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<title>::festivalblog::Berlinale 2012</title>
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<modified>2012-02-21T18:58:46Z</modified>
<tagline>Unabhängige Onlineberichterstattung von der Berlinale 2012: Rezensionen, Interviews, Pressekonferenzen und Gossip.</tagline>
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<copyright>Copyright (c) 2012, andreas</copyright>
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<title>Bären 2012</title>
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<issued>2012-02-18T19:15:25Z</issued>
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<summary type="text/plain">Goldener Bär für den besten Film CESARE DEVE MORIRE von Paolo und Vittorio Taviani...</summary>
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<name>andreas</name>
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<email>andreas.tai@festivalblog.com</email>
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<dc:subject>Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<h2>Goldener Bär für den besten Film</h2>

<p><img alt="cesare.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/cesare.jpg" width="398" height="267" /></p>

<p>CESARE DEVE MORIRE von Paolo und Vittorio Taviani </p>]]>
<![CDATA[<h2>Großer Preis der Jury (Silberner Bär)</h2>

<p><img alt="just_the_wind.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/just_the_wind.jpg" width="400" height="243" /></p>

<p><a href="http://www.film-zeit.de/Film/22545/JUST-THE-WIND/Kritik/" title="Pressespiegel auf Filmzeit">CSAK A SZÉL</a> (Just The Wind) von Benedek Fliegauf</p>

<h2>Preis für die beste Regie (Silberner Bär)</h2>

<p><img src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/barabara_petzold.jpg" /></p>

<p>Christian Petzold für die Regie von <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/wettbewerb_barb_1.php5">BARBARA</a></p>

<h2>Preis für die beste Darstellerin (Silberner Bär)</h2>

<p><img src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/Rebelle_klein.JPG" /></p>

<p>Rachel Mwanza für die weibliche Hauptrolle in <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/wettbewerb_rebe.php5">REBELLE</a></p>

<h2>Preis für den besten Darsteller (Silberner Bär)</h2>

<p><img alt="koenigin_und_der_leibarzt.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/koenigin_und_der_leibarzt.jpg" width="399" height="283" /></p>

<p>Mikkel Boe Følsgaard für die männliche Hauptrolle in <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/en_kongelig_aff.php5">EN KONGELIG AFFÆRE</a> (Die Königin und der Leibarzt)</p>

<h2>Preis für das beste Drehbuch (Silberner Bär)</h2>

<p><img alt="koeniglig_affere_2.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/koeniglig_affere_2.jpg" width="398" height="281" /></p>

<p> Nikolaj Arcel und Rasmus Heisterber für das Drehbuch von <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/en_kongelig_aff.php5">EN KONGELIG AFFÆRE</a> (Die Königin und der Leibarzt)</p>

<h2>Preis für eine herausragende künstlerische Leistung <br /> (Silberner Bär)</h2>

<p><img alt="deer_plain.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/deer_plain.jpg" width="398" height="266" /></p>

<p>Lutz Reitemeier für die Kamera in <a href="http://www.film-zeit.de/Film/22543/WHITE-DEER-PLAIN/Kritik/" title="Pressespiegel auf Filmzeit">BAI LU YUAN</a> (White Deer Plain)</p>

<h2>Alfred-Bauer-Preis</h2>

<p><img src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/tabu.jpg" /></p>

<p><a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/tabu_von_miguel.php5">TABU</a> von Miguel Gomes</p>

<h2>Special Mention (Silberner Bär)</h2>

<p><img src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/enfant_klein.JPG" /></p>

<p><a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/wettbewerb_lenf.php5">L´ENFANT D´EN HAUT</a> von Ursula Meier </p>]]>
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<title>Preise der Unabhängigen Jurys</title>
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<modified>2012-02-21T19:00:20Z</modified>
<issued>2012-02-18T19:14:45Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1394</id>
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<summary type="text/plain"> Noch vor der Bärenvergabe wurden die Preise der Unabhängigen Jurys vergeben. Wir haben folgendes davon in einem Clip untergebracht: Preisvergabe DIALOGUE EN PERSPECTIVE, AMNESTY INTERNATIONAL FILMPREIS, LESERPREIS DER BERLINER MORGENPOST, DAAD KURZFILMPREIS und Ausschnitte aus der Rede von Festivaldirektor...</summary>
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<dc:subject>Berlinale 2012</dc:subject>
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<![CDATA[<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/7t1vyfKBVhI?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Noch vor der Bärenvergabe wurden die Preise der Unabhängigen Jurys vergeben. Wir haben folgendes davon in einem Clip untergebracht: Preisvergabe DIALOGUE EN PERSPECTIVE, AMNESTY INTERNATIONAL FILMPREIS, LESERPREIS DER BERLINER MORGENPOST, DAAD KURZFILMPREIS und Ausschnitte aus der Rede von Festivaldirektor Dieter Kosslick.</p>

<p>Die komplette Liste der Preise der unabhängigen Jurys finden sich auf der <a href="http://www.berlinale.de/de/das_festival/preise_und_juries/preise_unabh_ngigen_jurys/index.html">Website der Berlinale</a>.</p>]]>

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<title>GNADE von Matthias Glasner</title>
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<modified>2012-02-21T19:50:22Z</modified>
<issued>2012-02-18T16:10:34Z</issued>
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<summary type="text/plain"> Niels (Jürgen Vogel) und Maria (Birgit Minichmayr) ziehen mit ihrem Sohn Markus (Henry Stange) hoch in den Norden Norwegens. Sie wollen dort einen zweiten Anlauf nehmen für ihre Beziehung, wie Maria einer Freundin erklärt. In Hammerfest, wo die Polarnacht...</summary>
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<dc:subject>der Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="gnade.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/gnade.jpg" width="422" height="180" /></p>

