<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<feed version="0.3" xmlns="http://purl.org/atom/ns#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="en">
<title>::festivalblog::Berlinale 2012</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/" />
<modified>2012-02-04T08:00:04Z</modified>
<tagline>Unabhängige Onlineberichterstattung von der Berlinale 2012: Rezensionen, Interviews, Pressekonferenzen und Gossip.</tagline>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4</id>
<generator url="http://www.movabletype.org/" version="3.31">Movable Type</generator>
<copyright>Copyright (c) 2012, tiziana</copyright>
<entry>
<title>Berlinale Countdown: PK-Fragen oder: Clooney in Afrika</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/pkfragen.php5" />
<modified>2012-02-04T08:00:04Z</modified>
<issued>2012-02-04T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1307</id>
<created>2012-02-04T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">Bei den Pressekonferenzen auf der Berlinale scheint sich der Intelligenzquotient der Fragenden gegenläufig zur Berühmtheit der befragten Schauspieler oder Regisseure zu verhalten. Sehr beliebt sind Fragen wie: „Wie war die Arbeit mit Regisseur X?“, oder „Wie gefällt Ihnen Berlin?“ Manchmal...</summary>
<author>
<name>tiziana</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#tiziana</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p>Bei den Pressekonferenzen auf der Berlinale scheint sich der Intelligenzquotient der Fragenden gegenläufig zur Berühmtheit der befragten Schauspieler oder Regisseure zu verhalten.</p>

<p>Sehr beliebt sind Fragen wie: „Wie war die Arbeit mit Regisseur X?“, oder „Wie gefällt Ihnen Berlin?“</p>

<p>Manchmal ist aber eine Frage gar keine Frage, sondern ein Angebot. George Clooney kennt sich damit aus.</p>]]>
<![CDATA[<p>Eine sichtlich aufgeregte, und sichtlich extra für die Pressekonferenz herausgeputzte junge Dame, wandte sich vor ein paar Jahren mit den einleitenden Sätzen an ihn: „Ich weiß nicht, ob Sie sich erinnern, aber wir haben uns im vergangenen Jahr in Cannes kennen gelernt“. Darauf Clooney: „Ich würde nicht sagen, dass wir uns kennen gelernt haben“. Sehr hübsch. War aber wahrscheinlich inszeniert, oder kann das Leben manchmal einfach ein solches Geschenk sein?</p>

<p>Oder der oder die Fragende will eigentlich gar keine Frage stellen, sondern in einem Kurzreferat erläutern, dass allein er oder sie die tiefgründigsten poetischen Schichten des Films begriffen hat. Leider zu selten kommt bei diesem Typ der Moderator mit einem eindeutigen „Question, please!“ seiner disziplinarischen Pflicht nach. Da wird schon der Nazi in einem wach, das muss man leider so sagen. Das Disziplinarische übernehmen dann meist die anderen anwesenden Journalisten, die ja bekanntlich bei kleinsten Verfehlungen der eigenen Kollegen sehr viel gnadenloser sind als bei den allerdämlichsten Antworten der Promis. Hier hackt sehr wohl eine Krähe der anderen gerne mal ein Auge aus.</p>

<p>Bei den Berlinale Pressekonferenzen gibt es auch gute alte Bekannte unter den Journalisten, deren Fragen man eigentlich schon laut mitsagen kann, bevor sie überhaupt den Mund aufgemacht haben. Eine Kollege fragt immer (immer!) nach dem Bezug des Films zur politischen Situation in Afrika (den er auch bei einer serbisch-finnischen Koproduktion gerne erläutert haben möchte), eine Kollegin ist sehr um die revolutionäre ästhetische Sprengkraft noch der allerflachsten Komödie bemüht.</p>

<p>Und so erfreut man sich, im Schutz der Masse, letztlich an der Inszenierung selbst, da einem, ehrlich gesagt, in einem solchen Rahmen meist auch keine intelligenteren Fragen eingefallen wären.</p>

<p><br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown: THE KIDS ARE ALLRIGHT (Berlinale 2010)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/berlinale_count_12.php5" />
<modified>2012-02-03T08:00:09Z</modified>
<issued>2012-02-03T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1306</id>
<created>2012-02-03T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">852</summary>
<author>
<name>11i</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#11i</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p><img alt="kids_allright.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/kids_allright.jpg" width="405" height="269" /></p>

