Reihe gefertigte amerikanische Komödie mit einem Star in der Hauptrolle, glatt, mit vorhersehbaren Entwicklungen und nahe liegenden Konflikten und Charakteren, die alle wie aus einem Handbuch des Drehbuchschreibens entnommen scheinen: die esoterisch, etwas dämliche Exfrau mit nettem neuen Mann, der zum Gefährten des Helden wird, die superhübsche Tochter, die in einer Frauen WG lebt, in der Papa, gescheiterter und verfemter Unternehmer, einzieht und mit der lesbischen Mitbewohnerin erst Probleme hat, die dann natürlich zur Kumpel-Freundin wird. <br />
Axle scheitert dramaturgiegerecht zunächst beim Job im Supermarkt, weil er dazu gemacht ist, den amerikanischen Traum zu leben und ganz allein und selbständig Großes zu vollbringen - nur diesmal wird er dabei seine Familie und vor allem seine Tochter nicht vergessen. Kennt man das nicht so oder ähnlich...?</p>]]>
<![CDATA[<p>Kevin Spacey als der ehemalige Unternehmer Robert Axle, der im Gefängnis landete und 10 Jahre später mit nichts wieder anfangen muss und natürlich die Ideen und irgendwann auch die Unterstützer und die Kohle hat, es zu tun. Belangloser, tausendmal gesehene Komödien Anordnung, der wie der Axle-Charakter im Film selbst nichts wirklich neu erfindet, sondern einfach existierende Konsumartikel(filme) zusammenfügt und als neu verkauft. </p>

<p><img alt="20106451_2_Popup1.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/20106451_2_Popup1.jpg" width="405" height="270" /></p>

<p>Ist mir absolut unverständlich, warum das Panorama so einen Streifen einlädt, der bei uns an einem Montag Abend im ZDF laufen wird - wenn keiner mehr hinguckt oder nur noch in der Lage ist, absolut vorhersehbaren, altbekannten Komödien Plots ein weiteres mal bis in den Schlaf zu folgen.</p>]]>
</content>
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<title>Na Putu von Jasmila Zbanic</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/na_putu_von_jas.php5" />
<modified>2010-02-20T17:01:32Z</modified>
<issued>2010-02-19T18:29:43Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2010://4.1109</id>
<created>2010-02-19T18:29:43Z</created>
<summary type="text/plain">673</summary>
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<name>barbara</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php</url>
<email>andreas.tai@gmail.com</email>
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<dc:subject>Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/673_1.jpg' width="405" height="272"/></p>

<p>Amar und Luna sind ein schönes, sehr verliebtes junges Paar, das in Sarajewo lebt. Sie arbeitet als Flugbegleiterin, er als Fluglotse. Sie scheinen ihr Leben und ihre Liebe intensiv zu genießen und wünschen sich ein gemeinsames Kind. Erst als Amar von seinem Job suspendiert wird, weil er während der Arbeit Alkohol getrunken hat, beginnt die heile Fassade zu bröckeln.</p>]]>
<![CDATA[<p>Amar wirkt haltlos – die Selbsthilfegruppe meidet er, stattdessen trinkt er weiter. Bis er einem alten Kriegsgefährten begegnet, der inzwischen Wahabit geworden ist. Er bietet Amar einen Job in einem von ihm geführten Camp an, und gegen Lunas Widerstand fährt Amar in das Lager. Als Luna ihn dort besucht, ist ihr alles fremd; die verschleierten Frauen, die Kritik ihrer Mitfahrerin am „westlichen“ Lebenstil, die strikte Trennung der Geschlechter. Amar dagegen scheint beglückt in dieser Welt, die bei allen Regeln und Gesetzen auch etwas Friedliches und Sicheres ausstrahlt, an einem schönen See in den Bergen Bosniens. Und es ist diese Betrachtungsweise, die den Film auszeichnet – hier wird nichts und niemand einfach verurteilt, es geht vielmehr darum zu verstehen, warum Amar sich hingezogen fühlt zu dem Leben einer so strengen Glaubensrichtung. Luna versucht genau dies: Amar zu verstehen. Aber die beiden schaffen es nicht, Nähe aufzubauen und sich einander wirklich zu öffnen. Während Amar sich zunehmend selbstbewußt und stark fühlt in seinem neu gefundenen Glauben, ist Luna empört über seinen Rigorismus. Als sie überraschend schwanger wird, trennt sie sich von Amar. </p>

<p>„Na putu“ erzählt eine Liebesgeschichte, ebenso wie eine Kriegsgeschichte, denn beide, Amar und Luna, sind tief gezeichnet vom Tod ihrer Eltern und den Erfahrungen des Krieges. Doch während Luna es geschafft hat, sich ein eigenes Leben nach ihren Vorstellungen aufzubauen und darin Erfüllung findet, hat Amar dies für sich nicht erreicht und leidet an seiner Haltlosigkeit – so sehr, dass er den radikalen Wahabismus als Rettung erkennt. Und so ist der Film auch eine sehr persönliche und unaufgeregte Studie darüber, was einen Menschen in den Extremismus zieht. Amar wird dabei nie verurteilt; man wünscht ihm vielmehr die Kraft, zu sich selbst zu finden und die Ketten aus archaischen Glaubenssätzen zu sprengen, die ihn am Ende des Filmes festhalten.<br />
</p>]]>
</content>
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