<p>Niels (Jürgen Vogel) und Maria (Birgit Minichmayr) ziehen mit ihrem Sohn Markus (Henry Stange) hoch in den Norden Norwegens. Sie wollen dort einen zweiten Anlauf nehmen für ihre Beziehung, wie Maria einer Freundin erklärt. In Hammerfest, wo die Polarnacht lang und eisig ist, sieht es allerdings zunächst nicht so aus, als ob ihnen das gelänge. </p>]]>
<![CDATA[<p>Während Maria bei ihrer Arbeit in einem Hospiz gut integriert ist und schnell norwegisch lernt, beginnt Niels eine Affäre mit einer Kollegin, und Sohn Markus tut sich in der Schule schwer, den richtigen Anschluss zu finden. Untereinander herrscht kaum ein wirklicher Kontakt, es ist eine Eiseskälte, die diese Bilder durchzieht. Ob der Vater mit seinem Sohn schweigend überm Eisloch sitzt und auf Fische wartet, ob er und Maria schweigend ihr Essen in sich hinein schlürfen - es gibt keine Nähe, keinen Bezug, nur eine latente Gereiztheit und eine fast unheimliche Distanz, die der Sohn auch noch mit seinem Handy filmt. </p>

<p>Alles ändert sich, als Maria in der Nacht ein junges Mädchen überfährt und tötet. Schock, Verzweiflung und Schuldgefühle lassen das Bisherige zerfließen - und setzen eine Kraft frei, die neue Aufmerksamkeit füreinander möglich macht. </p>

<p>Es ist eine große Geschichte und eine erstaunlich klare Entwicklung, die dieser Film erzählt. Und es sind überragende Schauspieler, die sie tragen. Birgit Minichmayr und Jürgen Vogel schaffen es auf berührende Art und Weise, ihre Beziehung in winzigen zarten Gesten zu gestalten. Ein Film, der nachklingt und die Sehnsucht nach Frühling weckt.</p>]]>
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<title>Bären-Tipps</title>
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<modified>2012-02-18T15:51:59Z</modified>
<issued>2012-02-18T16:00:20Z</issued>
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<summary type="text/plain"> Tiziana Zugaro gibt ihre Tips ab, welche Wettbewerbsfilme dieses Jahr mit einem Berlinale-Bären ausgezeichnet werden. Wir freuen uns auch auf Eure Kommentare und Berlinale-Tipps!...</summary>
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<dc:subject>Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/PozeAxbe5YQ?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Tiziana Zugaro gibt ihre Tips ab, welche Wettbewerbsfilme dieses Jahr mit einem Berlinale-Bären ausgezeichnet werden. Wir freuen uns auch auf Eure Kommentare und Berlinale-Tipps!</p>]]>

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<title>Wettbewerb: REBELLE von Kim Nguyen</title>
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<modified>2012-02-18T14:07:45Z</modified>
<issued>2012-02-18T14:02:49Z</issued>
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<dc:subject>Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="Rebelle_klein.JPG" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/Rebelle_klein.JPG" width="425" height="283" /></p>

<p>Die Geschichte ist uns aus den Nachrichten und Reportagen bekannt, aber es ist doch noch einmal etwas anderes, ihr über einen Film so nahe zu kommen: Ein halbwüchsiges Mädchen wird bei einem Überfall auf ihr Dorf von den Rebellen gefangen genommen und muss als ultimative Trennlinie von ihrem alten Leben die eigenen Eltern erschießen. REBELLE des Kanadiers Kim Nguyen zeigt die Geschichte dieses Mädchens als Heilungs- und Emanzipationsprozess von diesem furchtbaren Trauma.</p>]]>
<![CDATA[<p>Die Erzählstimme gehört dem Mädchen selbst, sie schildert, wie sie sich an das Leben mit den Rebellen gewöhnt, wie sie lernt, mit dem Maschinengewehr umzugehen und einen Vertrauten in dem Albino-Jungen Magicien findet. Doch ihre Taten verfolgen sie bis in die Träume, und die – weiß bemalten – Geister ihrer Eltern und anderer Toter verfolgen sie Tag und Nacht. Aufgrund ihrer besonderen hellseherischen Fähigkeiten wird das Mädchen zu einer Art Kriegsmaskottchen, einer War Witch. Ein höchst unsicherer Posten, wie ihr Magicien erklärt: Sobald der Anführer mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten nicht mehr zufrieden ist, wird er sie einfach töten.</p>

<p>Das Mädchen flieht schließlich gemeinsam mit dem Magicien, und es folgt eine kurze Zeit der Unbeschwertheit und des Verliebtseins. Doch dann wird das Mädchen von den Rebellen brutal zurückgeholt, Magicien wird ermordet. Bald ist sie schwanger von dem Anführer, doch die Geister lassen sie nicht in Frieden: Sie weiß, dass sie in ihr Dorf zurückkehren muss, um ihre Eltern zu beerdigen, damit deren Geister zur Ruhe kommen.</p>

<p>Der Film erzählt sehr packend und eindrücklich vom unerhört grausamen Schicksal einer Kindersoldatin in einem nicht näher benannten afrikanischen Land – man denkt dabei sofort an den Kongo. Fast jeder in dieser Gesellschaft ist von den Narben des Bürgerkriegs gezeichnet – seien es reale Narben von Macheten oder die Erinnerung, die den Metzger des Dorfes beim Fleischzerteilen immer an das Massaker an seiner Familie denken lässt. Besonders stark sind die Momente, in denen eine zweite, übersinnliche Ebene – eine tiefere Dimension der Geschichte widerspiegelt. Das Trauma dieses Mädchens wird so mit den Mitteln des Kinos einprägsam verdeutlicht. Ein gelungener Film.<br />
</p>]]>
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<title>Panorama-Publikumspreise für MARINA ABRAMOVIC THE ARTIST IS PRESENT und PARADA</title>
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<modified>2012-02-18T12:04:11Z</modified>
<issued>2012-02-18T11:49:23Z</issued>
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<summary type="text/plain">Mathew Akers MARINA ABRAMOVIC THE ARTIST IS PRESENT erhält den Panorama-Publikumspreis 2012 für den besten Dokumentarfilm 2012. Bei den Spielfilmen siegte PARADA (The Parade) von Srdjan Dragojevic. Über die Preisträger entschieden rund 24.000 Berlinalezuschauer mit Stimmzetteln. Der Preis wird seit...</summary>
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<dc:subject>Panorama</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Mathew Akers MARINA ABRAMOVIC THE ARTIST IS PRESENT erhält den Panorama-Publikumspreis 2012 für den besten Dokumentarfilm 2012. Bei den Spielfilmen siegte PARADA (The Parade) von Srdjan Dragojevic. Über die Preisträger entschieden rund 24.000 Berlinalezuschauer mit Stimmzetteln. Der Preis wird seit 1999 vergeben. Die Preise werden morgen um 17 Uhr im Cinemaxx7 vergeben, anschließend werden die Siegerfilme gezeigt.</p>]]>