<p>Mitten im trostlos Berlinalewinter wirkte die Independent-Komödie <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/the_kids_are_al_1.php5">THE KIDS ARE ALLRIGHT</a> um eine lesbisches Elternpaar, das sich überraschend mit den Revieransprüchen des biologischen Vaters ihrer gemeinsamen Kinder konfrontiert sieht, wie ein erfrischender Kurzurlaub. Hier stimmte alles: ein Drehbuch, das immer wieder überraschende Wendungen bot, auf den Punkt gebrachte Dialoge, mit Annette Bening und Julianne Moore zwei der besten US-Charakterdarstellerinnen und als Kulisse dann noch jede Menge leicht ironisiertes Easy-Living-Feeling aus dem sonnigen Kalifornien. </p>]]>
<![CDATA[<p>Der Film erzählt leichtfüßig und mit viel Humor seine Geschichte über eine in die Jahre gekommene Paarbeziehung zwischen der taffen Ärztin Nic und der schöngeistigen Landschaftsgärtnerin Jules und deren ganz normalen Erziehungsproblemen mit ihren Kindern Laser und Joni. Mit dem Auftauchen des biologischen Vaters der Kinder entwickeln sich dann rasch diverse Turbulenzen in der einstmals harmonischen Kleinfamilie und die Tücken und Fallstricke, die eine langjährige Liebesbeziehung mit sich bringt, treten offen zu Tage. Dennoch erweisen sich alle Charaktere erfreulicherweise als komplizierter und vielschichtiger als es auf den ersten Blick scheint und eine eindeutige gut-böse-Einordnung fällt schwer. Es ist eine weitere besondere Stärke von "THE KIDS ARE ALLRIGHT", dass Lisa Cholodenko ihre Geschichte gänzlich undogmatisch erzählt und dass sich dabei lustige Sequenzen mit bewegenden Szenen abwechseln, die vor allem durch ihre entwaffnende Ehrlichkeit überzeugen. Und auch wenn eine der Grundbotschaften des Films letztlich ziemlich banal darin besteht, dass das Lebensglück für manche eben in Zweierbeziehung, Familie und Elternschaft zu finden ist, stört das nicht wirklich - auch homosexuelle Paare dürfen schliesslich bürgerlichen Wertvorstellungen folgen. Vollkommen zu Recht war der Film Gewinner des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Teddy_Award">Teddy Awards</a> 2010 für den besten Spielfilm.</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown: WELCOME TO THE RILEYS (Berlinale 2010)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/berlinale_count_5.php5" />
<modified>2012-02-02T08:00:03Z</modified>
<issued>2012-02-02T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1305</id>
<created>2012-02-02T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">822</summary>
<author>
<name>11i</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#11i</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2010/entry/822_1.jpg' width="405" height="228"/> <br />
<a href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/welcome_to_the.php5">WELCOME TO THE RILEYS</a> hat eine Story, die auf den ersten Blick schlimme Klischeefallen vermuten lässt: Ein alterndes Ehepaar, dessen Beziehung nach dem Unfalltod der einzigen Tochter in Schuldzuweisungen erstarrt ist, findet durch die gemeinsame Fürsorge für eine jugendliche Ausreißerin wieder zueinander und am Schluss sind alle glücklicher als zuvor. Das diese Geschichte sich trotzdem zu einem glaubhaften und zugleich bewegenden Film zusammenfügt, liegt in ersten Linie an den Darstellern: James Gandolfini, den man sonst vor allem als Mafiaboss aus der Serie "DIE SOPRANOS" kennt, gibt hier als vom Leben frustrierter Inhaber eines Sanitärgroßhandels einen eindrucksvollen Beweis seines Talents. Melissa Leo, die bereits 2008 in <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2008/09/frozen_river_vo.php5">FROZEN RIVER</a> und 2011 dann in ihrer oskarprämierten Rolle in <a href="http://www.imdb.com/title/tt0964517/">THE FIGHTER</a> ihr Können unter Beweis gestellt hat, brilliert als eine Art zwangsneurotisches Desperate Housewife, das sich nur langsam aus seinem inneren Gefängnis befreien kann. Und auch TWILIGHT Star Kristen Stewart zeigt in ihrer Rolle der verwahrlosten Ausreißerin, dass sie schauspielerisch weit mehr zu bieten hat, als ihr in der Teenie-Vampirfilmsaga abverlangt wurde.</p>

<p>Eine weitere Stärke des Films ist der gut dosierte Einsatz von Humor und Situationskomik, der dabei hilft, alle Klippen der Rührseeligkeit zu umschiffen und gleichzeitig auch die Tristesse des Gezeigten erträglicher macht. Die Szene, in der die lebensuntüchtige Hausfrau Lois nach Jahren der selbstgewählten Isolation im schmucken Vorstadteigenheim beschliesst, im Familien-PKW eine Fahrt nach New Orleans anzutreten, wird wie eine hochgefährliche Expedition in ein fremdes Land inszeniert und ist komisch und traurig zugleich. Auch wenn das Ende vielleicht ein wenig zu versöhnlich geraten ist, bleibt WELCOME TO THE RILEYS mit seiner leicht verwegenen Mischung aus Beziehungsdrama, Roadmovie und Komödie ein  sehenswerter Film mit herausragenden Schauspielern.</p>]]>

