FILMFEST MÜNCHEN: Galavorstellung Sofia Coppola

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Wenn man sie da vorne sieht, könnte man fast denken, hier steht eine Prinzessin. München bereitet Sofia Coppola einen Empfang, als sei sie die königliche Abgesandte aus einem fernen Märchenland. Vielleicht ist es Coppola auch ein wenig unangenehm. Ihre Worte sagen: "Danke für die Blumen!" Ihre Körpersprache sagt: "Hey, ich bin doch nur eine Künstlerin, die ihr Ding macht."

Dabei ist es schon eine kleine Sensation, dass die Regisseurin nach München gekommen ist. Ihre Filme werden weltweit verehrt. Wie zum Beleg stellt Film-Professorin Michaela Krützen in ihrer Laudatio eine Umfrage unter Studenten in den Mittelpunkt. Welchem Regisseur, welcher Regisseurin sollte die nächste Ausgabe einer Filmzeitschrift gewidmet sein? Sofia Coppola gewann.

Die Laudatio war Teil einer rundum gelungenen Gala. Michael Stadler moderierte mit bekanntem Charm und Witz, Diana Iljine war sympathisch spontan und zu Beginn spielte ein Jazz-Quartett drei Songs aus Coppolas Filmen. Als Coppola später sagte: "I didn't know that Germans can be so funny" durfte man das ruhig als Kompliment verstehen.

Über Coppolas neuesten Film DIE VERFÜHRTEN wurde in der Presse bereits viel im Rahmen von Cannes berichtet. Der Film gewann den Regiepreis. Der sehr nüchterne Stil mag vielleicht nicht jedem gefallen. Für alle, die am Gesamtwerk von Coppola interessiert sind, ist die Neu-Verfilmung des Südstaaten-Dramas natürlich trotzdem ein Muss.

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