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<title>EN KONGELIG AFFÆRE von Nikolaj Arcel  </title>
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<modified>2012-02-27T20:28:57Z</modified>
<issued>2012-02-18T11:15:46Z</issued>
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<![CDATA[<p><img alt="koeniglig_affere_2.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/koeniglig_affere_2.jpg" width="398" height="281" /></p>

<p>Nach LEBEWOHL MEINE KÖNIGIN nun der zweite Historienfilm im Wettbewerb. Diesmal geht es um das dänische Königshaus im 18. Jahrhundert. Die gebildete englische Prinzessin Caroline wird als Jugendliche aus politischen Gründen mit dem dänischen König Christian verheiratet. Sie leidet in dieser Ehe sowohl unter den Launen ihres psychisch auffälligen Ehemanns als auch unter dem repressiven und rückständigen politischen System in Dänemark.</p>

<p>Als der König nach einer Europareise den Deutschen Johann Struensee als Leibarzt mit an den Hof bringt, verändern sich die verkrusteten Strukturen am Königshof allmählich. Struensee ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Aufklärung und er gelingt ihm durch seinen großen Einfluss auf den labilen König, zahlreiche politischen Reformen in Dänemark voranzutreiben. Nachdem dann auch die junge Königin Gefallen an dem revolutionären Denker findet, führt dies zu folgenschweren Konsequenzen.</p>]]>
<![CDATA[<p>Unglück in einer arrangierten Ehe, eine intrigante Schwiegermutter, ein wilder Ausritt zu zweit inklusive tiefer Blicke bei der unvermeidlichen Rast unter einem Baum, weil das Paar von einem ebenso unvermeidlichen Regenschauer an der Heimkehr gehindert wird, die erste leidenschaftliche Liebesnacht in königlicher Satinbettwäsche, das alles ist nicht eben neu. Die zahlreichen Freundinnen und Freunde des dänischen Schauspielers Mads Mikkelsen werden hier aber auf jeden Fall voll auf ihre Kosten kommen, denn der Film gibt der von ihm verkörperten Figur des Johann Friedrich Struensee breiten Raum und zeigt seinen Helden in allen erdenklichen historienfilmtypischen Lebenslagen. </p>

<p>Wie Reaktionen aus Teilen des (weiblichen) Publikums unmittelbar nach Filmende zeigten, war nicht nur für mich dieser Film nach vielen anspruchsvollen und auch anstrengenden Berlinalebeiträgen eine kleine Erholungspause. Hier durfte hemmungslos mitgeschwelgt und mitgelitten werden, ein Bedürfnis, dass sowohl durch die sorgfältige Ausstattung des Films als auch durch die Auswahl der beiden Hauptfiguren dieser verbotenen Liebesgeschichte extrem erleichtert wurde: der Held ein ansehnlicher und seiner Zeit weit voraus denkender Freigeist, die Heldin eine schöne junge Königin in kostbarer Garderobe und mit einem einsamen Herzen voller Leidenschaft. </p>

<p>Vermutlich kein Anwärter auf einen der Hauptpreise im Wettbewerb aber auf jeden Fall ein solider Historienfilm mit allen genretypischen Attributen und einer spannenden und historisch verbürgten Story.</p>]]>
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<title>Ankunft Robert Pattinson zur Pressekonferenz von BEL AMI</title>
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<modified>2012-02-26T17:44:30Z</modified>
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<summary type="text/plain"> Wie schon Shah Rukh Khan zeigt sich auch Robert Pattinson professionell. Bei der Ankunft zur Pressekonferenz des Berlinale Beitrags BEL AMI machte er die große Runde und gab 20 Minuten lang Autogramme. Bereitwillig nahm er die Smartphones der Fans...</summary>
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<![CDATA[<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/FnRE3lBA45s?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Wie schon Shah Rukh Khan zeigt sich auch Robert Pattinson professionell. Bei der Ankunft zur Pressekonferenz des Berlinale Beitrags BEL AMI machte er die große Runde und gab 20 Minuten lang Autogramme. Bereitwillig nahm er die Smartphones der Fans und machte ein gemeinsames Foto. Sehr auffallend: seine (Fast-) Glatze. Auch Christina Ricci kam zur Pressekonferenz, gab ein paar Minuten Autogramme, um dann schnell im Hyatt-Hotel zu verschwinden.</p>]]>

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<title>TABU von Miguel Gomes</title>
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<modified>2012-02-18T19:26:45Z</modified>
<issued>2012-02-17T17:14:40Z</issued>
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<![CDATA[<p><img alt="tabu.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/tabu.jpg" width="400" height="291" /></p>

<p>Bei einem Film gibt es immer zwei Belichtungsprozesse. Beim ersten Mal fällt das von der Umgebung reflektierte Licht auf Zelluloid oder auf einen Chip. Das zweite Mal fällt das Licht der Filmprojektion auf das Bewusstsein des Zuschauers. Durch die erste Belichtung entsteht eine klar definierte und technisch fassbare Abfolge von Hell und Dunkel. Bei der zweiten Belichtung können aus einem Werk mehrere Filme entstehen, die so zahlreich sind wie die Zuschauer des Werks.</p>]]>
<![CDATA[<p>TABU wird viele unterschiedliche Filme hervorbringen. Das liegt daran, dass die Regiearbeit von Miguel Gomes keine strikte Lesart vorgibt und ein Reservoir von Geschichten bereithält, aus dem man sich seine eigene zusammenstellen kann.</p>