</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown: A BOUT DE SOUFFLE (Berlinale 2010)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/02/a_bout_de_souff.php5" />
<modified>2012-02-01T08:00:03Z</modified>
<issued>2012-02-01T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1304</id>
<created>2012-02-01T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">1019</summary>
<author>
<name>steffen</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#steffen</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p>Ganz ruhig, ganz ruhig – einfach tief durchatmen. Ein und aus und ein und aus: Pffffffft. Es hilft einfach nichts. Jean Seberg ist auf der Leinwand und das führt unweigerlich zur Schnappatmung beim männlichen Teil des Publikums, sogar noch bei der Aufführung von À BOUT DE SOUFFLE im Berlinale-Jubiläumsjahr 2010. Für den weiblichen Teil gibt es immerhin einen jungen Jean-Paul Belmondo mit nacktem Oberkörper – in der Hinsicht gab es 1960 leider noch keine Gleichberechtigung (seufz!).</p>]]>
<![CDATA[<p>Wie muss dieser Film erst 1960 gewirkt haben? Das ist heute unvorstellbar. Denn er sieht immer noch radikal, genial und aufregend aus. Soviel Stil und Nihilismus hat es auf der Leinwand nicht mehr gegeben. Patricia und Michel wollen alles und zwar gleich. Wer sind dagegen schon Bonnie und Clyde? Michel ist immer in Bewegung und morgen ist egal. Natürlich ist er verloren, aber das darf auch gar nicht anders sein.</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale 2012: Das Programm ist online</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/berlinale_2012_7.php5" />
<modified>2012-01-31T17:25:57Z</modified>
<issued>2012-01-31T17:14:52Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1332</id>
<created>2012-01-31T17:14:52Z</created>
<summary type="text/plain"> Quelle: Berlinale Auf an die Moleskines und Calender Apps: heute wurde das Programm der 62. Berlinale online gestellt. Es lohnt sich, sich bereits jetzt zu informieren, denn ab nächsten Montag beginnt der Vorverkauf....</summary>
<author>
<name>andreas</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.phpl#andreas</url>
<email>andreas.tai@festivalblog.com</email>
</author>
<dc:subject>Berlinale 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p> <img alt="berlinale_programm.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/berlinale_programm.jpg" width="400" height="220" /><br />
<i>Quelle: Berlinale</i></p>

<p>Auf an die Moleskines und Calender Apps: heute wurde das <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php">Programm der 62. Berlinale</a> online gestellt. Es lohnt sich, sich bereits jetzt zu informieren, denn ab nächsten Montag beginnt der Vorverkauf. </p>]]>

</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown: DEUTSCHLAND &apos;09</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/deutschland_09_1.php5" />
<modified>2012-01-31T08:00:03Z</modified>
<issued>2012-01-31T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1303</id>
<created>2012-01-31T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">613</summary>
<author>
<name>barbara</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php</url>
<email>andreas.tai@gmail.com</email>
</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2009/entry/613_1.jpg' width="370" height="203"/></p>

<p>Deutschland im Jahre 2009 ist ganz offensichtlich für eine Reihe der gefragtesten und bekanntesten deutschen FilmemacherInnen eine große Enttäuschung. Und, mir sei die plumpe Analogie verziehen, ihre Kurzfilme darüber enttäuschen ebenso. </p>]]>
<![CDATA[<p>Sie sind langweilig, uninspiriert, wenig mutig und oft entsetzlich klischeebeladen. Böse sind: Gentrifizierung. Polizei. Überhaupt, der Staat. Konsum. Nazis. Gegenwart. Damit das auch alle verstehen, ist sich der begabteste Regisseur nicht zu schade, die Botschaft gaaaanz deutlich zu machen. Am grauenhaftesten im Beitrag „Krankes Haus“ von Wolfgang Becker: die Anspielungen könnten nicht billiger sein. Das ist einfach nur noch ärgerlich. Nicolette Krebitz’ Kurzfilm hat für mich das meiste Potential: es geht um drei interessante Frauenfiguren, dargestellt von drei interessanten Frauen, in einem durchaus gewagten Format. Leider ist das Ergebnis total verschwurbelt. Dominik Graf zeigt anhand von architektonischer Entwicklung, dass früher alles besser war (was bei der Sicht auf Häuser der 50er Jahre im Ruhrgebiet zumindest ein mutiger Ansatz ist), und die Moderne eine kalte und gesichtslose Welt. Ach ja. Jammer jammer. Es zieht einen herunter, diese mutlose, blutleere und eindimensionale Betrachtung der Gegenwart in Deutschland. Zum Glück gibt es da noch das „Kleine Demokratie-Lehrstück“. Der einzige Lichtblick – in knapp drei Stunden Film! </p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown:HAPPY TEARS von Mitchell Lichtenstein (2009)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/happy_tears_ber.php5" />
<modified>2012-01-30T08:00:04Z</modified>
<issued>2012-01-30T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1302</id>
<created>2012-01-30T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">616</summary>
<author>
<name>barbara</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php</url>
<email>andreas.tai@gmail.com</email>
</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2009/entry/616_2.jpg' width="370" height="247"/></p>

<p><br />
HAPPY TEARS habe ich 2009 auf der Berlinale gesehen. Ich war froh, für diesen Wettbewerbsfilm Karten bekommen zu haben, und saß gespannt im überfüllten Friedrichstadtpalast. Es wurde dunkel, der Film begann, und das Publikum schrie schon nach fünf Minuten vor Lachen. Und hörte gar nicht mehr auf. </p>]]>
<![CDATA[<p>Ich flüsterte meiner Begleitung entsetzt zu, dass ich mich wie die kleinste aller möglichen Minderheiten fühle. Der Film war absolut entsetzlich. Überspannte Amerikanerinnen. Pseudo-psychedelische Einblenden. Eine fade Story, letztlich wieder nur ums Geld und die betrogenen Kindheitsträume. Die wirkliche Tragik, die fortschreitende Demenz des Vaters, zum Fäkalwitz pervertiert. Allein Demi Moore konnte ihrer Rolle eine gewisse Würde geben, was als Aussage für sich spricht. Bei der Berlinale habe ich mich in den Schlaf geflüchtet und bin erst vom tosenden Schlussapplaus aufgewacht. Um dem Film gerecht zu werden, oder es zu versuchen, habe ich ihn nun noch einmal gesehen – von Anfang bis Ende. Und mir gewünscht, wie das Friedrichstadtpalast-Publikum herzlich lachen zu können, wenn der Demenzkranke in die Hosen macht und die Drogenabhängige ihm sein Geld klaut. Fände man den Film witzig, könnte man bei der fadenscheinigen Story ein Auge zudrücken. Sonst bleibt nur ein Stück vertane Lebenszeit und ein ebenso langes Kopfschütteln darüber, wieso dieser Film in den Wettbewerb aufgenommen wurde. Bitte nie wieder „Happy Tears“!<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown:RICKY von François Ozon (2009)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/berlinale_count_9.php5" />
<modified>2012-01-29T11:29:27Z</modified>
<issued>2012-01-29T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1301</id>
<created>2012-01-29T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">622</summary>
<author>
<name>11i</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#11i</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p><img src='http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2009/entry/622_2.jpg' width="370" height="248"/>  </p>

