Berlinale Countdown 2011: Ingrid und Ingmar Bergman

Bergman und Bergman. Einmal Ingrid, einmal Ingmar. Zwei Namen, die sich nur durch eine Silbe unterscheiden. Wie oft bei Filmgesprächen hat jemand wohl schon die eine gehört obwohl der andere gemeint war. "Ingrid Bergman?" - "Neiiiiin....Innnnngmaaaar!!!"

An Popularität war Ingrid Bergman kaum zu übertreffen. Die Verwechslung muss daher sehr zu Ungunsten von Ingmar ausgefallen sein. Ob das den Meisterregisseur je beschäftigt hat? Vielleicht am ehesten seine letzte Ehefrau. Die hieß tatsächlich Ingrid Bergman (geborene von Rosen). Verheiratet mit dem "größten Regisseur aller Zeiten" und mit dem Namen einer weltberühmten Schauspielerin erscheint es so, als ob jemanden gleich zweimal die eigene Identität gestohlen wurde.

Die Größe der beiden schwedischen Ausnahme-Künstler deutet sich schon in der Bedeutung ihrer Vornamen an: die erste Silbe "Ing" geht auf die germanische Gottheit Ingwio zurück. Bei Ingmar steht die zweite Silbe "mar" für "berühmt", bei Ingrid das "rid" für "Schönheit".

Die Wege von Ingrid und Ingmar verliefen sehr unterschiedlich. Ingrid ging 1936 in die USA, Ingmar blieb (bis auf sein Münchner Exil) Schweden verhaftet.

Am Ende ihrer Karriere haben sie dann doch noch einmal zusammengearbeitet. In ihrer letzten Kinorolle spielt Ingrid Bergman in Ingmar Bergmans "Herbstsonate" (1978) die Konzertpianistin Charlotte Andergast.

Am Schluss bleibt noch eine Pointe im Spiel der Namen: der Sohn von Ingrid Bergman und Roberto Rosselini hieß: (Roberto) Ingmar.

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