<p>Wenn man zuvor nichts über TABU gelesen hat, dann dauert es eine ganze Weile, bis man ahnt, worauf der Film hinausläuft. Im Mittelpunkt steht zunächst die gerade pensionierte und alleinstehende Pilar. Sie lebt in Lissabon, ist streng gläubig, politisch aktiv und bemüht sich, das Gute zu tun. Neben ihr wohnt Aurora zusammen mit ihrem kapverdischen Dienstmädchen Santa. Aurora ist eine wunderliche alte Dame um die 80, die ihr Geld im Kasino verspielt und wenn sie ihre Antidepressiva nicht einnimmt, davon überzeugt ist, dass Santa sie mit ihrem Voodoo Zauber verhext. Während Pilar sich um den Zustand von Aurora zunehmend Sorge macht, ist Santa stoisch bis gleichgültig. Als Aurora ins Krankenhaus eingeliefert wird, sucht Pilar auf ihren Wunsch einen gewissen Gian Luca Ventura. Sie findet ihn in einem Altersheim. Wie sich herausstellt, verbindet Aurora und Gian Luca eine Geschichte, die über 50 Jahre zurückliegt.</p>

<p>Der erste Teil von TABU ist durchzogen von Schwermut und Melancholie. Jeder ist auf seine Art einsam und trägt in sich eine unausgesprochene Traurigkeit. Der zweite Teil ist so etwas wie eine Auflösung für den Ursprung der Schwermut, nicht nur die Schwermut der Figuren, sondern vielleicht auch die Schwermut der Portugiesen allgemein.</p>

<p>In einem Rückblick beginnt Ventura, von der verbotenen Liebe zwischen ihm und Aurora zu erzählen. Sie stammt aus der gemeinsamen Zeit in Mosambik zur Zeit der portugiesischen  Kolonialherrschaft. Damals besaß Aurora ein Gut und war eine passionierte Grosswild-Jägerin. Gian Luca Ventura war ein Abenteurer, den es mal hierhin und mal dorthin verschlagen hat. Zwischen beiden entwickelt sich eine Leidenschaft, die sie auch dann nicht stoppen können, als Aurora von ihrem Mann ein Kind erwartet.</p>

<p>Noch interessanter als die Geschichte selbst ist die Art und Weise, wie sie erzählt wird. Man hört die Erzählstimme von Ventura aus dem Off, hinterlegt von Musik und Umgebungsgeräuschen. Man sieht die Figuren sprechen, hört sie aber nicht. Wie der ganze Film ist auch diese Passage in Schwarz-weiß. Es ist ein amüsantes und gelungenes Spiel mit den Erzählformen des Films. Auch wenn sich am Ende eine abgeschlossene Geschichte ergibt, entsteht durch die unübliche Stil-Kombination zusammen mit den vielen Metaphern des Films eine interessante Vieldeutigkeit.</p>

<p>Als ich nach dem Film an der U-Bahn-Haltestelle einen alten Bekannten treffe, liegt für ihn die Intention des Films auf der Hand. Die Liebesgeschichte stehe für die Kolonialzeit Portugals und die verbotene Liebe für Schuld des Kolonialismus. Es sei leider wieder einmal ein halbherziger Versuch die Kolonialzeit aufzuarbeiten und scheitere deshalb.</p>

<p>Zuvor im Kino scheinen die beiden Frauen neben mir dies anders wahrzunehmen. Sie konnten mit einem Film, der entgegen die Sehgewohnheiten projiziert, nichts anfangen. Durch mehrfaches Stöhnen machten sie darauf aufmerksam, dass sie sich ein Ende des Films herbeisehnten.</p>

<p>Ich erinnere mich auch an eine Kollegin, wie sie aus der Pressevorführung von TABU kam. Sie war sehr unschlüssig, was man aus diesem Wettbewerbsfilm machen sollte.</p>

<p>Obwohl Miguel Gomez Kommentare in der Pressekonferenz die Allegorie auf die Kolonialzeit untermauern, steht die gesellschaftspolitische Aussage nach meiner Ansicht nicht im Vordergrund. Für mich ist TABU ein Film über Schwermut und Sehnsucht nach etwas Verlorenem oder auch nach etwas, was man nie gehabt hat. Es ist ein Film über eine Liebe, dessen Unglück nie aufgelöst werden kann.</p>

<p>Am Ende kann man diesen Film, der so unterschiedliche Sichtweisen zulässt, eigentlich nur als Geschenk annehmen.</p>]]>
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<title>Menschen, Tiere Sensationen - 6 Filme vom Menschsein mit Tieren</title>
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<summary type="text/plain"> Sind sechs Filme eine Serie? Was ist das nur, mit dem Menschen und den Tieren auf der diesjährigen Berlinale? Da wird permanent metaphorisch und manchmal auch ganz explizit die Grenze abgeschritten zwischen uns und dem „Biest“. Sie sind das...</summary>
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<name>christian</name>
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<dc:subject>Berlinale 2012</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="bestiaire4.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/bestiaire4.jpg" width="400" height="267" /></p>

<p>Sind sechs Filme eine Serie? Was ist das nur, mit dem Menschen und den Tieren auf der diesjährigen Berlinale? Da wird permanent metaphorisch und manchmal auch ganz explizit die Grenze abgeschritten zwischen uns und dem „Biest“. Sie sind das Andere und zugleich Projektionsfläche für unsere Unzulänglichkeiten. Wie René Pollesch mal sagte: Kommunikation beruhrt auf der irrigen Annahme, dass wir Menschen uns ähnlich sind. Dabei kann es sein, dass wir mit einem Hund mehr Gemeinsamkeiten haben als mit unseren Arbeitskollegen - wenn wir es schaffen, eine Kommunikationsebene mit ihm zu finden.</p>