<p><a href="http://www.festivalblog.com/archives/2009/02/ricky_von_franc.php5#more">RICKY</a> ist einer der Berlinale Wettbewerbsfilme, der mir noch lange im Gedächtnis geblieben ist, dies nicht nur wegen der verwegenen Story über ein fliegendes Baby in einer Hochhaussiedlung, sondern auch wegen der kontroversen Diskussion mit meiner damaligen Filmbegleitung nach der Premiere. Und auch wenn ich jetzt beim zweiten Sehen den eigentlichen "Clou" des Films ja schon kannte, stellte sich wieder dieses Gefühl von damals ein: Hier tobt sich einer nach Herzenslust aus und zeigt dabei höchst gekonnt, was mit den Mitteln des Kinos so alles möglich ist. </p>]]>
<![CDATA[<p>François Ozon verweigert sich ganz bewusst jeder Eindeutigkeit, er legt mit sichtlichem Vergnügen falsche Fährten und führt den Zuschauer in einem wilden Mix quer durch die Genres. Wer klare Botschaften oder gar Logik erwartet, wird genauso enttäuscht, wie derjenige, der sich auf einen realitätsfernen Fantasyfilm gefreut hat. RICKY liegt irgendwo dazwischen und könnte mit seiner so noch nie gesehenen Mixtur aus genau beobachteter Milieustudie und dem gleichzeitigen Einsatz von phantastischen Elementen und bizarrem Humor eine neue Filmgattung begründen.  </p>

<p>Auch die Rezeption des Films bestätigt die Einschätzung, dass sehr unterschiedliche Sichtweisen möglich sind. Während sich vor allem die französischen Kritiker in Lobeshymnden ergingen und neben dem Geniestreich des Regisseurs auch den Mut der Produzenten lobten, wurde der Film in Deutschland eher gemischt aufgenommen. Abgesehen von einigen wenigen begeisterten Rezensionen überwogen hier die negativen Stimmen, die den Film in ersten Linie für einen schlechten Witz hielten. </p>

<p>RICKY ist mit Sicherheit nicht leicht konsumierbar, aber wenn man sich erst einmal auf die rasante Wendung der Story einlassen kann, macht er Spaß, denn er entführt in ein real fantastisches Wunderland, in dem auch inmitten einer tristen Plattenbausiedlung vieles möglich ist.</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown: IN THE ELECTRIC MIST von Bertrand Tavernier (2009)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/berlinale_count_11.php5" />
<modified>2012-01-28T09:40:32Z</modified>
<issued>2012-01-28T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1300</id>
<created>2012-01-28T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">617</summary>
<author>
<name>11i</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#11i</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p><img src='/images/berlinale_2009/entry/617_1.jpg' width="370" height="247"/> </p>

<p>Bertrand Tavenier gelang es mit seiner ersten US-Produktion <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2009/02/in_the_electric.php5#more">IN THE ElECTRIC MIST</a> bereits nach wenigen Minuten,  mich die unwirtliche Berliner Winterlandschaft außerhalb des Kinos vergessen zu lassen und in mir die Illusion zu erwecken, mich statt dessen mitten in den wabernden Mangrovensümpfen von Louisiana zu befinden.  </p>

<p>Abgesehen von der Mordserie, die die Rahmenhandlung dieser Verfilmung des gleichnamigen Kriminalromans von James Lee Burke bildet, verzichtet Travenier ansonsten auf alle gängigen Genrezutaten. Es geht ihm nicht in erster Linie um die filmische Umsetzung einer nervenaufreibenden Jagd nach einem Serienkiller sondern vor allem um eine stimmige Charakterstudie, eingebettet in die Landschaft der amerikanischen Südstaaten. Tommy Lee Jones ist hier nach <a href="http://www.imdb.com/title/tt0477348/">NO COUNTRY FOR OLD MEN</a> einmal mehr in der Rolle des von inneren Konflikten gequälten Ermittlers zu bewundern, der neben einer nahezu übermächtig scheinenden Front aus Rassismus und organisierter Kriminalität auch noch gegen die eigene Vergangenheit ankämpfen muss. </p>]]>
<![CDATA[<p>Der weitgehende Verzicht auf genretypische Spannungselemente und Special Effects hat dann auch prompt zu längeren Querelen zwischen Travenier und seinen US-Produzenten um die richtige Schnittfassung geführt. Als Resultat ist der Film schliesslich in zwei unterschiedlichen Versionen auf den Markt gekommen. Die Fassung für den US-Markt ist 15 Minuten kürzer und komplett anders geschnitten, als die Fassung, die für den europäischen Markt erstellt und auf den Filmfestivals gezeigt wurde. Die US-Version hat es dennoch trotz bekannter Schauspieler (neben Tommy Lee Jones auch Peter Sarsgaard und John Goodman) dort nicht in die Kinos geschafft. </p>