<p>In <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/francine_von_br.php5">FRANCINE</a> von Brian Cassidy und Melanie Shatzky zum Beispiel ist eine Frau nach langem Gefängnisaufenthalt unfähig mit Menschen näheren und bleibenden Kontakt zu finden und sammelt stattdessen zahllose Vierbeiner auf, pfercht sie in ihren bald total versifften Trailer - glücklich, jemanden zu haben, der sie braucht. Dass diese Art Über-Liebe nicht gut enden kann, ahnt man bereits früh. Das Tier als Ersatz für verlorene Gefühle und Fähigkeiten. Weltflucht in der Herde.<br />
</p>]]>
<![CDATA[<p>Anders geht <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/bestiaire_von_d.php5">BESTIAIRE</a> an das Thema heran: In den James Benning erinnernden festen Einstellungen zeigt Denis Côté gefangene Tiere. Nach einer Weile stellt sich die Frage, „Wer starrt hier eigentlich wen an?“ Antworten gibt der Film nicht, irritiert  den Betrachter und lässt ihn in sich selbst nach der Grenze zwischen denen und uns suchen.</p>

<p>Eine witzige Rolle als Gefühlsersatz in einer einsam machenden Menschenwelt, spielen die Tiere in <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/rentaneko_von_n.php5">RENTANEKO</a> (Rent a Cat) von Naoko Ogigami. Eine Frau vermietet Katzen an einsame Japaner, um „das Loch in ihren (und dem eigenen) Herzen“ zu füllen. Bei der alten Dame und dem Angestellten ändert sich der Blick aufs eigene Leben, als die Katzen da sind. Die Tiere bringen Bewegung ins Leben. Die Katze als unabhängiger Geist ist dafür ein geeigneter Pate. </p>

<p><img alt="hiver.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/hiver.jpg" width="400" height="225" /></p>

<p>Leider findet der meist verbreitete Kontakt zwischen Mensch und Tier in unseren Breiten im Zoo statt. Es ist ein Blick auf Gefangene. In <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/postcards_from.php5">POSTCARDS FROM THE ZOO</a> von Edwin geht es um ein im Zoo aufgewachsenes Mädchen. Sie ist gefangen im Blick auf die gefangenen Tiere, auf ein Leben in diesem „unmenschlichen“ Kontext. Die Regeln im Zoo lassen sie selbst zu einem Objekt der Betrachtung werden, als sie hinausgeht in die Welt. Manche Menschen sind gefangen, auch wenn sie nicht hinter Gittern sind wie Giraffen und Flusspferde im Zoo. </p>

<p>Irgendwo zwischen gefangen und frei bewegen sich Tiere und Menschen in <a href="https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20127445">HIVER NOMADE</a> von Manuel von Stürler. Mit Herde ist der Hirte dann so etwas wie das Oberschaf, ohne Herde nur ein Typ mit fettigen Haaren. Ein selbstverliebter Hirte aus der Schweiz zeigt im Film sein Schäferleben im Winter, wandert durch die von Straßen und Siedlungen durchzogene Landschaft, wo Natur und „Kultur“ ständig ineinander übergehen. Die seltsam romantischen Vorstellungen vom Leben auf dem Land kommt immer von Städtern, ob Bauernhof oder das vermeintliche freie Leben der Schäfer: Der Film belehrt einen des Besseren. Wer aber mehr Zwängen unterliegt, die Menschen in Retortensiedlungen oder ein Schäfer mit 800 Schafen darf jeder selbst entscheiden.</p>

<p><img alt="diewand3.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/diewand3.jpg" width="400" height="267" /></p>

<p>Die dialektische Beziehung zwischen Mensch und Tier (aus der Sicht des Menschen allein!) exerziert der Film <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/die_wand_von_ju.php5">DIE WAND</a> von Roman Pölsler durch. Was unterscheidet uns vom Tier, wenn es keine Menschen mehr gibt, keinen mehr auszudenkenden Sinn, keine Kulturleistungen, sondern nur den Drang zu überleben. Martina Gedeck ist allein in der Welt, getrennt von einer Glaswand zu der erstarrten Außenwelt. <br />
Die Tiere sind sowohl Freunde wie einziger Grund weiterzuleben. Der Hund als bekanntermaßen bester Freund des Menschen steht dem größten Feind des Menschen gegenüber: Der Mensch selbst. Sehr literarisch, sehr dicht, mit beeindruckenden Bildern für mich der stärkste Film der Tierserie und nach allen Seiten hin offen für philosophische Betrachtungen unseres Seins.</p>

<p>Was bleibt nach der Betrachtung von 6 Filmen mit Tieren&Menschen ist eine Frage: Wie kann jemand sicher sein, dass es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Per_Anhalter_durch_die_Galaxis_%28Film%29">nicht die Mäuse waren</a>, die die Erde in Auftrag gegeben haben?<br />
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<title>POSTCARDS FROM THE ZOO von Edwin</title>
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<modified>2012-02-17T17:13:43Z</modified>
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<dc:subject>Wettbewerb</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="bintang.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/bintang.jpg" width="400" height="265" /></p>

<p>Und wieder ein Berlinalefilm mit Tieren, diesmal vor allem exotische Exemplare wie Tiger, Elefanten und Flusspferde in einem Zoo in Jakarta. Lana, die Hauptfigur des Films, wurde dort als dreijähriges Mädchen von ihrem Vater nach einem Ausflug zurückgelassen. Sie wurde von einem Tierpfleger aufgezogen und verbrachte ihre gesamte Kindheit und Jugend mitten im Tierpark in einem halblegalen Zeltlager in den üppigen Grünanlagen. Im Laufe der Zeit hat sich Lana ein enormes Fachwissen über die Tierwelt angeeignet und ihre besondere Zuneigung gilt einer einsamen Giraffe, die sie täglich in ihrem Gehege besucht. Erst nachdem sie sich in einen wortkargen jungen Mann verliebt, der in Cowboykluft Zaubertricks vorführt, entschliesst sie sich, ihre bisherige Heimat im Zoo zu verlassen und ihm nach draußen zu folgen.</p>]]>
<![CDATA[<p>So poetisch und verträumt wie hier, wurden Zootiere und Zoolandschaften wohl selten gezeigt. Trotz eines Lebens in Gefangenschaft lässt der Film den Tieren ihren Zauber und vor allem ihr Geheimnis. Die Kamera verweilt lange bei den einzelnen Tiergehegen und den Bewohnern und über allem liegt eine zarte Traurigkeit. Zugleich findet der Film auch starke und wunderbare Bilder für das dominierende Gefühl der Verlassenheit und der Sehnsucht seiner Hauptfigur. Durch die Einblendung kurzer zoologischer Begriffserklärungen wird die Handlung nicht nur in thematische Abschnitte gegliedert sondern es wird auch auf formaler Ebene eine direkte Verbindung zwischen dem Schicksal Lanas und dem der Zootiere hergestellt. Hier ist jeder so allein wie die heimliche Heldin des Films, die einsame Giraffe, die, obwohl sie eigentlich ein Herdentier ist, ein Einsiedlerleben in ihrem Tiergehege fristen muss. </p>

<p>Dann auf einmal, wenn man schon denkt, nie mehr etwas anderes zu sehen, als Giraffen, Flamingos und Flusspferde, nimmt die Geschichte einen zumindest im Verhältnis zum vorherigen Erzähltempo geradezu rasanten Verlauf in Richtung Realismus. Nachdem Lana den Zoo verlassen hat, endet ihr Weg bald in einem erotischen Massagesalon, in dem sie - ganz ähnlich wie zuvor die Zootiere - zusammen mit anderen Mädchen für die Kunden zur Betrachtung ausgestellt wird. Diese Wendung der Geschichte hin zur rauhen Wirklichkeit, habe ich als abrupten Bruch empfunden. Für mich liegt die besondere Stärke des Films eindeutig im ersten Teil, in dem in schwelgenden Bildern die Welt innerhalb der Zoomauern gezeigt wird.</p>]]>
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<title>ULRIKE OTTINGER - DIE NOMADIN VOM SEE von Brigitte Kramer</title>
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<modified>2012-02-17T09:55:42Z</modified>
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<dc:subject>Panorama</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="nomadin_vom_See.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/nomadin_vom_See.jpg" width="400" height="224" /></p>

<p>Ulrike Ottinger ist seit vier Jahrzehnten eine der einflussreichsten deutschen Filmregisseurinnen. Es ist daher schon verwunderlich, dass es noch keine Filmporträt zu ihr gibt. Brigitte Kramer hat dies gemerkt und eines gemacht. Leider wird derjenige, der sich von ULRIKE OTTINGER - DIE NOMADIN VOM SEE einen tieferen Blick in Leben und Werk der Künstlerin erhofft, enttäuscht. Mehr als um das Werk selbst geht es hier um die Verehrung für das Werk.</p>]]>
<![CDATA[<p>Die Dokumentation springt zwischen Ausschnitten aus Ottingers Filmen, Interviewsequenzen mit Ottinger, Bildern aus ihrer Zeit in Konstanz und Interviews mit Weggefährten (wie z. B. Wieland Speck) hin und her, ohne auf Chronologie zu achten. Bei einer derartigen nicht-linearen Erzählform muss sich am Filmende nicht zwangsläufig ein Ganzes ergeben. So ist es dann auch bei ULRIKE OTTINGER - DIE NOMADIN VOM SEE. Die einzelnen Sequenzen im Film sind zumeist aber auch nicht reichhaltig genug, um für sich alleine zu stehen. Nur das Thema der Reise und der Expeditionslust Ottingers wird ausreichend illustriert. Das ist zumindest aus meiner Sicht einfach zu wenig.</p>

<p>Befremdlich wirkt insbesondere die fehlende Distanz von Brigitte Kramer für die porträtierte Person. Aus ihrer großen Bewunderung macht sie keinen Hehl. Man könnte sagen, sie ist ein Ottinger-Fan. Immer wieder stellt Kramer die gemeinsame Herkunft aus Konstanz heraus und begründet darin eine besondere Seelenverwandtschaft zu Ottinger. </p>

<p>Durch die Filmausschnitte bekommt man zumindest eine Ahnung, wie reichhaltig das Werk von Ottingers ist. Wer mehr wissen will, muss sich selbst mit dem Werk der Regisseurin beschäftigen. Das wäre in jedem Fall eine positive Wirkung von ULRIKE OTTINGER - DIE NOMADIN VOM SEE.</p>]]>
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<title>SIDE BY SIDE von Chris Kenneally</title>
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<modified>2012-02-17T13:46:35Z</modified>
<issued>2012-02-17T08:29:33Z</issued>
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<name>christian</name>
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<dc:subject>Retro and More</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="20120514_1.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/20120514_1.jpg" width="400" height="225" /></p>

<p>Eine „Untergrund Revolution“ ist im Gange, schon fast vorbei, die vorbei an den meisten Konsumenten auf allen Ebenen des Filmemachens, Erzählweise, Bildsprache, Tricks bis hin zu Schauspiel, Vertrieb und Projektion im Begriff ist 100 Jahre Film, wie wir ihn kennen, abzulösen. Die Frage, <em>Warum digital?</em> ist durch die Frage, <em>Warum noch analog?</em>, ersetzt worden.</p>

<p>Was in SIDE BY SIDE als erstes auffällt, ist die wechselnden Kopfbehaarung von Keanu Reeves als Interviewer: zauseliger Vollbart, akkurat gestutzter 3-Tage Bart,  Zopf wie Samurai, kurze Haare. Er interviewt 72 (!) Filmemacher: Von berühmten Blockbuster und Indie Regisseure wie James Cameron, David Lynch, Lars von Trier oder George Lucas oder Scorsese bis zu den im Star-fixierten Filmbetrieb meist unbekannten, aber essentiell wichtigen Kameraleuten, Cuttern, Farbkorrekteuren und Produzenten. Das Thema: Was tut die Digitalisierung der Filmkunst, dieser 100 Jahre alten Tante an? Sehen wir das Ende des Films „as we know it“ oder den Anfang einer Ära - vergleichbar mit dem Beginn des Ton- und dann Farbfilms?</p>]]>
<![CDATA[<p>Um das Wichtigste gleich vorab zu klären: Digitalisierung ist nicht der Tod des Films, sondern seine unabänderliche Zukunft. Auf Film zu drehen, ist seit etwa fünf bis sieben Jahren nur noch eine künstlerische Entscheidung, aber nicht die Regel. Digital ist normal. Und wie bei allen Umbrüchen, gab es erbitterte Gegner und begeisterte Befürworter der neuen Technik. Die Entwicklung ging dabei dermaßen schnell vonstatten, dass so mancher sich noch keine eigene Meinung gebildet hatte, als bereits der übernächste technische Schritt vollzogen wurde. </p>