<p>Einer meiner Lieblingsfilme des Berlinalejahres 2009, der auch beim zweiten Anschauen nichts an Reiz verloren hat. Da die deutsche Synchronisation zur Verflachung der Dialoge neigt, empfiehlt es sich, den Film in der englischsprachigen Originalversion zu sehen.</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown: ANDER von Roberto Caston (2009)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/ander_berlinale.php5" />
<modified>2012-01-28T09:46:00Z</modified>
<issued>2012-01-27T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1299</id>
<created>2012-01-27T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">Ander (Joxean Bengoetxea) lebt in den Bergen des Baskenlandes mit seiner Schwester und seiner Mutter. Er bewirtschaftet den Hof der Familie und arbeitet halbtags in einer Fahrradfabrik. Als er sich das Schienbein bricht, stellt er als Aushilfe den peruanischen Hilfsarbeiter...</summary>
<author>
<name>barbara</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php</url>
<email>andreas.tai@gmail.com</email>
</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p>Ander (Joxean Bengoetxea) lebt in den Bergen des Baskenlandes mit seiner Schwester und seiner Mutter. Er bewirtschaftet den Hof der Familie und arbeitet halbtags in einer Fahrradfabrik. Als er sich das Schienbein bricht, stellt er als Aushilfe den peruanischen Hilfsarbeiter José (Christian Esquivel) ein. Was folgt, könnte man als „Brokeback Mountain“ des Baskenlandes bezeichnen – und würde dem Film damit nicht gerecht. </p>]]>
<![CDATA[<p>„Ander“ ist langsam, es ist ein schweigsamer und spröder Film, und er packt einen von der ersten Minute. Da sind die engen Grenzen und Konventionen der Dorfwelt, verkörpert von Anders strenger Mutter. Da ist dieser starke, schwache Mann in der Mitte seines Lebens, der einsam ist und es erst merkt, als José erscheint. Da gibt es die freundliche, brave Schwester von Ander und die Prostitutierte des Dorfes, Reme, die seit Jahren auf ihren Mann wartet. Und José , der Fremde, dem sich die Menschen aufgrund seiner Empathie und Offenheit zuwenden, und der mit einer stillen, behutsamen Ausdauer zu seinen Gefühlen für Ander steht. Sie alle haben den Wunsch nach Zugehörigkeit, und sie alle müssen kleinere oder größere Grenzen überwinden, um ihr Glück zu finden. Das Ende ist happy, es ist überraschend und gewagt, und es war einer der schönsten Momente für mich auf der Berlinale, als das Publikum erleichtert und restlos begeistert aufsprang und minutenlang applaudierte. <br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown:HAPPY GO LUCKY von Mike Leigh (2008)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/happy_go_lucky.php5" />
<modified>2012-01-28T10:01:29Z</modified>
<issued>2012-01-26T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1298</id>
<created>2012-01-26T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">335</summary>
<author>
<name>tiziana</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#tiziana</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<h3>Herzerfrischend!</h3>

<p><img alt="go_luck.jpg" src="http://www.festivalblog.com/images/berlinale_2007/go_luck.jpg" width="340" height="227" /></p>

<p>Wie so oft, war auch der Berlinale-Wettbewerb im Jahr 2008 von Tod und Trauer und Grausamkeiten geprägt. Mitten hinein in dieses Tränenmeer platzte dann Mike Leighs lebensbejahender Film HAPPY GO LUCKY. Leigh hatte ganz entgegen seiner Gewohnheit diesmal kein deprimierendes Sozialdrama auf die Leinwand gebracht, sondern ein beschwingtes Porträt einer wunderbar verrückten Frau, die mit einer schier unbegrenzten Lebensfreude durch London hüpft.</p>]]>
<![CDATA[<p>Poppy heißt das verrückte Huhn, und sie widerlegt alle negativen Klischees über Grundschullehrerinnen, angefangen bei ihren gewagten lila Spitzenstrumpfhosen und wild gemusterten Stiefeln, über die bezaubernde Art, ihren humorlosen Fahrlehrer in die Verzweiflung zu treiben, bis hin zu ihren kabarettreifen Bemühungen, die stolze Würde des Flamenco-Tanzes zu erlernen.</p>

<p>Dabei ist es ganz und gar keine rosarote Traumwelt, die uns HAPPY GO LUCKY vor Augen führt: In Poppys Welt gibt es prügelnde Stiefväter, einsame Rassisten und sprachgestörte Obdachlose – aber die junge Frau nimmt die Welt so, wie sie ist, und macht das Beste daraus, vielmehr, sie versucht, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Dass das Ganze nicht kitschig wirkt, hat eine ganze Menge mit dem galligen britischen Working-Class-Humor zu tun, auf dessen Klaviatur Poppy und ihre Freundinnen mit Leichtigkeit spielen. </p>

<p>Auch Poppy passieren Widrigkeiten im Leben. Aber bezeichnend ist, wie sie damit umgeht. Da wird zum Beispiel ihr Fahrrad geklaut, und nachdem sie spontan bedauert, dass sie keine Gelegenheit hatte, sich von ihrem Drahtesel zu verabschieden, beschließt sie ganz pragmatisch, Fahrstunden zu nehmen. Hier kommt Fahrlehrer Scott ins Spiel. Der hat so gar keinen Nerv für Poppys Witzchen hinterm Steuer, stattdessen drängt er bei jeder Gelegenheit auf die eiserne Regel der heiligen Dreieinigkeit von „Rückspiegel, Blinker, Manöver“. Immer deutlicher wird, dass Scott ein paar gewaltige Probleme hat – da sind seine rassistischen Ausfälle fast noch das Harmloseste. Bis zu einem gewissen Punkt nimmt sich Poppy dieser verlorenen Seele an, aber dann weiß sie zum Glück auch, wo sie den Schlussstrich ziehen muss.</p>

<p>Die schönste Szene im Film spielt in einem Flamenco-Studio; hier leiden wir mit der temperamentvollen Lehrerin mit, die einem Haufen blasser Engländerinnen Leidenschaft und Feuer beibringen muss. Ihr umwerfender verbaler Amoklauf – eine Mischung aus Wutanfall, kulturellem Clash und Liebesleid – hat denn auch zu Recht den ersten Szenenapplaus des Festivals provoziert. </p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown:SNOW CAKE von Marc Evans (2006)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/snow_cake_berli.php5" />
<modified>2012-01-28T10:02:39Z</modified>
<issued>2012-01-25T10:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1297</id>
<created>2012-01-25T10:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">72</summary>
<author>
<name>tiziana</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#tiziana</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<h3>Leise rieselt der Stuss</h3>

<p>An richtig schlimme Filme erinnert man sich leider ganz besonders gut. Mir ist von Mark Evans SNOW CAKE aus dem Wettbewerbs-Jahrgang 2006 vor allem im Gedächtnis geblieben, wie sehr ich mich für Sigourney Weaver fremdgeschämt habe. Die Alien-Heroine mimt darin eine autistische Frau, die dem Film wohl seinen besonderen Zauber verleihen soll (Rain Man lässt grüßen…). Ein hinreißend naives Geschöpf, so wird es wohl im Storyboard geheißen haben, verweigert sich der realen Wahrnehmung der Welt – dafür muss man sie einfach lieben! Leider geht das Ganze überhaupt nicht auf. </p>]]>
<![CDATA[<p>Weaver reißt die Augen weit auf, wälzt sich im Schnee und stellt ansonsten reizend-naiven Fragen an Alan Rickman, der die zweite Hauptrolle in dem Film spielt. Das wirkt so schrecklich gekünstelt und ungelenk, dass man sich – wie gesagt – einfach nur dafür schämt, zuzuschauen.</p>

<p>Dabei – so erinnere ich mich – hatte ich mich auf den Film richtig gefreut. Sigourney Weaver ist zwar keine superklasse Schauspielerin, aber sie versteht es normalerweise, ihren Figuren interessante Ecken und Kanten zu verleihen. Alan Rickman (Snape!) ist einfach wunderbar, und es ist schön, ihn einmal ohne fettige schwarze Haare und Priestergewand auf der Leinwand zu bewundern. Also hatte ich richtig Lust auf den Film. Und dann diese unerträgliche Schmonzette. Oi weh!</p>

<p>Ach ja, wichtig war noch Folgendes: Ein junges Mädchen ist ganz zu Anfang des Films gestorben, kurz nachdem Rickman es kennen gelernt hatte. Eigentlich sollte es in dem Film wohl um Trauer und Vergebung, Schuld und Sühne gehen. Aber letztlich geht es dann doch nur um die Zuschaustellung einer Behinderung, die einem unterdurchschnittlichen Drehbuch den besonderen Dreh verleihen soll. Und so wälzt sich Weaver weiter auf dem Boden, Alan Rickman führt einen Hund Gassi, damit er unterwegs unauffällig seine neue Flamme besuchen kann, und über alles rieselt, dick und klebrig wie Puderzucker, der süße Schnee des Vergessens.</p>

<p>Diesen Film sollte man ebenfalls so bald als möglich vergessen. Oh, wenn es doch gelänge!<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Sieben Berlinale-Filme für zehn Oscars nominiert</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/sieben_berlinal.php5" />
<modified>2012-01-28T10:25:00Z</modified>
<issued>2012-01-24T20:08:03Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1331</id>
<created>2012-01-24T20:08:03Z</created>
<summary type="text/plain">Sieben Beiträge der Berlinale 2011 und 2012 sind im Rennen um die am 26. Februar von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vergebenen Oscars. Insgesamt erhielten die Berlinale-Filme zehn Nominierungen in verschiedenen Kategorien. Gleich für zwei Oscars nominiert...</summary>
<author>
<name>steffen</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#steffen</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p>Sieben Beiträge der Berlinale 2011 und 2012 sind im Rennen um die am 26. Februar von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vergebenen Oscars. Insgesamt erhielten die Berlinale-Filme zehn Nominierungen in verschiedenen Kategorien. Gleich für zwei Oscars nominiert wurde der Gewinner des Goldenen Bären von 2011 <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2011/02/jodaeiye_nader.php5">JODAEIYE NADER AZ SIMIN</a> (Nader and Simin, A Separation). Der Film von Asghar Farhadi bewirbt sich nicht nur um den Oscar als bester fremdsprachiger Film, Fahrhadi ist außerdem noch als Autor des besten Original Drehbuchs nominiert.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/AabgfvtJQKA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Bei der Auszeichnung für den besten fremdsprächigen Film konkurriert der iranische Wettbewerbsbeitrag von 2011 mit dem belgischen Film <a href="http://www.youtube.com/watch?v=AabgfvtJQKA" title="YouTube Trailer">RUNDSKOP</a> (Bullhead) der im vergangenen Jahr im Panorama lief. Ein weiteres Highlight für die Berlinale: Der 2011er Wettbewerbsbeitrag <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2011/02/pina_von_wim_we.php5">PINA</a> von Wim Wenders erhielt eine Nominierung in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“.<br />
Hier eine komplette Liste der nominierten Berlinale-Teilnehmer:</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Berlinale 2012</strong><br />
„Bester Film”:<br />
EXTREMELY LOUD & INCREDIBLY CLOSE von Stephen Daldry (Berlinale Wettbewerb)</p>