<p>Trotz künstlerischer, ästhetischer und atmosphärischer Kritik am digitalen Filmemachen (zu viele schlechte Filme, zu viele schlechte Aufnahmen, zu schnelle Arbeitsweise, Unmengen an Material) hat sie sich in kürzester Zeit durchgesetzt. Und seit es mit der „Arri Alexa (2010) und der Red Epic (2011) Digitalkameras gibt, die auch den allerhöchsten qualitativen Ansprüchen des Kinos genügen, finden nunmehr alle relevanten Prozesse von der Aufnahme, über Schnitt, Ton, Farbkorrektur und bald auch Vertrieb und Projektion digital statt. Das Verrückte daran: Wie beim iPhone, das es erst seit fünf (!) Jahren gibt, das aber bereits in der kurzen Spanne die Welt der Kommunikation für immer veränderte, begann der Umbruch hin zur digitalen Filmerei erst vor wenigen Jahren: Mit Georg Lucas STAR WARS EPISODE 2 (2002), dem ersten komplett digital produzierten Film. </p>

<p><img alt="20120514_3.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/20120514_3.jpg" width="400" height="225" /></p>

<p>Wo bisher Kameramann und Beleuchter enormen Einfluss auf das entstehende Bild hatten, kann digital fast alles noch verändert werden: Helligkeit, Kontrast, Temperatur, Farben bis hin zu den gefilmten Inhalten. Das nimmt dem Kameramann Macht und gibt sie in die Hände von Technikern in der Postproduktion. Anders als mit dem teurem Film, kann ein Regisseur digital endlos Material sammeln. Zum Leidwesen der Cutter, die sich durch hunderte Stunden Film wühlen müssen. Das Mehr führt - wie jeder Urlaubs-Digiknipser weiß - nicht unbedingt zu einem Mehr an guten Bildern. So erinnern sich auch in SIDE BY SIDE Regisseure nostalgisch, dass das 24 Stunden Warten auf die „Dailys“ (Bilder des Vortages) zu künstlerisch anderen Entscheidungen führte, Spannung und Bedeutsamkeit eine andere war, wenn die Kamera lief. Und auch Schauspieler leiden, weil es früher mindestens alle 10 Minuten eine Pause gab, wenn die Rolle gewechselt wurde. Heute wird mit riesigen Datenspeichern einfach "durchgedreht". Robert Downey Jr. soll in die Ecke des Drehortes gepinkelt haben, halb Protest, halb Not, weil ein Regisseur ihm keine Pausen mehr gab. </p>

<p>Der Umbruch dazu kam nicht aus Big Hollywood, sondern aus Klein Dänemark: <em>Dogma</em> 95 um Thomas Vinterberg, Lars von Trier und den heutigen Kameramann von Danny Boyle (SLUMDOG MILLIONAIRE, TRAINSPOTTING) Anthony Dod Mantle, der mit einer SONY PC3 Digitalkamera arbeitete, stieß die Tür weit auf. Was folgte, war weniger eine Debatte über Digital oder Nicht-Digital, als über die Frage, wie Technik das Filmerzählen beeinflusst. Der Prozess bei Großproduktionen ähnelte nämlich einer Geräteschlacht wie im ersten Weltkrieg. Dogma 95 wollte Geschichten erzählen und nahm dazu, was da war: Natürliches Licht und Ton, digitale Handkameras für maximale Beweglichkeit. Mit qualitativ geradeso akzeptablen, in Filmkreisen belachten und nur auf Kunst-Filmfestivals vorzeigbaren Ergebnissen. </p>

<p><img alt="20120514_5.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/20120514_5.jpg" width="400" height="225" /></p>

<p>Der nächste Schlag kam dann aber von einem Großmogul des Kinos: George Lucas entwickelte mit eigenem Geld und Sony die „F900“ Kamera, um STAR WARS EPISODE 2 (2002) komplett digital filmen zu können. Michael Mann benutzte ein Jahr später eine „Thompson Viper“ Kamera, um den grandiosen COLLATERAL (2003) zu drehen - und zeigte damit zu ersten Mal in der Filmgeschichte, dass man eine filmische Nacht aussehen lassen kann, wie eine echte Nacht. 2007 der nächste Knall: Die „Red One“ Kamera kostet nur noch $20,000, vergleichbare digitale Kameras zu dem Zeitpunkt noch immer mehrere hunderttausend Dollar. Danach ging es schnell: 2011 – verkünden Panavision, Arri and Aaton, dass sie die Produktion herkömmlicher Filmkameras einstellen und in diesem Jahr meldete Eastman Kodak Insolvenz an. Ende. Oder doch nicht? Es wird weiter auf Film gefilmt werden. Als künstlerische Entscheidung allerdings.</p>

<p>Im Moment existieren beide Technologien noch parallel, „Side by Side“. Die Möglichkeit, mit geringem Aufwand einen Film zu machen, führte nicht, wie Kritiker befürchteten, zu tonnenweise Schrottfilmen minderer Qualität und dem Tod des Kinos. David Lynch erklärt:„Jeder Junge, jedes Mädchen hat Stift und Papier zu Hause. Das war immer so, hat aber doch keinen Einfluss darauf gehabt, viele wirklich gute Autoren oder Maler es gab.“<br />
Am Ende ist das Kino - ob digital oder auf Film - vor allem eins: Eine Traumfabrik, in der relevante Geschichten, innovative Bildgestaltung in notwendiger Dichte und Klarheit einen guten Film von einem schlechten scheiden. </p>]]>
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<title>DIE LAGE von Thomas Heise</title>
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<modified>2012-02-16T20:33:40Z</modified>
<issued>2012-02-16T19:51:44Z</issued>
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<name>steffen</name>
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<dc:subject>Forum</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="die_lage.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/die_lage.jpg" width="398" height="224" /></p>