<p>„Beste weibliche Hauptrolle“:<br />
Meryl Streep für THE IRON LADY von Phyllida Lloyd (Goldener Ehrenbär und Hommage)</p>

<p>„Beste männliche Nebenrolle“:<br />
Max von Sydow für EXTREMELY LOUD & INCREDIBLY CLOSE von Stephen Daldry (Berlinale Wettbewerb)</p>

<p>„Bestes Makeup“:<br />
Mark Coulier und J. Roy Helland für THE IRON LADY von Phyllida Lloyd</p>

<p><strong>Berlinale 2011</strong><br />
„Bester fremdsprachiger Film“:<br />
JODAEIYE NADER AZ SIMIN (Nader and Simin, A Separation) von Asghar Farhadi (Goldener Bär)</p>

<p>RUNDSKOP (Bullhead) von Michaël R. Roskam (Panorama)</p>

<p><br />
„Bestes Original-Drehbuch“:<br />
JODAEIYE NADER AZ SIMIN (Nader and Simin, A Separation) von Asghar Farhadi (Goldener Bär)<br />
MARGIN CALL von JC Chandor (Wettbewerb)</p>

<p>„Bester Dokumentarfilm“:<br />
PINA von Wim Wenders und Gian-Piero Ringel (Wettbewerb)</p>

<p>„Bester Spielfilm Animation“:<br />
A CAT IN PARIS von Alain Gagnol und Jean-Loup Felicioli (Generation)<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Berlinale Countdown:ZEMESTAN von Rafi Pitts (2006)</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/zemestan_berlin.php5" />
<modified>2012-01-28T10:07:35Z</modified>
<issued>2012-01-24T07:55:00Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1296</id>
<created>2012-01-24T07:55:00Z</created>
<summary type="text/plain">79</summary>
<author>
<name>tiziana</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#tiziana</url>

</author>
<dc:subject>Berlinale Countdown 2012</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<h3>Ein leiser, starker Film</h3>

<p><img alt="Zemestan_klein.jpg" src="http://www.festivalblog.com/archives/images/Zemestan_klein.jpg" width="380" height="271" /></p>

<p>Es passiert selten, zumal auf Festivals – aber manchmal ist man völlig gebannt von einem Film, seiner Stimmung, seiner Aura. Mir ist das auf der Berlinale zum ersten Mal im Jahr 2006 so gegangen. Bei Rafi Pitts ZEMESTAN (Winter). Jahre später sollte sich dieses Gefühl bei seinem Drama „The Hunter“ wiederholen. Im Vergleich zu dem jüngeren Film ist ZEMESTAN weniger hart, weniger verzweifelt. Die emotionale Kraft des Nachfolgefilms hat er dennoch.</p>]]>
<![CDATA[<p>Es schneit. Es ist kalt. Es ist Winter. Die einzigen schwarzen Punkte im Schnee sind die Gleise und ein hagerer Mann, der langsam an ihnen entlang geht. Aus dem Off erklingt ein Gedicht von Mehdi Akhavan Saless. Es erzählt davon, wie im Winter die Menschen den Gruß nicht erwidern, weil sie den Kopf zwischen den Schultern und den Kragen hochgeklappt haben.</p>

<p>Rafi Pitts Film ZEMESTAN erzählt von Arbeit und Arbeitssuche, vom Weggehen und Bleiben, von Traum und Realität, und auch vom Winter: nicht nur vom tatsächlichen, sondern auch vom metaphorischen in der Gesellschaft. Und es geht um lebensnotwendige Farbtupfer. </p>

<p>Irgendwo im südlichen Iran kann der Arbeiter Mokhtar seine kleine Familie nicht mehr ernähren, weil er seinen Job verloren hat und keinen neuen findet. Es heißt, im Ausland sei alles besser. Deshalb lässt er Frau und Kind zurück und steigt in den Zug.</p>

<p>Ein Mann geht, ein anderer kommt. Aus dem Norden des Landes, wie er erzählt. Der Mann heißt Marhab, das bedeutet Willkommen, und er sieht ein bisschen aus wie ein persischer James Dean – mit schnittigen Koteletten und rebellischer Attitüde. Er würde gerne als Spezialmechaniker für Kranreparaturen arbeiten, denn dafür ist er ausgebildet, aber die Stadt heißt ihn nicht willkommen.</p>

<p>Die Stadt ist sogar ausgesprochen abweisend. Neuankömmlinge werden misstrauisch beäugt. Dort, wo man besser verdient, machen massive Gitter und dicke Wächter den Zugang unmöglich. Arbeit – auf einem Schrottplatz mit integrierter Reparaturwerkstatt – findet Marhab erst, nachdem er einen Freund gefunden hat. </p>

<p>Marhab eckt an, weil er nicht so den Kopf einzieht, wie es von ihm erwartet wird. Er gibt dem Boss Widerworte, fordert seinen ausstehenden Lohn ein. In dem harten Überlebenskampf der Arbeiterklasse, den "Zemestan" zeichnet, ist Marhab derjenige, der ausbricht, Grenzen nicht einfach so akzeptiert und sein Recht auf Glück einfordert. Egal, ob es darum geht, eine fünfminütige Zigarettenpause auf einem stillgelegten Kran einzulegen, weil einem da oben der Wind so schön um die Nase weht, oder wenn er der schönen Khatoun höflich aber hartnäckig den Hof macht.</p>

<p>Denn inzwischen ist Khatouns Mann, der zu Anfang des Films in den Zug gestiegen ist, für tot erklärt worden. Seine Familie hat seit Monaten nichts von ihm gehört – schließlich war die Polizei zu Besuch bei der jungen Frau. Am nächsten Tag trägt sie auf der Arbeit ein schwarzes Kopftuch.</p>

<p>In "Zemestan" herrscht eine fahle Tönung der Bilder vor – selbst wenn der Schnee geschmolzen ist. In der Textilfabrik, wo Khatoun arbeitet, sind die hellblauen Kopftücher der Frauen der einzige Farbtupfer. Die Gebäude sind entweder halb verfallen oder halb fertig und im schlimmsten Fall beides. Von einer engen Gasse, durch die die Figuren immer wieder gehen, sieht man nur die anscheinend nicht mehr existente Ladenfront mit ihren geschlossenen hölzernen Rollläden. Die Werkstatt ist umringt von Haufen von verblichenem, rostigen Metall. Khatouns Haus sieht aus wie ein Rohbau vor dem Abriss.</p>

<p>In dieser monochromen Stimmung sorgt Marhab für Auflockerung: Auf sein Drängen finden er und sein Freund für einen Abend Abwechslung beim Flanieren vor bunten Schaufensterauslagen. Khatoun bringt er als Geschenk einen knallroten Teppich – das Geld dafür stammt allerdings von seinem Kumpel. Dann heiraten Marhab und Khatoun, und als die beiden gemeinsam durch die Stadt spazieren, sieht man die junge Frau das erste Mal lachen. "Ich bin Mechaniker," sagt Marhab einmal, "ich repariere Dinge".</p>

<p>Rafi Pitts ist aber weit davon entfernt, eine hübsche Erfolgsgeschichte zu erzählen. Denn plötzlich ist der Mann, der am Anfang gegangen ist, wieder da. Nur ohne Bein. Und Marhab hat inzwischen seinen Job verloren und will selbst ins Ausland gehen. </p>

<p>Man kann diesen Film als gesellschaftskritische Parabel über den Iran lesen. Man kann ihn als Studie über den Überlebenskampf der einfachen Menschen sehen. Man kann seine Bildersprache und reiche Metaphorik bewundern. Die Stärke des Films liegt darin, dass er auf allen Ebenen funktioniert. Und: "Zemestan" gibt keine einfache Antwort darauf, was richtig ist. Er fordert aber auf, darüber nachzudenken.</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Perspektive zeigt den Ophüls-Gewinner MICHAEL zum Abschluss</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.festivalblog.com/archives/2012/01/perspektive_zei.php5" />
<modified>2012-01-28T09:58:58Z</modified>
<issued>2012-01-23T18:01:35Z</issued>
<id>tag:www.festivalblog.com,2012://4.1330</id>
<created>2012-01-23T18:01:35Z</created>
<summary type="text/plain">Wie schon im vergangenen Jahr wird die Perspektive Deutsches Kino auf der Berlinale 2012 den Gewinner des Saarbrücker Filmfestivals &quot;Max Ophüls Preis&quot; als Abschlussfilm am 19. Februar zeigen. Mit dem Preis wurde am Wochenende MICHAEL des österreichischen Regisseurs Markus Schleinzer...</summary>
<author>
<name>steffen</name>
<url>http://www.festivalblog.com/about/autoren.php#steffen</url>

</author>
<dc:subject>Perspektive Deutsches Kino</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="en" xml:base="http://www.festivalblog.com/">
<![CDATA[<p>Wie schon im vergangenen Jahr wird die Perspektive Deutsches Kino auf der Berlinale 2012 den Gewinner des Saarbrücker Filmfestivals "Max Ophüls Preis" als Abschlussfilm am 19. Februar zeigen. Mit dem Preis wurde am Wochenende  MICHAEL des österreichischen Regisseurs Markus Schleinzer ausgezeichnet. Der Hauptdarsteller des Films, Michael Fuith, der einen Pädophilen spielt, der einen Jungen gefangen hält, bekam zudem mit den Preis als bester Nachwuchsdarsteller.</p>]]>

</content>
</entry>

</feed>