<p>Er kommt. Seine Heiligkeit kommt. Der Heilige Vater kommt. Der Papst kommt, beziehungsweise er kam – am 23. September 2011 nach Thüringen. In DIE LAGE beschäftigt sich Thomas Heise filmisch mit den Vorbereitungen am Flugplatz und am Erfurter Dom, aber er dreht auch während des Besuchs selbst. Heise zeigt in ruhigen Bildern, wie eine sehr präzise Inszenierungsmaschine anläuft, die durch detaillierte Planung die Grundlage für ein kollektives Erlebnis schaffen soll.</p>]]>
<![CDATA[<p>Wie der Regisseur im Publikumsgespräch sagte, war die Entscheidung dafür, den Film in schwarz-weiß zu machen, nicht ästhetisch, sondern inhaltlich begründet: Der Verzicht auf Farbe bringt vor allem Klarheit und Übersichtlichkeit, eine Ruhe und eine Transparenz, die im Gewimmel von Menschen und Farbtupfern untergegangen wäre. Davon befreit schärft die Kamera den Blick: Seine Heiligkeit sorgt für Anspannung bei den Beteiligten, schon bevor er da ist. Der Papst verlangt nach minutiöser Planung. Wenn er kommt, ist jeder Schritt voraus geplant. Der Heilige Vater ist sehr mächtig, das ist gar nicht zu bezweifeln. Denn nur wegen ihm setzen sich nicht nur Pilger- und Limousinenkarawanen in Bewegung, sondern auch Politiker, Kirchenmänner und –frauen und Scharen von Blumenkindern tun das. Über allem wachen LKA, BKA, die Polizei und Scharfschützen.</p>

<p>Heise zeigt das, aber er macht sich keineswegs über den Aufwand lustig. Denn trotz der Kühle der Bilder: Sie vermitteln auf indirekte Weise und vor allem über die Tonspur – das Ave Maria, das ohne Unterbrechung von verschiedenen Gläubigen gesprochen wird, die wiederholte Erinnerung der Protokollbeamten an den „gebührenden Abstand zum Heiligen Vater“ und durch das rezitierte Glaubensbekenntnis – dass Benedikt VI. und die „heilige katholische Kirche“ Heilserwartungen wecken, mit denen andere Institutionen nicht konkurrieren können. Und diese anderen Institutionen lassen sich von den religiösen wie selbstverständlich für die Inszenierung in Besitz nehmen. Heises Bilder sezieren es.</p>

<p>In einem großen Moment des Films fängt die Kamera aus der Entfernung das Gesicht des Papstes ein, während aus dem Off eine Stimme aus Paulus-Briefen an die Korinther zitiert. Die Kamera verweilt lange auf dem Gesicht des Papstes. Da geschieht die Verwandlung. Dort sitzt nicht mehr er, sondern Joseph Ratzinger. Der Heilige Vater ist der Anführer einer mächtigen religiösen Institution. Joseph Ratzinger ist ein alter Mann. DIE LAGE zeigt beide.<br />
</p>]]>
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<title>WESTERLAND von Tim Staffel</title>
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<modified>2012-02-16T20:30:48Z</modified>
<issued>2012-02-16T18:41:58Z</issued>
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<name>steffen</name>
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<dc:subject>Perspektive Deutsches Kino</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img alt="westerland.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/westerland.jpg" width="400" height="239" /></p>

<p>Jesús ist ein junger Mann, der Aufmerksamkeit um jeden Preis will, dazu inszeniert er nur zur gerne die eigene Lebenskrise. Er ist ein unerschöpfliches Reservoir von negativer Energie. Und von dieser Energie wird Cem magisch angezogen. Es ist die alte Geschichte von den Gegensätzen, die sich anziehen, die Tim Staffel in der Verfilmung seines eigenen Romans auf die Leinwand bringt: Jesús der völlig ziellose, stets bekiffte Egomane, der lügt und betrügt, um sich auch nur den kleinsten Vorteil zu verschaffen und Cem, der beim Ordnungsamt arbeitet, das Abitur an der Abendschule nachmacht und studieren will. Aus einer zufälligen Begegnung entwickelt sich eine Beziehung, die immer mehr in den selbstzerstörerischen Irrsinn abdriftet.</p>]]>
<![CDATA[<p>Tim Staffels Film ist eine Zumutung und das ist nicht negativ gemeint. Die Schwäche von WESTERLAND sind, die Rückgriffe auf Klischees: Jugendliches Pathos, halbgare Selbstmordinszenierungen, schwache Nebenfiguren und der eine oder andere hölzerne Dialog. Seine Stärke ist Konsequenz in der Zumutung. Die Abwärtsspirale in der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten – ob falsch verstandene Freundschaft oder wahnwitzige Liebe, muss jeder Zuschauer für sich entscheiden – wird mit Härte vorgeführt.</p>

<p>Die Schwächen des Films werden durch die beiden Hauptdarsteller wettgemacht: Wolfram Schorlemmer als Jesús und Burak Yigit als Cem liefern eine sehr beeindruckende schauspielerische Leistung ab. Gleichzeitig schaffen die Bilder von Kameramann Fabian Spuck eine stimmige Atmosphäre. So düster und armselig hat man Sylt noch nicht gesehen. Der Inselwinter ist so trist wie die Zukunftsaussichten der Hauptfiguren. WESTERLAND bleibt im Gedächtnis, weil das darstellerische Vermögen von Schorlemmer und Yigit alle Aufmerksamkeit des Zuschauers auf sich zieht.<br />
</p>]]>
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